Ing­wer: Für “inne­re Hit­ze” und bei Halsschmerzen

Ingwerwurzel: Zinigberis rhizoma
Ing­wer­wur­zel: Zinig­be­ris rhizoma

Die Ing­wer­wur­zel (Zinig­be­ris rhi­zo­ma) heizt ein. Die Schär­fe der belieb­ten, tro­pi­schen Heil­pflan­ze sorgt für woh­li­ge, inne­re Wär­me. Die Schär­fe sitzt im soge­nann­ten Rhi­zom, in der Wur­zel­knol­le der Ing­wer­pflan­ze (Zinig­be­ris offi­ci­a­le). Sie ist bei uns über­all im Han­del kos­ten­güns­tig zu haben. Wer sie noch bil­li­ger kau­fen möch­te, geht in einen der vie­len Asi­en­su­per­märk­te, die in den Groß­städ­ten zahl­reich ver­tre­ten sind. Dort ist die Wur­zel­knol­le Mas­sen­wa­re und zeigt den Stel­len­wert, den Ing­wer in asia­ti­schen Län­dern hat: Ganz gleich ob in Chi­na, Viet­nam, Indi­en — Ing­wer ist dort nicht nur nur Gewürz, son­dern unver­zicht­bar als Heil­pflan­ze zur Vor­beu­gung oder auch als Mit­tel gegen ver­schie­dens­te Krankheiten.

In Deutsch­land kön­nen wir gegen­wär­tig Mit­tel zum Ein­hei­zen gut gebrau­chen: Laut Wet­ter­be­richt, bleibt uns die Käl­te­wel­le mit ihren tie­fen Minus­gra­den wei­ter­hin erhal­ten. Da kann fri­scher Ing­wer­tee Abhil­fe schaffen.

 

Ingweroberflächen: Knolle-Scheiben-Raspeln

Rezept: Für eine Tas­se Ing­wer­tee wird etwa ein Zen­ti­me­ter von einer fri­schen Ing­wer­knol­le benö­tigt. Sie wird geschält und ent­we­der in Schei­ben oder mit der Gemü­se­ras­pel in fei­ne Strei­fen geschnit­ten.  Die Ing­wer-Schei­ben oder ‑Ras­pel kom­men dann in eine Tas­se und wer­den mit heis­sem Was­ser über­brüht. Das Was­ser färbt sich leicht gelb­lich. Der Ing­wer kann ger­ne in der Tas­se blei­ben und ver­trägt noch einen zwei­ten und sogar einen drit­ten Auf­guss mit neu­em, heis­sem Was­ser. Mit jedem Auf­guss ver­liert der Ing­wer sei­ne Schär­fe. Wer es wei­ter­hin schön scharf haben möch­te, wird mit jedem Auf­guss den alten Ing­wer weg­wer­fen und neu­en schnei­den. Volks­heil­kund­lich wird Ing­wer gegen Hals­schmer­zen oder Hus­ten ver­wen­det (4–5 mal täg­lich Ing­wer­tee trinken).

Mer­ke: Je grö­ßer die Ober­flä­che (Geras­pel­tes hat eine grö­ße­re Ober­flä­che als Schei­ben), des­to schär­fer und gelb­li­cher wird das Was­ser. Mit der Art, wie die Wur­zel ver­wen­det wird, kann also die Schär­fe bestimmt wer­den. Die größ­te Ober­flä­che ergibt sich, wenn die Ing­wer­wur­zel ähn­lich dem Knob­lauch durch eine Knob­lauch­pres­se gedrückt wird. Dann kom­men auch fei­ne Ing­wer­stück­chen in den Mund — nicht jedem ist das ange­nehm. Und: Die Schär­fe kann natür­lich auch über die Men­ge regu­liert wer­den. Zwei oder drei Zen­ti­me­ter von der Wur­zel geben mehr Schär­fe ab als nur ein Zen­ti­me­ter — logisch.

 

Ingwertee: Hier Scheiben

Tipp: Wer Ing­wer noch nicht kennt, wird zunächst eine klei­ne Men­ge neh­men und dann je nach Geschmack mehr Ing­wer nehmen.

Zusatz­in­fos: Ganz im Sin­ne der tra­di­tio­nel­len chi­ne­si­schen Medi­zin mit ihrem YIN-YANG-PRINZIP reprä­sen­tiert Ing­wer Yang. Yang steht das männ­li­che Prin­zip. Ihm wird neben vie­lem ande­ren der Pla­net Son­ne und das Ele­ment Feu­er zuge­ord­net. In der Geschmacks­welt ent­spricht Schär­fe dem Yang und damit ist die Pflan­ze geeig­net um Yin, das weib­li­che Prin­zip aus­zu­glei­chen. Yin steht für das weib­li­che Prin­zip, der Pla­net ist der Mond, Ele­ment das Was­ser. Da zur Zeit mit der Käl­te, das Yin in der Umwelt vor­herrscht, sor­gen Chi­ne­sen und alle Völ­ker, die von ihnen kul­tu­rell beein­flusst wur­den, für einen Yang-Aus­gleich. Bei der­ar­tig eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren von Minus 20 Grad sorgt Ing­wer vor­beu­gend vor, um kei­ne Erkäl­tung zu bekom­men. In vie­len asia­ti­schen Restau­rants wer­den also fri­sche Ing­wer­tees angeboten.

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