Weissdorn: Herzstärkend

13. Mai 2011
Weissdorn_Blueten_nah

Weiss­dorn­blü­ten (Cra­ta­e­gus)

Weiss­dorn (Cra­ta­e­gus) blüht momen­tan in sei­nem pracht­vol­len, üppi­gen Weiss. Weiss­dorn ist ein bedeut­sa­mes tra­di­tio­nel­les Heil­mit­tel. Im 19. Jahr­hun­dert wur­den die herz­stär­ken­den Fähig­kei­ten durch homöo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel­prü­fun­gen bekannt. Seit­her gilt Weiss­dorn als wich­ti­ges pflanz­li­ches Herz­the­ra­peu­ti­kum.

Cra­ta­e­gus-Prä­pa­ra­te gel­ten als uni­ver­sel­le Herz­mit­tel zur Behand­lung funk­tio­nel­ler und orga­ni­scher Herz­krank­hei­ten. Auf dem Markt wer­den Prä­pa­ra­te (homö­pa­thi­sche Urtink­tu­ren, Kom­bi­na­ti­ons­prä­pa­ra­te) bestehend aus den Weiss­dorn­blät­tern mit Blü­ten (Cra­tae­gi foli­um cum flo­res) aus Cra­ta­e­gus mono­gyna und C. lae­vi­ga­ta ver­wandt, wie es von der European Sci­en­ti­fic Coope­ra­ti­ve On Phy­to­the­ra­pie (ESCOP), einem Zusam­men­schluss natio­na­ler Fach­ge­sell­schaf­ten für Phy­to­the­ra­pie, emp­foh­len wird. Cra­ta­e­gus ist eines der gut unter­such­ten Pflan­zen­heil­mit­tel und wird wegen sei­nes brei­ten Wirk­spek­trums geschätzt.

Die For­schun­gen sind noch längst nicht abge­schlos­sen. Durch zahl­rei­che wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en sind nach­fol­gen­de Haupt­wir­kun­gen von Cra­ta­e­gus-Extrak­ten auf Herz und Kreis­lauf belegt:

* Stei­ge­rung der Kon­trak­ti­ons­kraft und der Anzahl pro Minu­te mög­li­cher Herz­schlä­ge

* die Impuls-Über­tra­gung von den takt­ge­ben­den Ner­ven­kno­ten im Her­zen zu den Herz­mus­kel­zel­len wird ver­bes­sert

* die Impuls-Ent­ste­hung und -Wei­ter­lei­tung wird weni­ger stör­an­fäl­lig

* ein Sauer­stoff­man­gel von Herz­ge­we­be (z. B. bei einer Angi­na pec­to­ris) führt weni­ger rasch zu Funk­ti­ons­stö­run­gen des Organs.

* eine Sen­kung des arte­ri­el­len Gefäss­wi­der­stan­des sowohl im Herz als auch im Kör­per

Die­se Herz­kreis­lauf-Wir­kun­gen tra­gen zur Erhö­hung der Leis­tungs­kraft des Her­zens (wich­tig bei Herz­schwä­che), zur Ver­bes­se­rung sei­ner eige­nen Durch­blu­tung (wich­tig bei der Herz­en­ge) oder zur Blut­druck­sen­kung bei. Zudem sol­len auch Stö­run­gen der Herz­funk­ti­on gebes­sert wer­den. Anwen­dungs­ge­bie­te sind:

* Nach­las­sen­de Leis­tungs­fä­hig­keit des Her­zens („Alters­herz“),

* leich­te­re For­men der Herz­schwä­che („Herz­in­suf­fi­zi­enz“),

* The­ra­pie­er­gän­zung bei Herz­en­ge („Angi­na pec­to­ris“)

* oder ande­ren For­men der koro­na­ren Herz-Krank­heit („KHK“).

Weiss­dorn-Tee bei ner­vö­sen Herz­be­schwer­den. Typi­sche Beschwer­den sind spür­ba­res hef­ti­ges Herz­klop­fen, Herz­ja­gen, Herz­stol­pern, Herz­ste­chen, Angst- und Enge­ge­fühl in der Brust oder manch­mal auch Kloss­ge­fühl im Hals. Zur Herz­stär­kung oder bei ner­vö­sen Herz­be­schwer­den von ansons­ten gesun­den Men­schen set­zen natur­heil­kund­li­che Ärz­te oder Heil­prak­ti­ker oft­mals Weiss­dorn (Cra­ta­e­gus oxya­can­tha) ein. Die Anwen­dung ist ein­fach, bei­spiels­wei­se als Tee aus Blät­tern und Blü­ten.

Rezept: 2 Tee­löf­fel der Mischung mit 250 ml hei­ßem Was­ser über­gie­ßen, bedeckt zie­hen las­sen, nach 20 Minu­ten absei­hen und dann heiß trin­ken (1–3mal täg­lich). Uner­wünsch­te Arz­nei­mit­tel­wir­kun­gen sind nicht bekannt, Weiss­dorn kann auch in Haus­tee-Mischun­gen ver­wen­det wer­den.

Wich­tig: Über län­ge­re Zeit anhal­ten­de ner­vö­se Herz­be­schwer­den soll­ten grund­sätz­lich Anlass für einen Arzt­be­such sein.

Wei­te­re, aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen: Weiss­dorn bringt das Herz auf Trab

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