Wilde Möhre: Hilfe zur Zentrierung des Selbst

10. August 2015
Die Wilde Möhre mit ihrer besonderen Fruchtbildung.

Die Wil­de Möh­re mit ihrer beson­de­ren Frucht­bil­dung.

Die Wil­de Möh­re (Dacus Caro­ta) ist für mich eine beson­de­re Heil­pflan­ze. All­jähr­lich im August fällt sie mir durch ihre Erschei­nung auf. Nach der Blü­te bil­det die Dol­den­blüt­le­rin ihre Früch­te aus — wie alle Pflan­zen. Doch sie schützt sie in beson­de­rer Wei­se: Die ein­zel­nen Dol­den sind zusam­men­ge­zo­gen, geballt, zen­triert, zusam­men­ge­fasst. Und jede ein­zel­ne Frucht trägt zudem ein sta­che­li­ges “Kleid”.

Langsame Entfaltung: Von unten fotografiert.

Lang­sa­me Ent­fal­tung: Von unten foto­gra­fiert.

Erst dann, wenn die Früch­te aus­ge­bil­det sind, ent­fal­tet sich das schein­bar kom­pli­zier­te Geflecht ganz leicht und bil­det die typi­sche Form aller Dol­den­blüt­ler. Die Fami­lie der Dol­den­blüt­ler ist groß, schwie­rig ist die ein­wand­freie Zuord­nung wäh­rend der Blü­te­zeit. Doch kei­ne ande­re Dol­den­blüt­ler­art schützt ihre Früch­te wie die Wil­de Möh­re, wes­halb sie in die­ser Pha­se leicht ein­zu­ord­nen ist.

Wilde Möhre im Hintergrund die typische Blüte der Doldenblütler.

Wil­de Möh­re im Hin­ter­grund die typi­sche Blü­te der Dol­den­blüt­ler.

Das Schwei­zer Ehe­paar Dr. Roger Kal­ber­mat­ten und Hil­de­gard Kal­ber­mat­ten, die sich laut eige­nen Anga­ben auf ihrer Web­site der “wesens­ge­rech­ten Ver­ar­bei­tung von Arznei­pflan­zen zu Urtink­tu­ren” ver­schrie­ben haben, gaben im AT-Ver­lag ein Buch zu “Pflanz­li­chen Urtink­tu­ren” her­aus. Das Buch ist emp­feh­lens­wert, weil es auf ganz ande­re Wei­se Betrach­tun­gen zu Heil­pflan­zen dar­stellt, wie sonst üblich. Basie­rend auf der Signa­tu­ren­leh­re gehen die Kal­ber­mat­tens eige­nen Erfah­run­gen, Betrach­tun­gen nach. Das Ehe­paar betreibt ein Unter­neh­men, dass aus­ge­wähl­te Urtink­tu­ren und eini­ge Kom­plex­mit­tel her­stellt. In ihrem Port­fo­lio haben sie einen “Wil­de-Möh­re-Kom­plex”. Zum Wesen der Wil­den Möh­re schrei­ben sie in dem obig genann­ten Buch unter ande­rem:

Die heu­ti­ge Zeit ist gekenn­zeich­net durch eine kaum zu bewäl­ti­gen­de Viel­falt und Kom­ple­xi­tät von Ein­flüs­sen, die auf den Men­schen ein­wir­ken und sei­ne Auf­merk­sam­keit erfordern.…Bewußtseinskräfte wer­den zer­streut und geschwächt.…

Der Wil­de-Möh­ren-Kom­plex hat als Anwen­dungs­ge­biet Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Antriebs­schwä­che, man­geln­de Reak­ti­ons­be­reit­schaft, Depres­si­on.” [1]

Quel­le:

[1] Kal­ber­mat­ten R, Kal­ber­mat­ten H: Pflanz­li­che Urtink­tu­ren. Wesen und Anwen­dung. AT Ver­lag, Baden, 2005, S.72.

Mehr:

Dau­cus Caro­ta — viel mehr als nur eine Möh­re

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Dau­cus Caro­ta in “Lie­bes­mit­tel”

 

 

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