Fenchelfrüchte: Milde Verdauungshilfe

31. August 2010
Fenchelfrüchte (Foeniculum vulgaris)

Fen­chel­früch­te (Foe­ni­cu­lum vul­ga­ris)

Ern­te­zeit für Fen­chel­früch­te (Foe­ni­cu­lum vul­ga­re): Die Dol­den wer­den nun vor­sich­tig abge­schnit­ten, auf Zei­tungs­pa­pier aus­ge­brei­tet und getrock­net. Wenn sie wirk­lich tro­cken sind, las­sen sie sich leicht von den Dol­den abschla­gen oder fal­len schon von allei­ne ab. Danach kom­men die aro­ma­ti­schen Frücht­chen der Halt­bar­keit wegen immer in dunk­le Glä­ser. Sie fin­den viel­sei­ti­ge Ver­ar­bei­tung in der Küche: Als Gewürz zum Wür­zen von Fleisch, zum Ein­ma­chen von Gur­ken und Sauer­kraut, zum Brot­ba­cken oder bei der Käse­her­stel­lung. Beliebt sind Fen­chel­früch­te wegen ihrer mil­den, ver­dau­ungs­för­dern­den Wir­kung.

Fen­chel­früch­te lie­fern auch einen ange­neh­men Ver­dau­ungs- Tee. Er kommt bei Magen­schmer­zen* oder -Krämp­fen, bei Bauch­schmer­zen oder Blä­hun­gen zum Ein­satz. Um die heil­wirk­sa­men Öle aus den Früch­ten her­aus­zu­ho­len, müs­sen sie vor jedem Tee auf­brü­hen ange­sto­ßen, das heisst zer­stört wer­den. Dazu wird ein Tee­löf­fel Fen­chel­früch­te in einen Mör­ser gege­ben und zer­stö­ßelt.  Wer kei­nen Mör­ser hat, kann sie auch in einer Tas­se zum Bei­spiel mit einer Kuchen­rol­le bear­bei­ten. Danach wer­den die zer­sto­ße­nen Früch­te in einer Tas­se mit 150 Mil­li­li­ter hei­ßem Was­ser über­brüht. Eine vier­tel Stun­de abge­deckt ste­hen gelas­sen, damit die Wirk­stof­fe ins Was­ser über­ge­hen kön­nen, zuletzt abge­seiht. Nach jeder Mahl­zeit wird eine Tas­se lau­warm getrun­ken.

Auch Säug­lin­ge bekom­men den Tee gegen Blä­hun­gen oder zur Beru­hi­gung bei Durch­fäl­len oder ande­ren Darm­be­schwer­den. Wegen sei­nes mil­den ange­neh­men Geschmacks akzep­tie­ren ihn Kin­der gern. Auch für Kin­der mit Ess-Pro­ble­men ist Fen­chel­tee geeig­net: Sie kön­nen täg­lich eine Tas­se mit einem Tee­löf­fel Honig zur Appe­tit­an­re­gung zum Trin­ken bekom­men. Der Tee soll­te immer frisch auf­ge­brüht und den Kin­dern nur lau­warm ange­bo­ten wer­den.

Fen­chel­tee ist auch als Milch­bil­dungs­tee gekannt: Zwei mal täg­lich einen Ess­löf­fel auf 150 Mil­li­li­ter — die glei­che Zube­rei­tung wie oben.

* Bei län­ger anhal­ten­den Magen­schmer­zen soll­te ein Arzt auf­ge­sucht und die mög­li­chen Ursa­chen abge­klärt wer­den.

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Mono­gra­phie

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Fen­chel: Mil­de Ver­dau­ungs­hil­fe

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