Lakritze: Nicht nur zum Naschen geeignet

10. März 2011
Lakritze: Grundstoff Süßholz

Lakrit­ze: Grund­stoff Süß­holz

Lakrit­ze ist in aller Mun­de. Die schwarz­kleb­ri­ge Nasche­rei ist in vie­len For­men und Geschmacks­rich­tun­gen zu haben: Sal­zi­ge Fische, schar­fe Sali­nos, bit­te­re Drops, süße Bär­chen. Grund­la­ge von Lakrit­ze jeder Art ist die Süß­holz­wur­zel (Gly­cyrrhi­za gla­bra). Doch Lakrit­ze ist nicht nur was für Nasch­kat­zen. Es hat auch gesund­heits­för­dern­de Wir­kun­gen.

Lakrit­ze aus der Apo­the­ke hilft bei Katar­rhen der obe­ren Luft­we­ge. So bei­spiels­wei­se bei Schleim­lö­sung und erleich­ter­tem Aus­wurf  bei einer Bron­chi­tis. Oder ech­te Lakrit­ze dient zur unter­stüt­zen­den Behand­lung von krampf­ar­ti­gen Beschwer­den bei Magen­schleim­haut­ent­zün­dun­gen.

Tee-Zube­rei­tung: In einem Topf wer­den 150 Mil­li­li­ter Was­ser gekocht. Hin­ein kommt ein Tee­löf­fel (etwas 2–4 Gramm) Süß­holz­wur­zel (Apo­then­wa­re). Was­ser und Süß­holz­wur­zel wer­den fünf Minu­ten lang sie­dend, das heisst brau­send gekocht. Der Tee wird durch ein Tee­sieb gege­ben, abge­kühlt und wenn nicht anders ver­ord­net vor den Mahl­zei­ten getrun­ken. Der Tee wird drei­mal täg­lich vor den Essen gekocht und getrun­ken.

Soll­ten Magen­schmer­zen oder Bron­chits län­ger andau­ern, ist ein Arzt auf­zu­su­chen!

Wie bei allen hei­pflanz­li­chen Mit­teln sind auch Gegen­an­zei­gen nötig: Süß­holz­wur­zel-Tee oder dick­flüs­si­ger Süß­holz-Extrakt ist nicht geeig­net  bei Leber­er­kran­kun­gen, Blut­hoch­druck, Nie­ren­er­kran­kun­gen. Auch Schwan­ge­re soll­ten kei­nen Süß­holz­tee trin­ken und auch Heiss­hun­ger auf Lakritz-Pro­duk­ten wider­ste­hen.

Unge­schäl­te, getrock­ne­te Süß­holz­wur­zeln wer­den mas­sen­haft in Euro­pa in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie ver­ar­bei­tet. Die Wur­zel stammt meis­tens aus dem Anbau der Stamm­pflan­ze Gly­cyrrhi­za gla­ba. Ange­baut wird in der Tür­kei, Grie­chen­land, Spa­ni­en oder im Irak.  Die Wur­zeln wer­den aus­ge­kocht und zu einem dick­flüs­si­gen Saft ver­ar­bei­tet. Haupt­ab­neh­mer ist die Süß­wa­ren­in­dus­trie, die dar­aus Lakrit­ze oder lakritz­hal­ti­ges Kon­fekt her­stellt. Lakrit­ze wird auch bei der Her­stel­lung von Kau­ta­bak, zum Süßen von Bier wie Por­ter oder Ale ver­ar­bei­tet.

Nicht zuletzt: Die Süß­kraft von Süß­holz ist 50fach stär­ker als die des Zuckers.

Und: Mas­sen­haf­ter Kon­sum von Lakrit­ze kann abfüh­rend wir­ken.

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