Breitwegerich: Bei Prellungen und Verstauchungen

5. August 2019
Breitwegerich

Breit­we­ge­rich

Die Blät­ter vom Breit­we­ge­rich (Plant­ago major) kön­nen zer­quetscht bei leich­ten For­men von Prel­lun­gen und Ver­stau­chun­gen hel­fen. Eine klei­ne Ers­te-Hil­fe-Maß­nah­me, wenn sonst nichts greif­bar ist. Breit­we­ge­rich ist häu­fig und steht immer mit­ten im Weg. Die äußerst robus­te Heil­pflan­ze liebt es gera­de­zu, getre­ten zu wer­den. Denn dar­über ver­brei­tet sie ihre Samen.

Ein Umkni­cken kann bei unebe­nem Gelän­de leicht pas­sie­ren beim Lau­fen oder Wan­dern. Es kann zu einer Über­deh­nung der der Mus­keln, Bän­der, Seh­nen kom­men. Bei leich­tem Umkni­cken, Ver­stau­chun­gen oder Zer­run­gen — also die Beweg­lich­keit des Fußes ist erhal­ten geblie­ben — kann Breit­we­ge­rich ein­ge­setzt wer­den. Meis­tens sind Ver­stau­chun­gen oder Zer­run­gen schmerz­haft. Es hilft immer dem Schmerz nach­zu­ge­ben, eine Pau­se ein­zu­le­gen. Der Fuß wird hoch­ge­legt. Wenn in der Nähe ein Brun­nen, See oder Was­ser­lauf ist, wird der Fuß mit gekühlt. Dann wer­den Breit­we­ge­rich-Blät­ter mit Hil­fe von zwei Stei­nen zer­matscht. Die Breit­we­ge­rich-Blät­ter wer­den auf den einen Stein gelegt, mit dem ande­ren wer­den die Blät­ter zer­schla­gen, so dass Pflan­zen­saft aus­tritt.

Die zer­quetsch­ten Breit­we­ge­rich-Blät­ter wer­den auf die schmer­zen­den Stel­len gelegt und ent­we­der mit einer Mull­bin­de, wenn vor­han­den, oder einem Tuch befes­tigt. Der Ver­band darf nicht so fest sein, dass er die Blut­zir­ku­la­ti­on stört. Fuß hoch legen und wei­ter küh­len hilft, die Schwel­lung und die Schmer­zen zu lin­dern. Klar ist: Soll­ten sich die Schmer­zen ver­stär­ken — Arzt auf­su­chen!

Der Breit­we­ge­rich wächst als Roset­te. Die Blät­ter sind gesti­elt, breit und haben dicke Blatt­ner­ven, die das dicke Blatt struk­tu­rie­ren und fes­ti­gen. In der Blü­te­zeit von Juni bis Okto­ber wach­sen lang­stie­li­ge Blü­ten­stän­de aus der Roset­te. Die­se blü­hen zunächst und bil­den dann Früch­te, die z.B. von Kör­ner­fres­sern gefres­sen wer­den. Für ihre Ver­brei­tung sor­gen dann auch noch Pol­len­kör­ner, die über den Wind wei­ter­ge­tra­gen wer­den. Und zuletzt ent­wi­ckelt die Pflan­ze kleb­ri­ge Samen, die an Schu­hen, Tier­pfo­ten oder Rei­fen haf­ten blei­ben und so für die Ver­brei­tung sor­gen. Die Pflan­ze ist nicht nur tritt­fest, son­dern auch wider­stands­fä­hig.

Sie kommt bei den viel­fäl­ti­gen Ver­brei­tungs­for­men auf Wei­den, Wie­sen, Wegen vor und wächst sowohl im Flach­land wie in Hoch­ge­bir­gen. Ist kein Breit­we­ge­rich zur Hand oder auf dem Weg, kann der Umschlag auch mit Spitz­we­ge­rich (Plant­ago lan­ce­lo­ta) gemacht wer­den.

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