Tee (grün): Zubereitung im Wandel der Zeiten

26. September 2015
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Grü­ner Tee wird immer wie­der auf­ge­brüht.

Grü­ner Tee ist das Natio­nal­ge­tränk der Chi­ne­sen. Auch wenn sich die Gewohn­hei­ten der größ­ten Bevöl­ke­rung der Erde ver­west­li­chen mögen und vor allem Jugend­li­che ger­ne Soft­ge­trän­ke kon­su­mie­ren. Grü­ner Tee wird in Asi­en über­all ange­bo­ten. Prak­tisch: Ein hohes Glas ver­schließ­bar mit einem Schraub­ver­schluss bekommt mor­gens ein paar grü­ne Tee­blät­ter, die dann wäh­rend des Tages immer wie­der über­brüht wer­den bis zum Abend. Zuletzt hat der Tee nur noch eine leich­te, grün­li­che Anmu­tung.

Es braucht also nicht für jede Tas­se neue Blät­ter. Das ist zu scha­de, denn rich­tig guter, grü­ner Tee ist teu­er. Außer­dem ist die zwei­te oder drit­te Brü­hung sowie­so erst die Rich­ti­ge.

Tee­pflan­zen wuch­sen in Süd­chi­na und waren seit dem Alter­tum bekannt. Tee war Medi­zin mit hoch­ge­schätz­ten Eigen­schaf­ten: Mat­tig­keit lin­dern, Wil­len stär­ken, die Seh­kraft wie­der­ge­ben. Tee wur­de auch äußer­lich z.B. als Pas­ten gegen Rheu­ma ange­wandt.

Die Form der Tee­zu­be­rei­tung wan­del­te sich im Lau­fe der Jahr­hun­der­te. Zuerst gab es eine Art Tee­ku­chen (gedämpf­te Tee­blät­ter mit Reis, Ing­wer, Salz, wei­te­ren Gewür­zen, Milch). In der Tang-Zeit (618–907) wur­de Tee gekocht (mit Salz), in der Song-Zeit (960‑1279) kam pul­ve­ri­sier­ter Tee auf. Die­se Tee­zu­be­rei­tung wird heu­te noch in der Tee­ze­re­mo­nie in Japan ver­wen­det. Seit der Ming-Zeit (1368–1644) wird Tee über­brüht. Die­se Zube­rei­tungs­art lern­ten die Euro­ä­pä­er ken­nen und brach­ten sie in ihre Hei­mat­län­der.

Dort wur­de der Tee, je nach Lan­des­ei­gen­art ver­än­dert: Eng­län­der trin­ken bekannt­lich ihren Tee stark und schwarz und mil­dern ihn wie­der mit Milch und Zucker ab. In asia­ti­schen Län­dern wird eher grü­ner Tee geschätzt. Es gibt mitt­ler­wei­le ver­schie­dens­te schwar­ze oder grü­ne Tee­sor­ten, die in Far­be, Geschmack und Cha­rak­ter, je nach den Anbau­ge­bie­ten vari­ie­ren. Die anre­gen­de Wir­kung des Tees ist mil­der als beim Kaf­fee und nicht so durch­schla­gend — denn Kaf­fee hat auch eine abfüh­ren­de Wir­kung. Eigent­lich kann die Mensch­heit in Kaf­fee- und Tee­trin­ker geteilt wer­den — genau­so wie ein­deu­ti­ge Vor­lie­ben der Men­schen ent­we­der für Hun­de oder Kat­zen bestehen.

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