Ackerschachtelhalm: Gut zu Haut und Haar

27. März 2011
Ackerschachtelhalm im Frühling (Equisetum arvense)

Acker­schach­tel­halm im Früh­ling (Equi­se­tum arven­se)

Acker­schach­tel­halm (Equi­se­tum arven­se) ist ein Dino­sau­ri­er* unter den Heil­pflan­zen. Im Früh­jahr zei­gen sich die uri­gen Stän­gel, die sich spä­ter gefie­dert grün aus­wach­sen. Acker­schach­tel­halm­kraut hat einen beson­ders hohen Kie­sel­säu­re­ge­halt, das zur Kräf­ti­gung und Stär­kung für Haut und Haar ger­ne kos­me­tisch ver­wandt wird.

Aus dem aus­ge­wach­se­nen Kraut, das lan­ge, har­te, stei­fe Stän­gel aus­bil­det, kann gepflückt und zum Bei­spiel als Zusatz zu einem Bad ver­ar­bei­tet wer­den. Es wirkt haut­straf­fend, ver­bes­sert die Haut­elas­ti­zi­tät und soll auch das Bin­de­ge­we­be stär­ken. Wer ein Voll­bad neh­men will, muss ein paar Vor­be­rei­tun­gen tref­fen:

Abko­chung: 100 Gramm Acker­schach­tel­halm-Kraut wird in einem Liter Was­ser auf­ge­kocht. Eine Stun­de lang zie­hen gelas­sen und noch­mals spru­delnd auf­ge­kocht. Anschlie­ßend wird das Kraut abge­seiht und ins Bade­was­ser gege­ben.

Tee für eine Haar­spü­lung: Vier Tee­löf­fel (etwa 4 Gramm) fri­sches Acker­schach­tel­halm-Kraut (am bes­ten in fei­ne Stück­chen zer­klei­nern), mit 300 Mil­li­li­ter (2 gro­ße Tee­tas­se) hei­ßem Was­ser über­brü­hen, 15 Minu­ten lang zie­hen las­sen und absei­hen. Nach der Haar­wä­sche wird der abge­kühl­te Acker­schach­tel­halm-Tee über die Haa­re gegos­sen. Ein­zie­hen las­sen und noch­mals kurz aus­spü­len. Die Spü­lung ver­bes­sert die Haar­struk­tur.

* War­um ein Dino­sau­ri­er? Wis­sen­schaft­ler konn­ten nach­wei­sen, dass Schach­tel­halm-Gewäch­se auch schon vor 300 Mil­lio­nen Jah­ren sub­tro­pi­sche Regio­nen der Erde bewuch­sen. Damals waren die Schach­tel­hal­me gewal­ti­ge Bäu­me mit bis zu 25–30 Metern Höhe. Heu­te gibt es noch 32 Arten von Schach­tel­halm-G

ewäch­sen. Sie wer­den aller­dings nur noch bis zu 50 Zen­ti­me­tern hoch und kom­men an Wie­sen­rän­dern, auf feuch­ten Acker- und Gar­ten­bö­den vor. Von Gärt­nern wird Acker­schach­tel­halm als beson­ders schlim­mes Unkraut bekämpft. Denn die Pflan­ze schafft ein Wur­zel­netz, dass sehr tief rei­chen kann.

Mehr:

Mono­gra­phie

Gly­pho­sat — ein Unkraut­ver­nich­ter

Acker­schach­tel­halm-Jau­che sel­ber­ma­chen

Ackerschachtelhalm-(Zinnkraut)-Wickel nach Maria Tre­ben, Anlei­tung

Schlagworte: , , , , ,


Wenn der Text hilfreich war oder gefallen hat, freue ich mich über Unterstützung.


Auch eine Verlinkung hilft mir sehr! HTML für Text-Link anzeigen HTML für Link mit Heilpflanze.org anzeigen

1 Kommentar zu „Ackerschachtelhalm: Gut zu Haut und Haar“

  1. […] Acker­schach­tel­halm: Gut zu Haut und Haar […]