Gänsefingerkraut: Bei Durchfall oder Regelbeschwerden

19. Mai 2012
Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)

Gän­se­fin­ger­kraut (Poten­til­la anse­ri­na)

Das Gän­se­fin­ger­kraut (Poten­til­la anse­ri­na) ist unver­wech­sel­bar: Die Blät­ter sind tief gesägt und haben auf der Unter­sei­te eine weiss­li­che Behaa­rung. Das Heil­kraut wird ein­ge­setzt als Tee zur Behand­lung von leich­ten Durch­fall­erkran­kun­gen oder zur Schmerz­lin­de­rung bei Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den.

Da das Gän­se­fin­ger­kraut einen hohen Gerb­säu­re­an­teil hat, wirkt es stark zusam­men­zie­hend (adstrin­gie­rend). Des­halb kann die Heil­pflan­ze auch bei leich­ten Ent­zün­dun­gen im Mund- und Rachen­raum zum Spü­len und Gur­geln ver­wen­det wer­den.

Tee­re­zept: Zwei Tee­löf­fel vol­ler getrock­ne­tem Gän­se­fin­ger­kraut wer­den in eine Tas­se gege­ben und mit heis­sem Was­ser über­brüht. Die Tas­se wird abge­deckt und 15 Minu­ten ste­hen gelas­sen. Dann wird das Heil­kraut abge­seiht. Der Tee wird lau­warm schluck­wei­se getrun­ken bei Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den. Der Tee kann bei star­ken Beschwer­den häu­fi­ger auf­ge­brüht und getrun­ken wer­den. Das glei­che gilt bei Durch­fall. Soll­te der Durch­fall aller­dings län­ger als zwei Tage anhal­ten, soll­te ein Arzt auf­ge­sucht wer­den.

Der Tee kann wie beschrie­ben auch dafür ver­wen­det wer­den, Mund­spü­lun­gen zu machen. Dabei wird ein gro­ßer Schluck genom­men und zunächst ein­mal ordent­lich gegur­gelt. Danach wird der Tee im Mund ordent­lich durch die Zäh­ne gedrückt. Aus­spu­cken. Meh­re­re Male wie­der­ho­len.

Das Heil­kraut blüht von Mai bis Sep­tem­ber. Das Gän­se­fin­ger­kraut wird zur Blü­te­zeit gesam­melt und getrock­net. Da das Heil­kraut häu­fig vor­kommt, ist das sel­ber Sam­meln kein Pro­blem. Aller­dings soll­te das Trock­nen schnell pas­sie­ren bei einer Tro­cken­tem­pe­ra­tur unter 40 Grad.  Wer anfängt, kann im Hoch­som­mer am bes­ten ers­te Trock­nungs­er­fah­run­gen machen. Dann wird das Gän­se­fin­ger­kraut mor­gens gesam­melt, danach auf Lei­nen­tü­chern im Schat­ten von Bäu­men getrock­net (nicht in die direk­te Son­ne). Im Hoch­som­mer ist das schnel­le Durch­trock­nen des Krauts kein Pro­blem. Aller­dings muss es zum Abend hin, wenn es feucht wird wie­der rein­ge­holt wer­den. Ein tro­cke­ner und sau­be­rer Dach­bo­den erleich­tert das Trock­nen, weil dann das Raus­le­gen und Her­ein­ho­len des Krauts ent­fällt. Es ist tro­cken, wenn es zwi­schen den Fin­gern tro­cken zer­fällt und wird in sau­be­re, tro­cke­ne  Glä­ser gefüllt.

Mehr:

Mono­gra­phie Gän­se­fin­ger­kraut

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