Küchenkräuter selber trocknen

1. August 2012
Küchenkräuter auf dem Wochenmarkt

Küchen­kräu­ter auf dem Wochen­markt

Im Som­mer wer­den zum Bei­spiel auf Wochen­märk­ten wun­der­ba­re Küchen­kräu­ter ver­kauft. Wenn die­se von regio­na­len Anbie­tern stam­men, haben sie oft eine her­vor­ra­gen­de Qua­li­tät. Die­se Küchen­kräu­ter eig­nen sich zum Sel­ber­trock­nen. Damit kann bil­lig und leicht ein wun­der­ba­rer Win­ter­vor­rat ange­legt wer­den.

von links: Salbei, Thymian, Majoran

von links: Sal­bei, Thy­mi­an, Majo­ran

Majo­ran, Thy­mi­an, Ore­ga­no, Sal­bei, Dill sind meis­tens schon gebün­delt. Eine klei­ne Schnup­per­pro­be lohnt sich: Rie­chen die Kräu­ter frisch und ver­strö­men kräf­ti­ge, aro­ma­ti­sche Düf­te, sind sie genau rich­tig. Die Bün­del wer­den nicht gewa­schen! Sie wer­den auf tro­cke­ne oder schlech­te Blät­ter hin über­prüft. Sel­bi­ge wer­den raus­ge­zupft. Die Kräu­ter­bün­de wer­den ein wenig aus­ein­an­der gezo­gen, mit einem Bänd­chen ver­se­hen und auf­ge­hängt.

Kräuter trocknen zuhause

Kräu­ter trock­nen zuhau­se

Wich­tig ist ein war­mer, gut durch­lüf­te­ter Raum. Hier bei­spiels­wei­se wur­den die Kräu­ter an einem Bügel befes­tigt und an einem Regal im Ess­zim­mer auf­ge­hängt. Die Kräu­ter müs­sen lang­sam bei einer durch­schnitt­li­chen Raum­tem­pe­ra­tur von 15–30 Grad trock­nen. Nie­mals in die Son­ne hän­gen! Das hat mit scho­nen­dem Trock­nen nichts zu tun. Die äthe­ri­schen Öle wür­den kaputt gehen und damit gin­ge auch die wesent­li­che Würz­kraft ver­lo­ren.

Getrock­ne­ter Majoran/Thymian

Nach etwa zwei bis spä­tes­tens drei Wochen sind die Kräu­ter durch­ge­trock­net. Die Blät­ter las­sen sich knis­ternd zer­rei­ben. Beim Majo­ran und Thmy­ian wer­den die Blätt­chen und Blü­ten von den Stän­geln gezo­gen. Das geht ganz leicht. Sind die Blü­ten zu dick, kön­nen sie noch ein wenig mit den Fin­gern (die Hän­de sind natür­lich vor­her gründ­lich gewa­schen wor­den, aber das ist ja selbst­ver­ständ­lich, gell?) zer­klei­nert. Zuletzt wer­den die Majoran­blät­ter und -Blü­ten in ein dunk­les Glas gefüllt. Noch ein klei­nes Schild­chen mit zum Bei­spiel “Majo­ran/Thy­mi­an-Mix” drauf — fer­tig. Bei den dunk­len Glä­sern lässt sich von außen nicht erken­nen, was in den Glä­sern ist, des­halb die Beschrif­tung.

Getrock­ne­ter Sal­bei

Auch die getrock­ne­ten Sal­bei-Blät­ter las­sen sich leicht von den Stän­geln zie­hen. Auch sie wer­den anschlie­ßend immer wie­der ordent­lich mit den Fin­gern zer­rie­ben, bis sie rela­tiv fein sind. Beim Rei­ben ver­strömt kräf­ti­ger Sal­bei-Geruch. Auch die Fin­ger füh­len sich anschlie­ßend leicht ölig an. Dar­an zeigt sich gute Kräu­ter­qua­li­tät: Die Sal­bei­blät­ter ent­hal­ten vie­le äthe­ri­sche Öle, die sich dann auch füh­len las­sen. Sal­bei neh­me ich in ein Extra-Glas, weil das Kraut einen rela­tiv star­ken eige­nen Geschmack hat (gut für die Weih­nachts­gans). Ohne­hin neh­me ich Sal­bei lie­ber zur Tee-Zube­rei­tung für Herbst und Win­ter. Dann wenn Hals­schmer­zen mit einem Sal­bei-Sud und Gur­geln besei­tigt wer­den kön­nen. Hier­mit habe ich eine gute Por­ti­on. Das Gute: Ich weiss, dass die­se Mischung frisch und ölhal­tig und damit wirk­sam ist.

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