Eisen­hut, blau­er: Wich­ti­ges, homöo­pa­thi­sches Akut­mit­tel

Blauer Eisenhut oder Sturmhut
Blau­er Eisen­hut oder Sturm­hut

Der blaue Eisen­hut (Aco­ni­tum napel­lus) oder Sturm­hut ist ein wich­ti­ges, homöo­pa­thi­sches Akut­mit­tel. Alle Tei­le die­ser Heil­pflan­ze sind sehr gif­tig, wes­halb sie auch nur in homöo­pa­thi­schen Dosen ver­ab­reicht wer­den kann. Und selbst in der Homöo­pa­thie wird von tie­fe­ren Poten­zen ab D6 oder D3 drin­gend abge­ra­ten. Den­noch: Eisen­hut ist ein höchst wirk­sa­mes Akut­mit­tel.

Bei natur­heil­kund­li­chen Zahn­ärz­ten wird Aco­ni­tum bei Pati­en­ten ein­ge­setzt, die wäh­rend einer zahn­ärzt­li­chen Behand­lung Kreis­lauf­pro­ble­me bekom­men oder einen Kreis­lauf­kol­laps erlei­den. Auch sehr ängst­li­che oder schreck­haf­te Pati­en­ten kön­nen von Aco­nitim-Glo­bo­li pro­fi­tie­ren, die vor zahn­ärzt­li­chen Behand­lun­gen ein­ge­nom­men wer­den.

Das Akut­mit­tel Aco­ni­tum kann eben­so gut bei der Erst­ver­sor­ung von Unfäl­len oder dra­ma­ti­schen Ereig­nis­sen hel­fen — nicht nur den Unfall­op­fern bei­spiels­wei­se, son­dern auch den Augen­zeu­gen [1]. Letz­te­ren hilft eine Gabe von Aco­ni­tum C200 bei der Bewäl­ti­gung des trau­ma­ti­schen Mit­er­le­bens.

In der “homöo­pa­thi­schen Haus­apo­the­ke” [1] gehört Aco­ni­tum zu den wich­ti­gen Arz­nei­mit­teln:

Aco­ni­tum ist im Anfangs­sta­di­um bei vie­len Infek­ti­ons­krank­hei­ten und stür­misch auf­tre­ten­den Beschwer­den ange­zeigt, die ohne Vor­war­nung auf­tre­ten und durch tro­cke­ne, kal­te Win­de (Ost­wind, sel­ten auch durch hei­ßes Wet­ter) oder nach see­li­schem Schock bezie­hungs­wei­se Schreck aus­ge­löst wer­den. Alle Sym­pto­me sind beglei­tet von gro­ßer Unru­he, extre­mer Angst oder Furcht und dadurch beding­te Schlaf­stö­run­gen.

Aco­ni­tum ist ein soge­nann­tes Poly­ch­rest. Das bedeu­tet in der Homöo­pa­thie, dass es sich um ein Mit­tel mit einem sehr brei­ten Wirk­spek­trum han­delt. Eine Aus­wahl der Behand­lungs­mög­lich­kei­ten mit Aco­ni­tum:

Angi­na pec­to­ris, Asth­ma bron­chia­le, aku­te Fie­ber­zu­stän­de, Gas­tri­tis, Grip­pe, Neur­al­gien, Panik­zu­stän­de, Pneu­mo­nie, Pseu­do­krupp, Tachy­kar­die.

[1] Schu­le, R: Aco­ni­tum: Ers­te Hil­fe bei Zahn­schmer­zen und ande­ren plötz­li­chen Erkran­kun­gen. In: zaen­ma­ga­zin 6. Jahr­gang 1/2014, S. 11.

[2] Hadul­la, MM, Richer O: Unse­re homöo­pa­thi­sche Apo­the­ke. Stau­fen-Phar­ma, Göp­pin­gen, 2002.

Mehr:

Eisen­hut Mono­gra­phie

Arz­nei­pflan­zen­blät­ter des Kai­ser­li­chen Gesund­heits­am­tes: Nr. 19 Eisen­hut

Homöo­pa­thie bei Erkäl­tung III

Aco­ni­tum L. bota­ni­sche Beschrei­bung

 

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