Jahrhundert-Eiche in Preetz

11. Mai 2015
Jahrhundert-Eiche beim Preetzer Kloster

Jahr­hun­dert-Eiche beim Preet­zer Klos­ter

Preetz, wun­der­schön gele­gen in der was­ser­rei­chen Schles­wig-Hol­stei­ni­schen Schweiz, liegt an einer alten, ehe­ma­li­gen Han­dels­stra­ße. Ein Klos­ter aus dem 13. Jahr­hun­dert bezeugt noch heu­te den wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Reich­tum, der damals von den Bene­dik­ti­ne­rin­nen erar­bei­tet wur­de. Ein Besuch des Klos­ters lohnt sich. Wer durch das Klos­ter­tor geht, kann den All­tag mit sei­nem lau­ten, regen Leben leicht hin­ter sich las­sen.

Preetzer Kloster aus dem 13. Jahrundert

Preet­zer Klos­ter aus dem 13. Jahrund­ert

Ruhe und Beschau­lich­keit strahlt der Ort aus, außer­dem ist die Ver­gan­gen­heit über­all leben­dig und spür­bar. Im Zen­trum der Anla­ge steht das Klos­ter. Es wird umfasst von Häu­sern aus rotem Klin­ker, die im Lau­fe von Jahr­hun­der­ten das Klos­ter in ihre Mit­te nah­men.

Klinkerhäuser

Kon­ven­tua­lin­nen-Häu­ser

Ein jedes der ehr­wür­di­gen Häu­ser hat Beson­der­hei­ten. Auf­fal­lend sind die indi­vi­du­ell gestal­te­te Holz­tü­ren, die durch lie­be­vol­le Restau­ra­ti­on erhal­ten wur­den. Klei­ne oder gro­ße Gär­ten lugen hin­ter hohen Hecken her­vor, ein Obst­gar­ten oder ein nahe­ge­le­ge­nes Wäld­chen laden eben­falls zu einem Rund­gang ein. Über­all summt und brummt es geschäf­tig. Die Bäu­me sowohl des Obst­gar­tens wie des Wäld­chens sind uralt — sie bie­ten ein Para­dies für  Vögel und Insek­ten, die reich­lich Nah­rung und Unter­schlupf fin­den. Natur­lieb­ha­ber kom­men auf ihre Kos­ten, denn in die­ser Umge­bung fin­den sel­ten gewor­de­ne Tier- und Pflan­zen­ar­ten noch Lebens­räu­me.

Das "Langhaus" von hinten

Das “Lang­haus” von hin­ten

Über­all erge­ben sich über­ra­schen­de Ein- oder Aus­bli­cke: Ob eine klei­ne Allee aus blü­hen­den Man­del­bäu­men, eine rie­si­ge Rot­bu­che mit enor­mem Blät­ter­dach oder eine uralte Eiche — es fällt leicht, sich von die­sem Ort ver­zau­bern zu las­sen. Mich hat die acht­hun­dert­jäh­ri­ge Eiche, die zur Grün­dung des Klos­ters gepflanzt wor­den sein soll, beson­ders fas­zi­niert. Sie steht auf “rie­si­gen Füßen” — dicken Wur­zeln, die den Baum in der Erde ver­an­kern, so ent­wi­ckel­te sich sei­ne Stand­fes­tig­keit, um Jahr­hun­der­te zu über­dau­ern.

Mandelbäum-Allee

Man­del­baum-Allee

Beim Anblick der Eiche rela­ti­viert sich das eige­ne, kur­ze Leben. Kaum fass­bar ist der Zeit­raum, den die­ser Baum über­blickt: Als klei­nes Bäum­chen erleb­te die Eiche den Han­del zwi­schen den rei­chen Ost­see­hä­fen mit, spä­ter kamen Refor­ma­ti­on, Gegen­re­for­ma­ti­on, 30jähriger Krieg, Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on, Grün­dung des Deut­schen Bun­des — selbst den ers­ten und zwei­ten Welt­krieg hat sie fern­ab der poli­ti­schen Inter­es­sen über­dau­ert. Kein Wun­der, dass die Eiche für die Ger­ma­nen ein Sym­bol der Lang­le­big- und Bestän­dig­keit war. An so einem jahr­hun­der­te­al­ten Baum wider­spie­gelt sich unse­re eige­ne Kurz­le­big- und viel­leicht auch Bedeu­tungs­lo­sig­keit.

Eingangstür Kloster

Ein­gangs­tür Klos­ter

Neben den Natur­schät­zen birgt das Klos­ter, wel­ches unter Denk­mal­schutz steht, auch Kir­chen­schät­ze. Es kann unter Füh­rung besich­tigt wer­den. Wert­vol­le Fres­ken, Skulp­tu­ren oder Holz­al­tä­re erwar­ten inter­es­sier­te Besu­cher. Eine tele­fo­ni­sche Anmel­dung ist nötig.

Wunderschöne Holztüren

Wun­der­schö­ne Holz­tü­ren

Wei­te­re Infos unter: Das Klos­ter Preetz

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