Heilpflanzen im Naturgarten des Ökowerks Berlin e.V.

6. August 2015
Naturgarten vom Feinsten

Natur­gar­ten vom Feins­ten

Wer sich für Natur­gär­ten inter­es­siert, fin­det im Öko­werk Ber­lin e.V., Gru­ne­wald nahe des Teu­fel­sees, einen vom Feins­ten. Es macht immer wie­der Spaß, dort das Wachs­tum der Pflan­zen im Ver­lau­fe der Jah­res­zei­ten mit­zu­ver­fol­gen. Ein klei­ner Spa­zier­gang durch den üppi­gen, tier- und pflan­zen­freund­li­chen Natur­gar­ten.

Alles findet seinen Platz

Alles fin­det sei­nen Platz

Der ein­deu­ti­ge Unter­schied zu übli­chen Gär­ten: Die Üppig­keit. Die Wege sind von den sich bie­gen­den Pflan­zen in ihrer Blü­ten­pracht oder sich vor­be­rei­ten­den Früch­te­ent­wick­lung kaum zu sehen. Klar, dass hier weder Pflan­zen­gif­te aus­ge­legt oder Kunst­dün­ger ver­wen­det wer­den. Auf­grund der Arten­viel­falt bei Flo­ra und Fau­na fal­len z.B. auch gefrä­ßi­ge Schne­cken nicht auf. Es gibt genü­gend Arten, die sie kon­trol­lie­ren. So sind die Schne­cken also Teil der Gar­ten­kul­tur, genau­so wie die Eidech­sen oder die unglaub­li­che Viel­falt an Insek­ten und sons­ti­ge Kleinst­le­be­we­sen. Für ihren Unter­schlupf und Fort­pflan­zung sor­gen ver­schie­dens­te Tot­holz­he­cken, Stein­mau­ern, gepfloch­te­ne Zäu­ne.

Totholzmauer für Insekten und Kleinstlebewesen

Tot­holz­mau­er für Insek­ten und Kleinst­le­be­we­sen

In den Tot­holz­he­cken leben bei­spiels­wei­se die hüb­schen Brand­mäu­se mit ihrem kleid­sa­men schwar­zen Strei­fen auf dem Rücken. Sie huschen auch zwi­schen den Bee­ten und sind gar nicht scheu. Auch die Eidech­sen, die sich auf den Tro­cken­mau­ern aalen, sind Besu­cher offen­sicht­lich gewohnt.

Kräuterspirale

Kräu­ter­spi­ra­le

Kein Natur­gar­ten ohne Teich oder Kräu­ter­spi­ra­le. Die Kräu­ter­spi­ra­le ist mitt­ler­wei­le so über­wucht­ert mit Heil­pflan­zen, dass sie kaum noch sicht­bar ist. Sie wird bewach­sen vom Johan­nis­kraut, dass sich hier erstaun­lich lan­ge gehal­ten hat, Sal­bei oder blü­hen­dem Thy­mi­an.

Baldrian, Wermut-

Bal­dri­an, Wer­mut-

Gepfloch­te­ne Weg­um­ran­dun­gen oder ein Hoch­beet sor­gen für opti­ma­le Mikro­kli­mas, die den vie­len Pflan­zen Schutz und die rich­ti­gen näh­ren­den Unter­grün­de lie­fern. Über­all summt und brummt es von ver­schie­dens­ten Bie­nen­ar­ten. Ob groß oder klein, sie sind ganz geschäf­tig und haben hier kei­ner­lei Ernäh­rungs­pro­ble­me. Sel­ber dicht bestäubt brum­men sie von Blü­te zu Blü­te. Bal­dri­an, Mal­ven, ein über zwei Meter hoher Wer­mut — alle blü­hen und duf­ten um die Wet­te.

Lehmwand mit Löchern für Insektenwohnungen

Lehm­wand mit Löchern für Wild­bie­nen

Eine Arbeits­grup­pe des Öko­werks arbei­tet offen­sicht­lich mit Lehm. Die “Öko­lau­be” besteht aus die­sem Mate­ri­al wie auch eine Lehm­wand mit Löchern für Wild­bie­nen.

Der Teich: Rückzugsort für Frösche

Der Teich: Rück­zugs­ort für Frö­sche

Das Natur­schutz­zen­trum Öko­werk Ber­lin e.V. ist 30 Jah­re alt. Es hat ver­schie­de­ne tor­bu­len­te Pha­sen hin­ter sich und ist mitt­ler­wei­le zu einem eta­blier­ten Zen­trum für Umwelt­bil­dung und Natur­schutz gewor­den. Erwach­se­nen­bil­dung, Umwelt­bil­dung für Schul­klas­sen wer­den bei­spiels­wei­se ange­bo­ten oder das gan­ze Jahr hin­weg inter­es­san­te Ver­an­stal­tun­gen, Füh­run­gen, Work­shops, Vor­trä­ge.

Trockenmauern

schon bewach­se­ne Tro­cken­mau­ern

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Tro­cken­mau­ern unter­schied­lichs­ter Art

Bis zu 60.000 Besu­cher kom­men all­jähr­lich vor­bei. Das ältes­te Was­ser­werk Ber­lins ist Zen­trum des Gelän­des mit sei­nen Back­stein­ge­bäu­den (Füh­run­gen durch Maschi­nen­haus, Ries­ler­ge­bäu­de etc) des 19. Jahr­hun­derts. Rund um das Gelän­de befin­den sich dann Streu­obst­wie­sen, Tei­che, ver­schie­dens­te Gär­ten mit Bie­nen­zucht oder Lehm­back­ofen. Die vie­le Arbeit wird neben Ange­stell­ten vor allem auch durch bis zu 70 ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­te­rin­nen geleis­tet (sie­he Repor­ta­ge Natur­gar­ten). Der Ver­ein benö­tigt für sei­ne Arbeit, auf­grund der ver­schie­de­nens­ten Her­aus­for­de­run­gen (Qua­li­tät Ber­li­ner Luft, schwin­den­de Arten­viel­falt, Gefähr­dung der Natur durch Aus­bau städ­ti­scher Infra­struk­tu­ren) finan­zi­el­le und auch wei­ter­hin idel­le Unter­stüt­zung (wei­te­re Infos unter www.oekowerk.de).

Kunstvolles Totholz

Kunst­vol­les Tot­holz

Für Tou­ris­ten, die gera­de in Ber­lin wei­len, bie­tet ein Besuch des Öko­werks eine klei­ne Erho­lungs­pau­se vom Pflas­ter­tre­ten. Im Gru­ne­wald gele­gen (trotz­dem gut erreich­bar) bie­tet außer­dem der nahe Teu­fels­see Abküh­lung und Gele­gen­hei­ten zum Schwim­men. Auch ein Besuch der “Düne” (Sand­gru­be im Jagen 86, ehe­ma­li­ge Kies­gru­be, jetzt 13 Hekt­ar gro­ßes Natur­schutz­ge­biet) ist beson­ders für die Klei­nen att­ak­tiv. Soviel Platz zum Bud­deln gibt es sonst nir­gends.

Mehr:

Thy­mi­an: Heil­tee und Zusatz für Voll­bad

Johan­nis­kraut: Vor­sicht bei Ein­nah­me ande­rer Medi­ka­men­te

Bal­dri­an: Wohl­fühl­bad aus Wur­zel-Sud

 

 

 

 

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