Gin­seng, Roter: Brei­tes Wirk­stoff­spek­trum ganz im Sin­ne des Yin & Yang

Roter Ginseng, Quelle: Archiv KGV, 2018 (Korea Ginseng Vertriebs GmbH, Lohmar)
Roter Gin­seng, Quel­le: Archiv KGV, 2018 (Korea Gin­seng Ver­triebs GmbH, Loh­mar)

Gin­seng (Panax gin­seng) ist nicht nur eine uralte Heil­pflan­ze, son­dern in Asi­en DAS Heil­mit­tel. Es hat eine gro­ße Band­brei­te an Ein­satz­mög­lich­kei­ten, weil das Arz­nei­mit­tel im Sin­ne der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin aus­glei­chend im Yin-Yang-Sin­ne wirkt.

In Chi­na war Gin­seng lan­ge Zeit den Kai­sern vor­be­hal­ten — zum einen wegen sei­ner Wirk­stof­fe, zum ande­ren wegen sei­nes hohen Wer­tes. Denn die Her­stel­lung von Gin­seng-Arz­nei­mit­teln war extrem auf­wän­dig und damit kost­spie­lig. Sie wur­den und wer­den aus den Gin­seng-Wur­zeln her­ge­stellt und die­se benö­ti­gen bis sie geern­tet und ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen min­des­tens vier bis sechs Jah­re. Weil die emp­find­li­che Tro­pen­pflan­ze zudem ganz bestimm­te Wachs­tums­be­din­gun­gen benö­tigt wie nähr­stoff­rei­che Böden, Schat­ten, Feuch­tig­keit bei­spiels­wei­se — kann die Ern­te durch vie­le Fak­to­ren nach­hal­tig gestört wer­den.  Frü­her stamm­ten Gin­seng-Wur­zeln nur aus Wild­samm­lun­gen und wur­den mit Gold auf­ge­wo­gen.

Heu­te wird Gin­seng in asia­ti­schen Län­dern in Kul­tur genom­men, was jedoch kei­ne Ern­te­ge­wiss­heit nach den vie­len Jah­ren des Wachs­tums bedeu­tet. Wie alle Her­stel­ler von pflanz­li­chen Arz­nei­mit­teln unter­lie­gen Ern­ten oder die für Arz­nei­mit­tel nach­weis­lich not­wen­di­gen Inhalts­stof­fe der Natur­pro­duk­te einem hohen Risi­ko — schließ­lich kann sich in Wachs­tums­jah­ren allein kli­ma­tisch Nega­ti­ves auf das Gin­seng­wachs­tum ein­wir­ken: Des­halb haben Gin­seng-Präpra­te bis heu­te einen rela­tiv hohen Preis.

Bei Gin­seng-Pro­duk­ten, die ent­we­der in Apo­the­ken oder Reform­häu­sern zu haben sind, wird zwi­schen Gin­seng und Rotem Gin­seng (Panax gin­seng C.A. Mey­er) unter­schie­den. Der Rote Gin­seng wird aus hoch­wer­ti­gen Gin­seng-Pflan­zen der Hoch­län­de­rei­en in Asi­en her­ge­stellt. Die rote Far­be erhal­ten die Gin­seng-Wur­zeln durch eine natür­li­che Kon­ser­vie­rung über Was­ser­dampf, wodurch die ent­hal­te­nen Wirk­stof­fe bes­ser erhal­ten blei­ben. Als maß­geb­li­che Wirk­stof­fe wer­den die Gin­seno­si­de-Gehal­te genannt, wel­che neben Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen, Spu­ren­ele­men­ten, Ami­no­säu­ren, äthe­ri­schen Ölen in Gin­seng-Wur­zeln ent­hal­ten sind. Gern wird auch von Viel­stoff-Gemi­schen gespro­chen, die gera­de auch bei Rotem Gin­seng einen brei­tem brei­ten Wirk­stoff-Spek­trum ent­spre­chen, wes­halb man­che auch von einem Uni­ver­sal­mit­tel spre­chen. Es kann bei­spiels­wei­se bei:

* Kon­zen­tra­ti­ons­man­gel *Stress *Erschöp­fung oder Müdig­keit *Abwehr­schwä­che *Potenz­stö­run­gen * Alters­dia­be­tes *Alters­er­schei­nun­gen *Arte­ri­en­ver­kal­kung *Gicht und Rheu­ma * Wech­sel­jahrs­be­schwer­den ein­ge­setzt wer­den.

Yin-Yang-Symbol
Quel­le: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Gmaxwell

Roter Gin­seng hat immun­sti­mu­lie­ren­de, anti­oxi­da­ti­ve Wir­kung und ist “adap­to­gen”. Die­ser Begriff ist im Rah­men der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin (TCM) zu ver­ste­hen. Die TCM ent­wi­ckel­te sich im Ver­lau­fe von zwei Jahr­tau­sen­den und ist reli­gi­ös-phi­lo­so­phisch geprägt. In der Kür­ze kann kei­ne umfas­sen­de Ein­füh­rung in das kom­ple­xe Medi­zin­sys­tem gelie­fert wer­den (sie­he Arti­kel), doch das Yin-Yang-Prin­zip ist mitt­ler­wei­le auch im Wes­ten Vie­len geläu­fig. Es sind die Grund­aspek­te dua­ler Pola­ri­tä­ten wie Licht/Schatten, Tag/Nacht, Wärme/Kälte, die in ste­ti­gem Wan­del zuein­an­der ste­hen. Adap­to­gen bedeu­tet im Yin-Yang-Prin­zip anpas­send bezie­hungs­wei­se aus­glei­chend.

Ist bei­spiels­wei­se ein Mensch auf­grund einer Erkran­kung geschwächt, sorgt Roter Gin­seng durch För­de­rung von Wider­stands­kräf­ten aus­glei­chend und nor­ma­li­sie­rend. Neue­re For­schun­gen haben erge­ben, dass Roter Gin­seng gera­de auch bei chro­ni­schem Erschöp­fungs­syn­drom wie bei Krebs­er­kran­kun­gen häu­fig vor­kom­mend, hilf­reich ist (mehr).

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