Huflattich: Bewährtes Hustenmittel

21. März 2011
Huflattich (Tussilag farfara)

Huf­lat­tich (Tus­si­la­go far­fa­ra)

Huf­lat­tich (Tus­si­la­go far­fa­ra) ist eine der ers­ten Heil­pflan­zen, die sich nach Eis und Frost aus dem Boden traut. Schon im latei­ni­schen Namen ist die Anwen­dung ver­bor­gen:  Huf­lat­tich ist ein alt­be­währ­tes Hus­ten­mit­tel.

Von dem Kraut wer­den Blü­ten und Blät­ter ver­wen­det. Sie ent­hal­ten Bit­ter-, Gerb­stof­fe und bil­den Schleim. Rudolf Fritz Weiß einer der letz­ten gro­ßen deut­schen Phy­to­the­ra­peu­ten emp­fahl in sei­nem Lehr­buch den Huf­lat­tich bei beson­ders hart­nä­cki­gem Hus­ten: Bei chro­ni­scher Bro­ni­tis (auf­grund des Rau­chens) und Sili­ka­to­se (Erkran­kun­gen, die auf­grund von Stäu­ben im Lun­gen­ge­we­be auf­tre­ten wie Asbest, Koh­len­staub, Kao­lin usw.). Men­schen, denen das mor­gent­li­che Hus­ten beson­de­re Schwie­rig­kei­ten berei­tet, kön­nen gleich mor­gens eine frisch auf­ge­brüh­te Tas­se Huf­lat­tich-Tee trin­ken. Weiß emp­fahl zudem das Süßen des Tees mit einem Tee­löf­fel Honig, um die Bit­ter­stof­fe abzu­mil­dern.

Tee-Zube­rei­tung: Ein bis zwei Tee­löf­fel getrock­ne­ten Huf­lat­tich­krauts aus der Apo­the­ke wer­den mit 150 Mil­li­li­ter heis­sem Was­ser über­brüht. 15 Minu­ten abge­deckt ste­hen gelas­sen, abge­seiht und anschlie­ßend warm mit Honig gesüßt getrun­ken.

Der Tee wird mor­gens und abends vor dem Schla­fen gehen frisch berei­tet und getrun­ken.

Es emp­fiehlt sich Apo­the­ken­wa­re zu kau­fen. Sie ent­stammt aus Wild­samm­lun­gen aus Ita­li­en, Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa. Die Trock­nung der Blät­ter erfor­dert Erfah­rung und Geschick. Denn wird die Trock­nung nicht rich­tig durch­ge­führt ver­flie­gen die heil­sa­men Wirk­stof­fe.

Quel­le: Weiß, Rudolf, Fritz: Lehr­buch der Phy­to­the­ra­pie. 7. über­ar­bei­te­te und erwei­ter­te Auf­la­ge. Hip­po­kra­tes Ver­lag 1991, S. 260

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1 Kommentar zu „Huflattich: Bewährtes Hustenmittel“

  1. Thilo sagt:

    wenn die Blät­ter und Blü­ten von die­ser armen Heil­pflan­ze gepflückt wer­den, bleibt davon ja nicht mehr viel übrig!