Bananenanbau auf Teneriffa

11. Januar 2012
Bananenplantage in Buenavista

Bana­nen­plan­ta­ge in Buen­avis­ta

Bana­nen (Musa) sind das wich­tigs­te, land­wirt­schaft­li­che Export­pro­dukt auf Tene­rif­fa. Des­halb sind Bana­nen-Anbau­flä­chen über­all auf der Insel zu sehen. Die Pflan­ze stammt eigent­lich aus den Äqua­tor-nahen, tro­pi­schen, feucht­heis­sen Län­dern wie Malai­si­en, Indo­ne­si­en oder den Phili­pi­nen. Bana­nen benö­ti­gen viel Regen und sind wegen ihrer tro­pisch-ange­pass­ten “Leicht­bau­wei­se” rela­tiv emp­find­lich gegen Wind. Den gibt es auf der Vul­kan­in­sel Tene­rif­fa jedoch reich­lich. Um die Bana­nen­stau­den zu schüt­zen, sind auf der Insel rie­si­ge Pla­nen auf­ge­stellt. Dar­un­ter wach­sen dann meis­tens die Bana­nen.

Verpackte Bananen für den Export

Ver­pack­te Bana­nen für den Export

Dort wo kei­ne Pla­nen auf­ge­stellt sind, wer­den die Pflan­zen ent­we­der durch Mau­ern geschützt oder mit Stahl­sei­len nach allen Sei­ten hin gesi­chert. Die meis­ten Bana­nen­stau­den sind nicht saf­tig grün, son­dern sehen trotz Wind­schutz ziem­lich mit­ge­nom­men aus. Die lan­gen Blät­ter sind meis­tens kaputt und haben vie­le brau­ne Stel­len. Den­noch scheint sich der Anbau zu loh­nen. Und dass obwohl die Bana­nen Tene­rif­fas aus­schließ­lich für den spa­ni­schen Markt pro­du­ziert wer­den. Scha­de eigent­lich. Denn die­se Sor­te ist klei­ner und viel aro­ma­ti­scher als die Bana­nen, die es bei uns zu kau­fen gibt. Des­halb: Unbe­dingt pro­bie­ren.

Wasser-Transportkammern eines Bananenstils (Innenansicht)

Was­ser-Trans­port­kam­mern eines Bana­nen­stils (Innen­an­sicht)

Das inter­es­san­te Innen­le­ben eines auf­ge­schnit­te­nen Bana­nen­stils zeigt ein­deu­tig den hohen Was­ser­be­darf der Pflan­ze: In den fra­gi­len Gefäß­kam­mern wird das Was­ser trans­por­tiert. Die Tro­pen­her­kunft der Pflan­ze lässt sich an der “Leicht­bau­wei­se” gut erken­nen.

Mehr:

Gesun­de Bana­nen

Bana­nen­rei­fe­rei in Ham­burg

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3 Kommentare zu „Bananenanbau auf Teneriffa“

  1. franz sagt:

    die Mono­kul­tur ist für die Insel ne Kata­stro­phe! Es wird gespritzt ohne Ende. Die Arbei­ter sind meist uns­ge­schützt. Die durs­ti­ge Pflan­ze ist für die Insel eigent­lich nicht geeig­net. Genau­so wie die Viel­zahl der Tou­ris­ten, die gewal­ti­ge Res­sour­cen der Insel ver­brau­chen. Die Bana­nen sind ein kolo­nia­les Über­bleib­sel und gehö­ren eigent­lich abge­schafft. Für die Öko­lo­gie der Insel wärs viel bes­ser.

  2. Tabi fragt: sagt:

    Ich habe ver­schie­de­ne Bewohn­te Fin­cas zwi­schen den Bana­nen­plan­ta­gen gese­hen, auch zum mie­ten. Wer­den die Bana­nen nicht stän­dig gespritzt, was ist mit den Anwoh­nern, wer­den die­se nicht krank? Ist dies über­haupt erlaubt, das Sprit­zen in Wohn­ge­bie­ten?!?
    Was wird über­haupt gespritzt?
    Dank für eine Ant­wort!

  3. Marion Kaden sagt:

    Bana­nen, die so ange­baut wer­den, müs­sen gespritzt wer­den, weil es sich um eine Mono­kul­tur han­delt. Wel­ches Pes­ti­zid genau gespritzt wird, kann ich nicht sagen. Ich kann nur von mei­nem Ein­druck aus­ge­hen: Ich wür­de mir kei­ne Fin­ca inmit­ten eines Bana­nen­fel­des mie­ten. Das geht aufs Gemüt, die Mono­kul­tur anzu­se­hen. Wenn du dir allei­ne den Boden ansiehst, der ist leb­los und kaputt. Auch wie und ob das gesetz­lich gere­gelt ist mit dem Sprit­zen kann ich nicht sagen. In Tei­len wird schon ver­sucht, Land­wirt­schaft zu betrei­ben, schließ­lich ist die Abhän­gig­keit vom Tou­ris­mus groß genug. Aber Kon­kre­tes kann ich nicht sagen, sor­ry.