Lorbeer: Ausgezeichnetes Gewürz

24. April 2014
Dm Sieger einen Lorbeerkranz

Dem Sie­ger einen Lor­beer­kranz

Dem Sie­ger der Pythi­schen Spie­le in Delphi/ Grie­chen­land wur­de ein Lor­beer­kranz auf den Kopf gesetzt. Jahr­hun­der­te spä­ter über­nah­men die Römer die­se Ges­te und bekränz­ten ihre sieg­rei­chen Feld­her­ren wäh­rend der Trimph­zü­ge zum Zei­chen beson­de­rer Wert­schät­zung. Der gol­de­ne obi­ge Lor­beer­kranz ist die “Krö­nung” eines Denk­mals im Ber­li­ner Tier­gar­ten. Geehrt wer­den die größ­ten Musi­ker Deutsch­lands: Mozart, Hay­den, Beet­ho­ven, Bach. Das Denk­mal steht am Kopf­en­de des Gold­fisch­tei­ches nahe der Stra­ße des 17. Juni, etwa gegen­über des Sowje­ti­schen Ehren­mals.

Lorbeerblätter

Lor­beer­blät­ter

Die meis­ten Men­schen ken­nen Lor­beer als Gewürz. Wer aller­dings ein­mal ver­se­hent­lich auf ein Lor­beer­blatt gebis­sen hat, wird den medi­zi­na­len Geschmack nicht ver­ges­sen. Die Bit­ter­mit­tel (Ama­rum) des Lor­beers irri­tie­ren die Geschmacks­ner­ven der­ar­tig, dass der Appe­tit sofort ver­flo­gen ist. Um sol­che Geschmacks­sen­sa­tio­nen zu ver­mei­den, wird Lor­beer vor dem Essen immer ent­fernt. In gerin­ger Kon­zen­tra­ti­on sor­gen die Bit­ter­mit­tel des Gewür­zes für eine Stei­ge­rung der Magen­saft- und Spei­chel­ab­son­de­rung. Lor­beer ist des­halb als appe­tit­an­re­gen­de, aro­ma­ti­sche Ver­dau­ungs­hil­fe in der tra­di­tio­nel­len Küche beliebt. Das Gewürz fin­det bei Sup­pen-, Fleisch-, Wild- und Fisch­ge­rich­ten oder kräf­ti­gen Sau­cen Ver­wen­dung. Unver­zicht­bar ist Lor­beer bei Ein­ge­leg­tem wie Sauer­kraut, Gur­ken oder Herin­gen oder bei man­chen Mari­na­den und Bei­zen, bei denen Lor­beer durch sei­ne typi­sche Wür­ze wie­der­erkenn­bar ist. Neben der Anre­gung der Ver­dau­ungs­saft-Pro­duk­ti­on sind die Wirk­stof­fe der Lor­beer­blät­ter blä­hungs­lö­send und ent­schla­ckend.

Lorbeerstrauch braucht sonnige, warme Standorte

Lor­beer­strauch braucht son­ni­ge, war­me Stand­or­te

Der immer­grü­ne, üppi­ge Lor­beer­baum begeis­tert sowohl Gar­ten- als auch Bal­kon­be­sit­zer und fin­det als Kübel­pflan­ze über­all einen Platz. Natür­lich gewach­sen hat er eine buschi­ge Form, wird jedoch auch ger­ne kugel- oder pyra­mi­den­för­mig zurecht­ge­stutzt. Der deko­ra­ti­ve Baum gedeiht am bes­ten in locke­rer, durch­läs­si­ger Erde. Als ech­ter Süd­län­der mag er am liebs­ten einen son­ni­gen Stand­ort, kommt aber auch mit Halb­schat­ten zurecht. Sei­ne schö­nen Blät­ter erhal­ten ihren Glanz, wenn sie regel­mäs­sig mit einem fei­nen Strah­ler abge­sprüht wer­den. Außer­dem hält die­se Dusche Blatt- und Schild­läu­se fern, für die der Baum bei Behand­lungs­feh­lern anfäl­lig ist: Zum Bei­spiel dür­fen die Wur­zel­bal­len nicht aus­trock­nen, aber auch nicht zu nass wer­den. Zwar über­steht die Pflan­ze kurz­fris­tig Frost bis zu minus 10 Grad, soll­te jedoch vor­sichts­hal­ber vor dem Win­ter in einen hel­len bis zu 5 Grad war­men Raum oder Win­ter­gar­ten unter­ge­bracht wer­den. Bei guter Behand­lung kön­nen Lor­beer­bäu­me alt wer­den. Sei­ne Blät­ter wer­den dann nicht nur als fri­sches Gewürz die­nen, son­dern als duf­ten­de Bei­ga­be in Blu­men­sträus­sen oder als Tisch­de­ko­ra­ti­on Freu­de berei­ten.

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