Heilsames Tausendgüldenkraut

22. August 2010
Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea)

Tau­send­gül­den­kraut (Cen­tau­ri­um ery­thraea)

Das wun­der­schö­ne Tau­send­gül­den­kraut (Cen­tau­ri­um ery­thraea) ist nicht zum Selbst­sam­meln geeig­net. Das Heil­kraut steht auf der “Roten Lis­te” der geschütz­ten Pflan­zen. Des­halb: Nur bewun­dern, nicht pflü­cken! Das Tau­send­gül­den­kraut wird in Kul­tu­ren ange­pflanzt, damit Apo­the­ker es in getrock­ne­ter Form oder als Extrak­te ver­kau­fen kön­nen. Die Heil­wir­kun­gen des Tau­send­gül­den­krauts: Die Bit­ter­stof­fe der getrock­ne­ten Blät­ter wie Blü­ten wir­ken appe­tit­an­re­gend, bei Krämp­fen des Magens und des Darms (Blä­hun­gen).

Tee-Zube­rei­tung: Einen Tee­löf­fel voll (1,8 Gramm) getro­cke­tes Tau­send­gül­den­kraut wird mit 150 Mil­li­li­ter (mitt­le­re Tee­tas­se) kochen­dem Was­ser über­gos­sen. Nach fünf­zehn Minu­ten wird der Tee durch ein Tee­sieb gegos­sen. Er wird stets frisch etwa eine Stun­de vor den Mahl­zei­ten auf­ge­brüht und dann nach Abküh­lung lau­warm getrun­ken.

Wie alle bit­te­ren Tees wirkt auch das Tau­send­gül­den­kraut anre­gend auf das Ver­dau­ungs­sys­tem. Doch bit­ter ist nicht immer gleich bit­ter. In der Ver­wen­dung von Heil­pflan­zen-Tees gibt es geschmack­li­che Unter­schie­de, die Berück­sich­ti­gung fin­den soll­ten. Wer also die Bit­ter­keit des Tau­send­gül­den­krauts nicht mag, kommt viel­leicht mit den Bit­ter­stof­fen des Wer­muts, der Weg­war­te oder des Bei­fus­ses bes­ser zurecht. Aus­pro­bie­ren geht hier­bei über das Stu­die­ren. Zuerst kann also jeweils 20 Gramm von den aus­ge­wähl­ten Heil­tees in der Apo­the­ke gekauft, auf­ge­brüht und pro­biert wer­den.

Eine wei­te­re Mög­lich­keit besteht dar­in, Bota­ni­sche Gär­ten zu besu­chen und sich die enst­spre­chen­den Heil­pflan­zen ein­mal anzu­schau­en. Heil­pflan­zen spre­chen näm­lich durch  ihre Gestalt, die Form der Blü­ten, ihres Geru­ches zu den Men­schen. So kön­nen per­sön­li­che Bezie­hun­gen zu einer Heil­pflan­ze ent­ste­hen: Man­che füh­len sich zum hüb­schen Tau­send­gül­den­kraut mit ihrer Zart­heit und den rosa Blü­ten hin­ge­zo­gen. Ande­re wie­der­um schät­zen die gefie­der­te Robust­heit des Wer­muts. Geduld ist natür­lich gefragt, denn die Heil­pflan­zen wach­sen nicht zu allen Jah­res­zei­ten im Bota­ni­schen Gar­ten. Eini­ge Heil­pflan­zen machen es einem nicht leicht, sie ken­nen zu ler­nen. Das Tau­send­gül­den­kraut bei­spiels­wei­se wächst häu­fig nur im Ver­bor­ge­nen.

Nicht zuletzt kann es hilf­reich sein, beim Trin­ken des Heil­tees an die Pflan­ze zu den­ken. Das hilft der eige­ne See­le, denn schließ­lich ist sie an der Gesun­dung eben­falls betei­ligt.

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