Blutweiderich: Die unbekannte Heilpflanze

5. Oktober 2010
Blutweiderich (Lythum salicaria)

Blut­wei­de­rich (Lythum sali­ca­ria)

Blut­wei­de­rich (Lythum sali­ca­ria) ist über­all zuhau­se und häu­fig anzu­tref­fen. Selbst dem Herbst scheint die unbe­kann­te Heil­pflan­ze trot­zig ihre wun­der­schö­nen Blü­ten noch ent­ge­gen zu stre­cken. Sie erhielt ihren Namen, weil unse­re Vor­fah­ren beob­ach­te­ten, dass ihre Blü­ten blut­stil­len­de Wir­kung haben. Die Blü­ten wur­den vom Juli bis Sep­tem­ber gepflückt und im Schat­ten scho­nend getrock­net. Danach staub­frei, tro­cken und geschützt vor Licht auf­be­wahrt. Die getrock­ne­ten Blü­ten wur­den und kön­nen auch immer noch zur Stil­lung von  Zahn­fleisch­blu­tun­gen, bei Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den oder Ekze­men ein­ge­setzt wer­den.

Wer das Kraut ger­ne ver­wen­den möch­te, könn­te Schwie­rig­kei­ten bekom­men. Denn das frü­he­re “Wund­kraut” wird heu­te wenig genutzt, die Blü­ten als Tro­cken­wa­re sel­ten ange­bo­ten. Die Pflan­ze hat stark zusam­men­zie­hen­de Wir­kung, die auf ihren Gerb­stof­fen beru­hen. Sie hat außer­dem anti­mi­kro­bi­el­le Eigen­schaf­ten im Darm­trakt. Bei Leib­schmer­zen und Durch­fäl­len kann Tee hel­fen:

Tee­zu­be­rei­tung: Eine Hand­voll getrock­ne­ter Blut­wei­de­rich­blü­ten­blät­ter wer­den mit einem Liter kochen­dem Was­ser über­gos­sen. 30 Minu­ten abge­deckt zie­hen gelas­sen, danach abge­seiht. Bei Durch­fall und Leib­schmer­zen wer­den vier bis fünf Tas­sen täg­li­ches Tee trin­ken emp­foh­len. (Klar ist, dass län­ger anhal­ten­den oder sogar stär­ker wer­den­den Bauch­schmer­zen wie Durch­fall, ein Arzt auf­zu­su­chen ist!). Bei Zahn­fleisch­blu­ten: Täg­lich meh­re­re Male mit dem Blut­wei­de­rich­tee gur­geln.

Für die äußer­li­che Anwen­dung für Waschun­gen, Umschlä­ge, Kom­pres­sen zum Bei­spiel bei unrei­ner Haut: Zwei Hän­de­voll getrock­ne­ter Blü­ten wer­den mit Was­ser bedeckt, bei leich­ter Hit­ze 20 Minu­ten lang gekö­chelt. Danach abge­seiht. Abküh­len las­sen. Zum Bei­spiel ein wenig in ein Schäl­chen fül­len, ein sau­be­res Lei­nen­tuch ein­tau­chen und die unrei­ne Haut betup­fen. Der Rest kann in ein sau­be­res Fläsch­chen gegos­sen wer­den und gehört in den Kühl­schrank. Bei jeder Ver­wen­dung ein sau­be­res Schäl­chen und fri­sches Lei­nen­tuch ver­wen­den. Das selbst gemach­te Haut­to­ni­kum soll­te jede Woche neu gekocht wer­den.

Bei gro­ßem Bedarf an Blut­wei­de­rich­blü­ten bleibt viel­leicht nur, den nächs­ten Som­mer abzu­war­ten, um einen eige­nen Blü­ten­vor­rat anzu­le­gen.

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