Löwenzahnblätter: Bitter und gesund

31. März 2011
Löwenzahn-Rosette (Taraxacum officinalis)

Löwen­zahn-Roset­te (Tara­xa­cum offi­ci­na­lis)

Der ers­te Löwen­zahn (Tara­xa­cum offi­ci­na­lis) lässt sich bli­cken. Er ist eines der ers­ten Wild­kräu­ter und ein wich­ti­ges Heil­kraut. Die ent­hal­te­nen Bit­ter­stof­fe sind appe­tit- und ver­dau­ungs­an­re­gend. Außer­dem haben sie harn­trei­ben­de Wir­kung und hel­fen bei Völ­le­ge­fühl und Blä­hun­gen.

Das Bes­te: Löwen­zahn ist eines der weni­gen Heil­kräu­ter, die über­all wach­sen. Prak­tisch ist es sogar so, dass Löwen­zahn auf den über­düng­ten Fel­dern Deutsch­lands wegen der inten­siv betrie­be­nen Land­wirt­schaft als ein­zi­ges Heil­kraut über­lebt. Sei­ne gel­ben Blü­ten strah­len über­all und wei­sen auf die vita­le, unka­putt­mach­ba­re Pflan­ze hin. Beim Sam­meln von Löwen­zahn­blät­tern ist vor allem der Stand­ort wich­tig: Nicht auf Wegen sam­meln, wo Bau­ern gera­de gedüngt oder ihre Pes­ti­zi­de abge­la­den haben. Auch viel belau­fe­ne (Hun­de-) Wege sind nicht geeig­net. Zum Sam­meln eig­nen sich abge­le­ge­ne Gebie­te oder der eige­ne Gar­ten, wenn dort auch nicht gedüngt wird.

Im Früh­jahr sind die Löwen­zahn­blät­ter beson­ders zart. Die kleins­ten haben außer­dem noch nicht so vie­le Bit­ter­stof­fe ange­sam­melt. Für den Salat und zum erst­ma­li­gen Pro­bie­ren von Löwen­zahn emp­fiehlt es sich ohne­hin nur jun­ge Blät­ter zu ver­wen­den. Es gilt: Je älter, grö­ßer und gezahn­ter die Blät­ter, um so bit­te­rer.

Die gesam­mel­ten Blät­ter wer­den gut gewa­schen, sie kön­nen ganz oder zer­klei­nert in den Salat gege­ben wer­den. Es eig­net sich auch Toma­ten­sa­lat mit jun­gen Löwen­zahn­blät­tern, fri­scher Eis­berg­sa­lat bekommt eine pep­pi­ge urwüchi­ge Note durch die Bit­ter­stof­fe. Mög­lich sind vie­le Salat­va­ri­an­ten. Wer pro­bie­ren will, wird zunächst weni­ge Löwen­zahn­blät­ter neh­men und­dann spä­ter — wenn die Geschmacks­no­te gefällt — mehr ein­set­zen.

Rezep­te:

Löwen­zahn­sa­lat;

Löwen­zahn­sa­lat mit Min­ze-Honig-Sau­ce;

Löwen­zahn-Gän­se­blu­men-Salat

Im Früh­ling wer­den Bit­ter­stof­fe ger­ne zur Blut­rei­ni­gung und zur Stei­ge­rung des Wohl­be­fin­dens ein­ge­setzt. Mit Löwen­zahn ist dies gewähr­leis­tet.

Früh­jahrs­kur: 2–3 Mal in der Woche einen bit­te­ren Löwen­zahn-Salat essen. Bil­li­ger und gesün­der ist der Ein­stieg in den Früh­ling nicht mög­lich!

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