Hopfen: Macht starke Männer schwach

14. September 2010
Hopfenzapfen (Lupuli strobuli)

Hop­fen­zap­fen (Lupu­li stro­bu­li)

Äußer­lich unschein­bar, doch mit star­ken Inhalts­stof­fen: Hop­fen­zap­fen. Hop­fen (Humu­lus lupu­lus) ent­hält eine hohe Men­ge an pflanz­li­chen Hor­mo­nen (Phy­to­ös­tro­ge­nen). Zu sehen ist die Wir­kung die­ser Stof­fe bei Män­nern, die das Bier trin­ken lie­ben. Sie bekom­men einen Brust­an­satz und tra­gen oft­mals wie Schwan­ge­re einen dicken Bauch vor sich her. Kurz: Die Män­ner ver­weib­li­chen durch regel­mäs­si­gen Bier­kon­sum. Übri­gens: Auch wenn die­se Her­ren an ihrem Stamm­ti­schen noch so sehr mit ihren sexu­el­len Akti­vi­tä­ten prah­len, tat­säch­lich wer­den ihre Ehe­frau­en dies völ­lig anders beur­tei­len. Denn in ihren Ehe­bet­ten  fin­det kaum noch etwas statt. Bier ist näm­lich ein ech­tes Ana­phro­di­sia­kum, das heisst ein Hemm­stoff sexu­el­ler Lust.

Hop­fen ent­wi­ckelt männ­li­che und weib­li­che Pflan­zen (zwei­häu­sig). Für die Hop­fen­ge­win­nung sind jedoch aus­schließ­lich die weib­li­chen Hop­fen­zap­fen von Inter­es­se. Ihre Hop­fen­drü­sen ent­hal­ten Hop­fen­bit­ter­stof­fe, die dem Bier sei­nen typi­schen Geschmack und Wür­ze ver­lei­hen. Heut­zu­ta­ge wer­den 99 Pro­zent der Hopfen­ern­ten von Braue­rei­en ver­ar­bei­tet. Wäh­rend frü­her wil­des Getrei­de gemischt mit Was­ser auch als Nah­rung­mit­tel gedient haben soll, gilt moder­nes Bier als rei­nes Genuss­mit­tel.

Wegen der Getrei­de­grund­la­ge ent­hält Bier noch eine Viel­zahl gesund­heits­för­dern­der Sub­stan­zen. Wie zum Bei­spiel ver­schie­de­ne Mine­ra­li­en, Eiweis­se, Poly­phe­no­le oder Vit­ami­ne, dar­un­ter beson­ders Fol­säu­re. Doch Bier des­halb zum Nah­rungs­mit­tel zu erhe­ben wäre falsch. Denn moder­ne Bie­re ent­hal­ten vier bis sie­ben Pro­zent Alko­hol, maches Stark­bier acht bis 9 Pro­zent (frü­her nur 2–4 Pro­zent). Para­cel­sus wür­de sagen: “Die Dosis machts”. Der Genuss von meh­re­ren Bie­ren täg­lich ist wegen des Alko­hols auf Dau­er leber­schä­di­gend. Gegen ein gele­gent­li­ches frisch gezapf­tes Bier lässt sich über­haupt nichts ein­wen­den. Im Gegen­teil: Es ent­spannt und beru­higt.

Nur ein Pro­zent der Hop­fen­zap­fen wer­den zu medi­zi­ni­schen Zwe­cken ver­wen­det. Zum Bei­spiel als Teil einer Aro­ma­the­ra­pie:

Eine alte, erfolg­rei­che Metho­de gegen Schlaf­stö­run­gen ist eine Aro­ma­the­ra­pie-Anwen­dung. Dazu wer­den etwa 500 Gramm fri­sche Hop­fen­zap­fen in ein Baum­woll- oder Lei­nen­kis­sen gefüllt. Das Kis­sen wird ent­we­der unter oder in der Nähe des Kopf­kis­sens gelegt. Durch die Kör­per­wär­me wer­den äthe­ri­sche Öle des Hop­fens frei­ge­setzt. Die Anwen­dung ist für Erwach­se­ne, Säug­lin­ge und Klein­kin­der geeig­net. Der Duft lässt einen leich­ter und völ­lig neben­wir­kungs­frei in den Schlaf glei­ten. Die Fül­lung des Hop­fen­kis­sens soll­te etwa jedes hal­be Jahr erneu­ert wer­den.

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4 Kommentare zu „Hopfen: Macht starke Männer schwach“

  1. MM sagt:

    Hal­lo,

    also der ange­ge­be­ne Alko­hol­ge­halt von Bier ist tota­ler Unsinn — 10 bis 14 % ist star­ker Wein. Bei 16 % sind wir bei Liko­er!!!!!
    Bier hat um die 5%, Stark­bier 7!

    Wie­so schreibt jemand irgend etwas ohne sich zu infor­mie­ren? Ich tip­pe auf gewoll­te Fehl­in­for­ma­ti­on — LASST DAS BITTE — ist hoch­gra­dig unan­sta­en­dig!

  2. Marion Kaden sagt:

    hal­lo MM, stimmt! Ich habe das geän­dert. Das war kei­ne gewoll­te Fehl­in­for­ma­ti­on, son­dern ein­fach falsch gele­sen. Sowas kann mal pas­sie­ren.

  3. Rise sagt:

    Es gibt aller­dings auch Bier (Faxe, ele­phant extra strong etc) die 10 oder mehr Pro­zent haben. Sowas kann in der Tat mal vor­kom­men Mm

  4. Marion Kaden sagt:

    es geht ja nicht um den Alko­hol­ge­halt, son­dern um den Hop­fen­ge­halt. Hop­fen ist der Wirk­stoff, das Phy­to­hor­mon, der Män­ner schwach macht, der Alko­hol­ge­halt ist eine ande­re Geschich­te.