Giersch: Mehr als ein wucherndes Unkraut

2. Juli 2009
Blühender Giersch

Blü­hen­der Giersch

Gärt­ner trau­en ihren Ohren kaum: Giersch (Aego­po­di­um podagraria) gehört zu den alten Gemü­se- und Heil­pflan­zen der Men­schen. Dass, was sie müh­sam als Unkraut bekämp­fen, soll nun ein wohl­schme­cken­des Wild­ge­mü­se sein. Giersch ist von Gärt­nern wegen sei­nes aus­ufern­den Wur­zel­ge­flechts gefürch­tet. Bleibt auch nur ein klei­nes abge­ris­se­nes Stück­chen im Boden, fängt es an, sich augen­blick­lich aus­zu­brei­ten. Es ist ein vita­les Kraut. Und als sol­ches soll­te es geges­sen wer­den. Es ent­hält im Übri­gen auch vie­le vita­le Inhalts­stof­fe.

In 100 Gramm Giersch sind zum Bei­spiel 200 Mil­li­gramm Vit­amin C (Ver­gleich Kopf­sa­lat 13 Mil­li­gramm),  17 Mil­li­gramm Eisen (Kopf­sa­lat 2,0), 7 Mil­li­gramm Eiweiss (Kopf­sa­lat 0,6) außer­dem ent­hält Giersch noch Kup­fer (2 Mil­li­gramm), Man­gan (1,5 Mil­li­gramm), 689 Mil­li­gramm Pro­vit­amin A usw. Kurz­um: Das Kraut ist gesund! Es lohnt sich also statt dem über­züch­te­ten Kopf­sa­lat, der ohne­hin nach nichts schmeckt, lie­ber Giersch zu essen.

Ver­wen­det wer­den dazu die jun­gen, fri­schen Blät­ter, die übri­gens ganz­jäh­rig ver­füg­bar sind. Giersch wächst immer nach, des­halb gibt es auch immer fri­schen Nach­schub.  Giersch (eine Hand­voll) lässt sich her­vor­ra­gend, mit fri­schen aro­ma­ti­schen Toma­ten (4 Stück) und einer Gemü­se­zwie­bel (1 klei­ne oder eine hal­be gro­ße) kom­bi­nie­ren, dazu ein wenig Knob­lauch (1 Zehe) und schon ist das Gan­ze fer­tig (mit Oli­ven­öl, dem Saft einer hal­ben Zitro­ne, Pfef­fer, Salz).

Giersch etwe­der nur aus dem eige­nen Gar­ten ern­ten oder an Stel­len sam­meln, wo weder Hun­de noch sons­ti­ge Umwelt­ver­schmut­zun­gen wie viel befah­re­ne Stra­ßen sind.

Der Giersch blüht im Juni/ Juli. Die Blü­ten las­sen sich auch ver­wen­den, doch VORSICHT: Nur ver­wen­den wenn klar ist, dass es zum Giersch gehört. Die Blü­te ähnelt vie­len ande­ren weiss­lich blü­hen­den Dol­den­blüt­lern — es gibt aber auch vie­le gif­ti­ge! Bei Unsi­cher­heit: Lie­ber weg­las­sen!

 

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1 Kommentar zu „Giersch: Mehr als ein wucherndes Unkraut“

  1. Amke sagt:

    Hal­lo!
    Woher stam­men die Nähr­stoff-Anga­ben zum Giersch? Kön­nen Sie mir die Quel­le per E-Mail schi­cken?
    Vie­len Dank!
    Amke Hin­richs