Schöllkraut: Bei Warzen oder Hühneraugen

13. August 2011
Schöllkraut (Chelidonium majus)

Schöll­kraut (Che­l­i­do­ni­um majus)

Das Schöll­kraut (Che­l­i­do­ni­um majus): Ihr Ein­satz gegen War­zen hat ihr den his­to­risch begrün­de­ten Namen “War­zen­kraut” ein­ge­bracht.

Das Schöll­kraut ent­hält einen dick­flüs­si­gen, gel­ben Saft der trop­fen­ar­tig aus­tritt, wenn ein Sten­gel oder ein Blatt des Krau­tes abge­knipst wird. Die­ser fri­sche, gel­be Saft wird gleich vor Ort auf die War­zen oder Hüh­ner­au­gen auf­ge­stri­chen. Bei einer War­zen­kur ist Geduld ange­sagt, weil die Behand­lung Wochen dau­ern kann. Außer­dem sind ein paar Schöll­kraut­pflan­zen in der Nähe nötig. Denn die War­zen oder Hüh­ner­au­gen müs­sen mor­gens und abends mit fri­schem Saft bestri­chen wer­den. Der inten­siv gel­be Saft färbt natür­lich auch die War­zen — was an der Hand für einen län­ge­re Zeit unan­ge­nehm sein oder wir­ken kann. Die Schöll­kraut-War­zen-Behand­lung ist nicht unum­strit­ten — aber es gibt ver­schie­de­ne Kräu­ter­kun­di­ge, die dar­auf schwö­ren.

Das Schöll­kraut wächst eigent­lich über­all, an Haus­wän­den oder Gar­ten­zäu­nen. An Wald­rän­dern oder Wegen. Die gel­ben Blü­ten sind weit­hin sicht­bar, die Blät­ter sind weich, jun­ge Sten­gel pusche­lig behaart.

Schöllkraut im Garten

Schöll­kraut im Gar­ten

Wer schon sämt­li­che Ver­su­che mit hin­ter sich hat mit Ver­ei­sungs- oder Säu­re­be­hand­lun­gen wie irgend­wel­chen Auf­weich­the­ra­pi­en gegen die War­zen hin­ter sich hat, und das Schöll­kraut wegen sei­ner auf­fäl­li­gen Far­be nicht aus­pro­bie­ren möch­te, kann was Unge­wöhn­li­ches aus­pro­bie­ren:

Ein ein­fa­ches Kle­be­band ent­we­der durch­sich­tig oder in die­sem brau­nen Farb­ton fest um den War­zen-Fin­ger oder die betrof­fe­nen Zehen wickeln. Das Kle­be­band soll­te auch an den Füßen min­des­tens ein­mal täg­lich gewech­selt wer­den. Von ein­hun­dert Pati­en­ten, bei denen das aus­pro­biert wur­de, funk­tio­nier­te es immer­hin bei 85! Und: Auch hier­zu gehört Geduld, denn War­zen sind Viren, um ihnen den Gar­aus zu berei­ten, kann eine Behand­lung bis zu zwei Mona­ten dau­ern. Natur­heil­kund­ler sehen in War­zen­bil­dung eine Form der Immun­schwä­che, wes­halb sie zusätz­lich immun­sti­mu­lie­ren­de Sub­stan­zen empfleh­len.

Quel­le: Rosen­berg, D.: Scotch tape: unsu­spec­ted wart tre­at­ment. Arch Pediatr. 2003: Feb: 10 (2): 190

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