Heilpflanzen-Räucherungen

28. Februar 2013

Räuch­er­ke­gel

Ver­schie­de­ne Heil­pflan­zen sind Grund­la­ge für Räu­che­run­gen. Sie wer­den getrock­net, gepresst und fin­den sich als Räu­cher­stäb­chen oder -Kegeln wie­der. Getrock­ne­te Heil­pflan­zen kön­nen jedoch auch in ihren losen Bestand­tei­len geräu­chert wer­den, so als Wur­zeln, Blät­ter, Zwei­gen oder Samen.

Das Räu­chern — also Abbren­nen von getrock­ne­ten Heil­pflan­zen ist uralt und seit jeher Bestand­teil von Ritua­len. Durch das Abbren­nen, dem Ent­ste­hen des Rau­ches mit wohl­rie­chen­den Stof­fen wird eine Ver­bin­dung der dies­sei­ti­gen zur jen­sei­ti­gen Welt der Ahnen und Göt­ter her­ge­stellt. Die Gebe­te, Für­bit­ten der Men­schen kön­nen dann leich­ter ver­nom­men wer­den. Räu­che­run­gen wur­den und wer­den heu­te noch zur ritu­el­len Rei­ni­gung ver­wen­det. Die Befreiung/ Rei­ni­gung von alten (nega­ti­ven) Ener­gi­en von Räu­men, Gebäu­den, Men­schen steht im Vor­der­grund. Bei scha­ma­ni­schen Heil­ri­ten sind Räu­che­run­gen Bestand­teil, um z.B.  Men­schen von Geis­tern und deren unlieb­sa­men Ein­flüs­sen zu befrei­en. Denn lang­fris­ti­ge, nega­ti­ve Ein­flüs­se kön­nen in der Ent­ste­hung von Krank­hei­ten enden.

Es gibt sehr vie­le Heil­pflan­zen, die Ver­wen­dung fin­den. Wer sich für die heil­sa­men Mög­lich­kei­ten des Räu­chers inter­es­siert, kann sich in bestehen­de, umfang­rei­che Lite­ra­tur ein­le­sen. Eine der welt­weit wich­tigs­ten Räu­cher-Heil­pflan­ze ist Bei­fuss. In der chi­ne­si­schen tra­di­tio­nel­len Medi­zin (TCM) wer­den fest gepress­te, klei­ne Bei­fuss­ke­geln (Moxa­ke­gel) auf bereits gesto­che­ne Aku­punk­tur­na­deln oder auf eine Ing­werschei­be (direkt auf die Haut und Aku­punk­tur­punk­te) gesetzt und ange­zün­det. Die Moxa­ke­gel glim­men dann lang­sam her­un­ter und erzeu­gen zusätz­li­che „Hit­ze“ — Qi wird „auf­ge­füllt“.

Moxa-Kegeln in einer Hand­flä­che

Nach dem glei­chen Prin­zip funk­tio­nie­ren klei­ne Moxa-Kegel in der korea­ni­schen Aku­pres­sur. Auf klei­ne Papier-Metall-Plätt­chen wer­den Moxa-Kegeln auf Aku­pres­sur­punk­te gesetzt und abge­brannt. Die Hit­ze wirkt auf die Aku­pres­sur­punk­te und füllt die­se “mit Hit­ze und Ener­gie” auf. Wich­tig: Auch klei­ne Aku­punk­tur­ke­geln dür­fen nie­mals direkt auf die Haut gesetzt wer­den — es kann zu Ver­bren­nun­gen kom­men.

Mehr:

Tra­di­tio­nel­le Chi­ne­si­sche Medi­zin — auch mehr zum Begriff Qi

Bei­fuss — das Kraut der Magi­er und Scha­ma­ne

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