Gingko: Zur Durchblutungsförderung

20. Oktober 2009
Gingko bilobae folium

Ging­ko bilo­bae foli­um

Im Okto­ber fär­ben sich die Blät­ter des Ging­ko-Bau­mes in ein wun­der­schö­nes Gelb. Die meist schlan­ken, kegel­för­mi­gen Bäu­me sind nicht zu über­se­hen. Unsi­cher­hei­ten bei der Bestim­mung des Bau­mes gibt es nicht, denn die fächer­ar­ti­ge Blatt­form ist unver­kenn­bar. Sei­ne Ein­zig­ar­tig­keit beschäf­tig­te auch den Dich­ter Johann Wolf­gang von Goe­the, der ihm sogar ein Gedicht wid­me­te.

Der Ging­ko-Baum stammt ursprüng­lich aus Chi­na. Das Land ist bis heu­te Haupt­lie­fe­rant der Blät­ter, die grün geern­tet, zu Extrak­ten ver­ar­bei­te­tet wer­den. Sie fin­den Ver­wen­dung in der Kos­me­tik als Haar­pfle­ge­pro­duk­te oder als apo­the­ken­pflich­ti­ge Prä­pa­ra­te gegen Gedächt­nis­stö­run­gen. Ging­ko-Wirk­stof­fe sol­len die Fliess­fä­hig­keit des Blu­tes ver­bes­sern sowie die Mikro­zir­ku­la­ti­on in den Blut­ge­fä­ßen. Zahl­rei­che Phar­ma­fir­men wer­ben damit, dass die regel­mäs­si­ge Ein­nah­me der apo­the­ken­pflich­ti­gen Prä­pa­ra­te bei der Lern- und Gedächt­nis­fä­hig­keit hel­fen sol­len. Aller­dings: Ler­nen ist eine Fähig­keit, die er- und auch wie­der ver­lern­bar ist. Lern­fä­hig­keit wird nicht nur durch Ein­nah­me von Medi­ka­men­ten ver­bes­sert, son­dern ist vor allem eine akti­ve, bewuss­te Tätig­keit. Sie wird höchs­tens durch durch­blu­tungs­för­dern­de Prä­pa­ra­te unter­stützt. Die Eng­län­der sagen ger­ne “use it or lose it”, was soviel heisst “nut­ze oder ver­lie­re es”. Des­halb ist für Men­schen wich­tig, die sich aus dem Berufs­le­ben her­aus­zie­hen und ins oft lang­ersehn­te Rent­ner­da­sein über­ge­hen, sich neue (auch geis­ti­ge) Her­aus­for­de­run­gen zu suchen: Dazu gehört also eine täg­li­che aus­dau­ern­de, leicht anstren­gen­de kör­per­li­che Betä­ti­gung (jeden Tag min­des­tens eine hal­be Stun­de) und geis­ti­ge, täg­li­che Her­aus­for­de­run­gen: Rät­sel raten, Zei­tungs­le­sen, inter­es­sier­te Teil­nah­me an poli­ti­schem, kul­tu­rel­lem Leben kön­nen hilf­reich und för­der­lich sein, um geis­tig fit und beweg­lich zu blei­ben. Nur eine bewuss­te Akti­vi­tät und täg­li­che Anstren­gung hilft zum Bei­spiel gegen Gedächt­nis­ver­lust, eher weni­ger das Ein­wer­fen von Tablet­ten.

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