Papain aus Melonenbaumfrüchten

17. Mai 2015
Papayabaum - Melonenbaum auf Teneriffa

Papaya­baum — Melo­nen­baum auf Tene­rif­fa

Melo­nen­bäu­me (Cari­cae papa­yae) wie die­ser wach­sen auf den Cana­ri­schen Inseln, wie schon der bota­ni­sche Name ver­rät. Die­sen habe ich auf Tene­rif­fa ent­deckt. Dort wach­sen vie­le Melo­nen­bäu­me in den Gär­ten. Wie die Tiner­fe­nos an die Melo­nen des rela­tiv hoch wach­sen­den Bau­mes gelan­gen, ist mir ein Rät­sel geblie­ben. Die Melo­nen­baum­früch­te ent­hal­ten Papain (Papainum cru­dum).

Die Melo­nen­früch­te — oder Papa­yas, beson­ders die die dort in der Son­ne rei­fen dür­fen schme­cken süß und saf­tig und haben dabei ihren eige­nen, typi­schen Geschmack. Unrei­fe Papa­yas — sie stam­men ursprüng­lich aus dem tro­pi­schen Mit­tel­ame­ri­ka und gelang­ten von dort mit den Spa­ni­ern auf die Kana­ren — wer­den auch gekocht. Bei uns sind die emp­find­li­chen Tro­pen­früch­te in Super­märk­ten eigent­lich ganz­jäh­rig zu erhal­ten. Wie bei vie­len Früch­ten aus den Tro­pen, die bei uns ver­kauft wer­den, errei­chen sie meis­tens nicht ihre Süße und den typi­schen Geschmack. Sie wer­den ger­ne roh geges­sen oder in Obst­sa­la­ten. Auch eine Papa­ya-Milch mit einem Sprit­zer mit Zitro­ne oder Limet­te schmeckt super. Die Früch­te sind gesund, ent­hal­ten viel Vit­amin C, Pro­vit­amin A, Phos­phor, Kal­zi­um, Eisen und sind zudem kalo­ri­en­arm. Mas­sen­haf­ter Ver­zehr kann zu leich­tem Durch­fall füh­ren.

Es ist vor allem der Wirk­stoff Papain, wel­cher als ver­dau­ungs­för­der­lich und ödem­ab­bau­end (Was­ser in den Haut­ge­fä­ßen). In ihren Urs­rpungs­län­dern zäh­len sie zur tra­di­tio­nel­len Medi­zin und wur­den the­ra­peu­tisch zur För­de­rung von Wund­hei­lung und zur Durch­blu­tung ver­wen­det. In der Natur­heil­kun­de ein­ge­setzt, doch durch Stu­di­en nicht genü­gend belegt, ist der  ent­zün­dungs­hem­men­de Ein­satz oder der was­ser­ab­bau­en­de bei Öde­men. Der Wirk­stoff Papain wird aus den Früch­ten extra­hiert, gerei­nigt und außer­dem in Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Wirk­stof­fen als sys­te­ma­ti­sche Enzymthe­ra­pie ein­ge­setzt. Kom­bi­nier­te Fer­tig­prä­pa­rat kom­men als pro­te­oly­ti­sche Enzym­prapa­ra­te im kom­ple­men­tär-onko­lo­gi­schen Bereich zum Ein­satz.

Quel­le: Holz­hau­er P, Grö­ber U: Check­lis­te. Kom­ple­men­tä­re Onko­lo­gie. Hip­po­kra­tes Ver­lag, Stutt­gart, 2010. (S. 102 ff.)

Mehr:

Mono­gra­phie Papain

Lexi­ka­li­scher Ein­trag zum Melo­nen­baum

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