Weg­war­ten­wur­zel zur bes­se­ren Verdauung

Wegwarte
Weg­war­te

Die Weg­war­te (Cicho­ri­um inty­bus) ist eine wun­der­schö­ne Heil­pflan­ze. Sie blüht zur Zeit an vie­len Wegen und weist Men­schen den Weg. Es gibt vie­le Mär­chen, Sagen über sie, auch Zau­ber­kräf­te wer­den ihr zuge­spro­chen. Die Weg­war­te gilt als Blaue Blu­me der Roman­tik [1]. Die Weg­war­ten­wur­zeln ent­hal­ten Bit­ter­stof­fe, die bei Appe­tit­lo­sig­keit oder bei Ver­dau­ungs­be­schwer­den im Ober­bauch ein­ge­setzt werden.

Wenn nach Johan­ni der Son­nen­lauf den höchs­ten Stand durch­lau­fen hat, blüht die Weg­war­te. Wie vie­le Heil­pflan­zen mag sie mage­re Böden, ist an Weg­rän­dern, auf Ödland oder Schot­ter­we­gen anzu­tref­fen. Die Blü­ten sind sehr emp­find­lich, für Blu­men­sträu­ße nicht geeig­net, weil sie sofort ver­wel­ken. Außer­dem blü­hen sie nur ein paar Stun­den. Doch ent­wi­ckelt die Heil­pflan­ze vie­le Blü­ten, so dass der Ein­druck des andau­ern­den Blü­hens entsteht.

Junge Wegwarten-Blätter ähneln dem Löwenzahn
Jun­ge Weg­war­ten-Blät­ter ähneln dem Löwenzahn

Die jun­ge, ein­jäh­ri­ge Weg­war­te ent­wi­ckelt zunächst Blät­ter, die dem des Löwen­zahns zum Ver­wech­seln ähn­lich sehen. Erst im zwei­ten Jahr bil­det die “wil­de Zicho­rie”, wie sie häu­fig genannt wird, ihre wah­re Gestalt aus: Sie wird bis zu einem Meter hoch und hat fes­te und zähe Stän­gel. Sie macht einen “spar­ri­gen” Ein­druck. Ihre Blät­ter sind nur in ihrer Blatt­ro­set­te groß, ent­lang der Stän­gel eher unauf­fäl­lig. Die Knos­pen sit­zen meist unge­stielt an den Stän­geln. Hät­te die Heil­pflan­ze nicht ihre wun­der­schö­nen Blü­ten, wür­de sie kaum Beach­tung fin­den. Doch neben dem jahr­hun­der­te­lan­gen Gebrauch als Schutz- und Zau­ber­pflan­ze, sind bis heu­te ihre heil­pflanz­li­chen Eigen­schaf­ten geschätzt.

Die Weg­war­te ent­hält Bit­ter­stof­fe und Cicho­ri­um­säu­re. Ihre Wur­zeln ent­hal­ten außer­dem Inu­lin (sie­he Weg­war­ten­wur­zel-Inu­lin). Sie ist wegen ihrer Bit­ter­stof­fe ein Ama­rum — also eine Bit­ter­stoff­dro­ge. Ein­ge­setzt wer­den getrock­ne­te Weg­war­ten­wur­zeln z.B. als Tee.

Weg­war­ten­wur­zel-Tee Rezept: 2–4 Gramm Weg­war­ten­wur­zel in 250 Mil­li­li­ter kal­tem Was­ser ver­set­zen, auf­ko­chen, bei­sei­te stel­len und 10 Minu­ten zie­hen las­sen. Danach absei­hen und warm trin­ken [2]

Wer Bit­ter­keit nicht mag, kann auf Weg­war­ten­wur­zel-Inu­lin zurück­grei­fen: Das fei­ne, wei­ße Pul­ver schmeckt süß­lich und ent­hält vie­le Bal­last­stof­fe. Es regu­liert die Darm­tä­tig­keit, d.h. Weg­war­ten­wur­zel-Inu­lin gibt den Darm­bak­te­ri­en genau das Fut­ter, wel­ches die­se benö­ti­gen, um den Darm auf Trab zu brin­gen (sie­he Über­sichts­ar­ti­kel: Darm­ge­sund­heit: Super­or­ga­nis­mus Mensch). Es ist auch zur Behe­bung von Ver­stop­fung geeig­net [3].

Quel­len:

[1] Flo­ra­glück und die Blaue Blu­me der Romantik

[2] Hager Rom 2006. Sprin­ger, Uni Würz­burg, 2006.

[3] Weg­war­ten­wur­zel-Inu­lin Floraglück

Mehr:

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