Brombeere: Gesunde Herbstfrüchte

15. September 2019
Brombeeren

Brom­bee­ren

Brom­bee­ren (Rubus fruc­tiosus) wer­den lang­sam reif. Sie sind wun­der­ba­re Herbst­früch­te (bota­nisch Stein­sam­mel­früch­te genannt). Reif sind sie dann wenn die Früch­te eine tief­schwar­ze Far­be erreicht haben und sich leicht ern­ten las­sen. Nur die­se Aus­ge­reif­ten schme­cken wun­der­bar aro­ma­tisch und haben den typi­schen Brom­beer-Geschmack. Oft wer­den sie zu früh gepflückt und sind dann zu sau­er. War­ten lohnt sich also, wenn die Früch­te für Rum­topf oder Mar­me­la­den gepflückt wer­den.

Die Brom­bee­ren sind hei­mi­sche Früch­te, die unse­ren Vor­fah­ren in vie­ler­lei Hin­sicht gedient haben: Die Früch­te ent­hal­ten Vit­amin C und E (Vor­stu­fe zu Vit­amin A) und vie­le Mine­ral­stof­fe wie Magne­si­um, Kal­zi­um und Kali­um. Brom­beer­sträu­cher wur­den wegen ihrer Wehr­haf­tig­keit rund um die Gehöf­te ange­baut. Wer Brom­bee­ren sam­meln will, soll­te sich alte Klei­dung anzie­hen, die Dor­nen kön­nen die Klei­dung kaputt­ma­chen oder die Hän­de emp­find­lich zer­krat­zen.

Junge Brombeerblätter

Jun­ge Brom­beer­blät­ter

Von der Brom­bee­re wur­de alles gebraucht: Jun­ge Spros­sen, Blät­ter, Blü­ten und auch die Wur­zeln. In den alten Kräu­ter­bü­chern wer­den Brom­bee­ren wert­schät­zend dar­ge­stellt. In der Arz­nei­mit­tel­leh­re des Dio­skuri­des steht bei­spiels­wei­se:

Brom­beer. …Die Abko­chung der Zwei­spit­zen, getrun­ken, stellt den Bauch und hält den Fluss der Frau­en auf … Die gekau­ten Blät­ter kräf­ti­gen das Zahn­fleisch und hei­len Soor. Fer­ner hal­ten als Umschlag krie­chen­de Geschwü­re auf und und hei­len Kopf­grind … Feig­war­zen und Hämor­ri­den. Fein gestos­sen als Umschlag sind sie ein geeig­ne­tes Mit­tel bei Magen- und Herzkrankheiten…[1]

Von die­sen vie­len Anwen­dun­gen haben Wis­sen­schaft­ler nur die Brom­beer­blät­ter, als pflanz­li­ches Mit­tel gegen unspe­zi­fi­sche, aku­te Durch­fall­erkran­kun­gen oder leich­te Ent­zün­dun­gen im Mund- und Rachen­be­reich. [2]

Brom­beer­blät­ter wer­den ger­ne in Tee­mi­schun­gen wegen ihres her­ben Geschmacks ein­ge­setzt.

Rezept Brom­beer­blät­ter­tee: Zwei gehäuf­te, getrock­ne­te Brom­beer­blät­ter in einer mit­tel­gro­ßen Tas­se mit heis­sem Was­ser auf­gie­ßen, abge­deckt 15 Minu­ten zie­hen las­sen, absei­hen und trin­ken (Haus­tee) oder zum Gur­geln ver­wen­den (bei Ent­zün­dun­gen im Mund).

Quel­le: Arz­nei­mit­tel des Dio­skuri­des (Brom­beer)

Mehr:

Brom­beer­blät­ter Mono­gra­phie

Brom­beer­wur­zel Mono­gra­phie

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