Fasten: “Entschlackung und Entgiftung” im Frühling

13. April 2011
Klistier zur Darmreinigung

Klis­tier zur Darm­rei­ni­gung

Der Früh­ling ist die tra­di­tio­nel­le Zeit des Fas­tens. Wenn die Natur erwacht, fas­ten Men­schen ger­ne ein bis zwei Wochen. Die­se Art “Haus­putz” kann aus reli­giö­sen, spi­ri­tu­el­len oder gesund­heit­li­chen Grün­den vor­ge­nom­men wer­den. Das Gefühl, “ent­schla­cken und ent­gif­ten” zu wol­len steht bei Man­chem im Vor­der­grund. Oder auch das Bedürf­nis einen Neu­an­fang zu wagen und end­lich alte Gewohn­hei­ten oder zuviel Gewicht abstrei­fen zu kön­nen.

Nur gesun­de Men­schen soll­ten allei­ne fas­ten.  Wem der frei­wil­li­ge Nah­rungs­ver­zicht nicht leicht fällt, kann sich Unter­stüt­zung suchen. So durch eine Fas­ten-Grup­pe. Die­se kann unter Anlei­tung eines erfah­re­nen Men­schens oder The­ra­peu­tens statt­fin­den. Beson­ders für Fas­ten-Ein­stei­ger kann das hilf­reich sein. Denn sie müs­sen sich um nichts küm­mern, son­dern kön­nen sich ganz auf sich kon­zen­trie­ren. Die Fas­ten-Beglei­ter ent­wi­ckeln die Fas­ten-Abläu­fe, geben Vor­ga­ben zum Bei­spiel wann und wie Ein­läu­fe, Tee-Pau­sen gemacht wer­den. Auch die Bewe­gung in schö­ner Natur mit Gleich­ge­sinn­ten kann hel­fen. Bei mög­lich auf­tre­ten­den Pro­ble­men ist dann eine Kon­takt­per­son da, die sich um das Wohl des Fas­ten­den küm­mert (war­me Decken oder Wärm­fla­schen) auf­mun­tern­de oder trös­ten­de Wor­te fin­det.

In den ers­ten Tagen des Fas­tens dreht sich bei den Meis­ten alles um das Essen. Dafür sorgt der Hun­ger, der sich mit Bil­dern von köst­lichs­tem Essen zu Wort mel­det.  Wel­che Erfah­run­gen Fas­ten­de machen ist höchst unter­schied­lich. Selbst Fas­ten-Erfah­re­ne erle­ben, dass jedes Fas­ten anders sein kann. In den ers­ten Tagen des Fas­tens stellt sich der Kör­per um: Vom Koh­len­hy­drat­stoff­wech­sel zunächst auf den Eiweiss-Stoff­wech­sel, und je nach Län­ge des Fas­tens spä­ter auf den Fett­stoff­wech­sel. Dabei kön­nen Fas­ten­de mit see­li­schen und kör­per­li­chen Ereig­nis­sen kon­fro­niert sein: Bauch­krämp­fe, Kopf­schmer­zen bei­spiels­wei­se oder Frie­ren, nied­ri­ger Blut­druck oder Schlaf­stö­run­gen kön­nen sich ein­stel­len. Am bes­ten ist es, auf die kör­per­li­chen Reak­tio­nen wie Auf­fla­ckern alter Krank­hei­ten oder see­li­schem wie Trau­er oder Freu­de mit Ruhe und Gelas­sen­heit zu reagie­ren. Kör­per, See­le und Geist brau­chen ent­we­der Ruhe (genü­gend Schlaf und Pau­sen) oder Anre­gung. Man­che Men­schen machen die über­ra­schen­de Erfah­rung sich durch das Fas­ten beson­ders ener­gie­ge­la­den zu füh­len. Sie kön­nen ohne Pro­ble­me lan­ge Spa­zier­gän­ge bewäl­ti­gen oder ander­wei­tig sport­lich aktiv sein. Das Hor­chen auf den Kör­per und sei­ne Bedürf­nis­se ist in jedem Fal­le ange­mes­sen. Die übli­chen Über­for­de­rungs­pro­gram­me oder beson­de­re Rei­ze (Fern­se­hen) soll­ten bei­sei­te gelas­sen wer­den wäh­rend der Zeit des Fas­tens.

Wer fas­ten möch­te, soll­te sich vor­her unbe­dingt genau infor­mie­ren. Es wer­den bei­spiels­wei­se ver­schie­de­ne Uten­si­li­en wie Klis­tier für Ein­läu­fe oder Glau­ber­salz benö­tigt. Fas­ten-Ein­stei­ger soll­ten im Urlaub fas­ten oder sich eine Aus­zeit neh­men. Auch die Zeit des Fas­ten­bre­chens will vor­be­rei­tet sein und vor allem mit stren­ger Dis­zi­plin durch­ge­führt wer­den. Denn nichts ist schwie­ri­ger für den Kör­per zu bewäl­ti­gen, als rich­ti­ge Mahl­zei­ten gleich nach dem Fas­ten.

Wer fas­tet, um Gewicht zu ver­lie­ren soll­te sich fol­gen­des klar­ma­chen: Nur eine lang­fris­ti­ge Ernäh­rungs­um­stel­lung auf gesun­de, bal­last­stoff­rei­che mög­li­cher­wei­se sogar vege­ta­ri­schen Ernäh­rung, wird zum Wunsch­ge­wicht ver­hel­fen. Wer nach dem Fas­ten nicht die Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten umstellt, wird kurz nach dem Fas­ten wie­der das glei­che Gewicht auf die Waa­ge brin­gen.

Wer krank ist oder an chro­ni­schen Erkran­kun­gen (zum Bei­spiel: Adi­po­si­tas, Hyper­to­nie, Asth­ma bron­chia­le, Mor­bus Crohn oder Coli­tis ulce­ro­sa) lei­det, soll­te nicht allei­ne son­dern nur unter ärzt­li­cher Betreu­ung fas­ten. Für Men­schen, die an Krebs, Tuber­ku­lo­se, schwe­re Depres­si­on lei­den, gibt es noch kei­ne Stu­di­en oder Aus­sa­gen, ob das Fas­ten gut ist. Die Mei­nung der Wis­sen­schaft­ler ist nicht ein­deu­tig. Wer jedoch fas­ten will, soll­te sich unbe­dingt den Rat einer erfah­re­nen Fas­ten­kli­nik geben las­sen. Für  Dia­be­tes Mel­li­tus Typ II ist Fas­ten unter ärzt­li­cher Auf­sicht gut geeig­net. Stu­di­en haben erge­ben, dass durch das Fas­ten ein tie­fer Ein­griff in den Stoff­wech­sel mög­lich ist. Mit Hil­fe von erfah­re­nen Fas­ten-Ärz­ten kann gelin­gen, den Medi­ka­men­ten-Ein­nah­me zu ver­rin­gern oder manch­mal sogar wie­der zur Gesund­heit zurück zu fin­den. Die­se Fas­ten­kon­zep­te sind ganz­heit­lich. Dazu gehört nicht nur Fas­ten, son­dern auch viel Bewe­gung, Ernäh­rungs­be­ra­tung und -Umstel­lung wie seelisch/ the­ra­peu­ti­sche Arbeit. Dabei wird den Fra­gen nach­ge­gan­gen: Wel­chen Sinn hat das Essen? Ist es eine Frust- und Stress-Reak­ti­on, Beloh­nung oder Kom­pen­sa­ti­on für uner­füll­tes oder unglück­li­ches Leben. Eine bekann­te und reno­mier­te Fas­ten­kli­nik ist zum Bei­spiel die Buch­in­ger Fas­ten­kli­nik.

Lite­ra­tur: Lütz­ner, Hell­mut: Wie neu gebo­ren durch fas­ten. Grä­fe und Unzer. GU-Rat­ge­ber.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

Apro­pos: “Ent­schla­cken” und “Ent­gif­ten” kann nur im über­ge­or­de­ten Sin­ne ver­stan­den wer­den. Denn ein gesun­der Kör­per sam­melt nichts Schäd­li­ches an. Ein gesun­der Organi­mus sorgt zu jeder Zeit dafür, dass Erre­ger, Fremd- oder Gift­stof­fe aus dem Kör­per über Leber, Nie­ren, Darm oder Haut ent­fernt wer­den.

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