Datteln: Manna der Wüste

21. Februar 2013

Dat­tel­pal­me — es gibt 80 ver­schie­de­ne Arten

Auf den Reli­ef­bil­dern Baby­lo­ni­ens wird kei­ne Pflan­ze so häu­fig abge­bil­det, wie die Dat­tel­pal­me. Ihr wur­de aller­größ­te Wert­schät­zung ent­ge­gen gebracht. Kein Wun­der, denn die Dat­tel­pal­me wird 100prozentig wirt­schaft­lich genutzt. Auch heu­te noch.

Fri­sche Dat­teln

Das Holz wird zum Bau­en oder als Feu­er­holz ver­wen­det, die Blät­ter zum Decken von Dächern oder zum Flech­ten von Kör­ben. Die Früch­te sind Nah­rungs- oder Arz­nei­mit­tel. Im Papy­rus Ebers sind eine gan­ze Rei­he von medi­zi­ni­schen Rezep­tu­ren nach­zu­le­sen wie zum Bei­spiel zer­drück­te Dat­teln in gesüß­ter Milch als Hus­ten­mit­tel. Denn die Dat­teln ent­hal­ten Schleim­stof­fe, so dass sie bei ver­schie­de­nen Arten von Lun­gen- oder Atem­er­kran­kun­gen in Kräu­ter­tees oder mit sons­ti­gen Zusät­zen ver­ord­net wur­den. Dat­tel­pal­men waren eben­so Lie­fe­rant für einen belieb­ten Palm­wein. Dazu zapf­ten die Ägyp­ter schon lan­ge vor Chris­ti Geburt alten Dat­tel­pal­men ihren Saft ab. Die­ser ver­gor sofort und wur­de als Rausch­mit­tel,  als Aphro­di­sia­kum oder als Zusatz für einen ritu­el­len Zau­ber­tank genutzt.

Ver­schie­de­ne Dat­tel­sor­ten

Die Früch­te der Dat­tel­pal­men sind läng­lich rund, oli­ven- oder eichel­ähn­lich. Wenn sie frisch sind, haben sie eine kräf­tig gel­be Far­be und süßes, saf­ti­ges Fleisch. Dat­teln sind in Marok­ko nach wie vor ein wich­ti­ges Wirt­schafts­gut. Ein gro­ßer Teil der frisch geern­te­ten Dat­tel­trau­ben wer­den in der Son­ne getrock­net — dann erhal­ten sie eine brau­ne Far­be. Sie wer­den auf den Märk­ten Marok­kos je nach Qua­li­tät ent­we­der in Säcken oder in Papp­kar­tons ver­kauft.

Dat­teln in Säcken

Die getrock­ne­ten Dat­teln soll­ten inner­halb von 14 Tagen geges­sen wer­den. Sie sind sehr süß wie nahr­haft. Frü­her wur­den sie gedämpft, gekocht oder auch zu Brot ver­ar­bei­tet. Auch heu­te sind sie noch Bestand­teil der mar­ro­ka­ni­schen Küche. Doch der größ­te Teil wird eher als Nasche­rei , zum Bei­spiel als Des­sert oder Kuchen gereicht.

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