Samo­thra­ke: Was­ser, Grund­la­ge allen Lebens, 2.

Samothrakes Wassereichtum
Samo­thra­kes Was­sereich­tum

Am leich­tes­ten lässt sich der Was­ser­reich­tum der Insel an den Was­ser­fäl­len bewun­dern. Meh­re­re Was­ser­fäl­le sind über die west­li­che Küs­ten­stra­ße erreich­bar. Die Foni­as-Was­ser­fäl­le bei­pi­els­wei­se: Das Auto oder Mofa wird auf einem Park­platz abge­stellt, dann geht es zu Fuß wei­ter. Ein unge­kenn­zeich­ne­ter Pfad führt ent­lang eines ewig strö­men­den Baches. Gleich zu Beginn tre­ten Besu­cher in die Pla­ta­nen­wäl­der ein. Die alten Bäu­me spen­den auch in der größ­ten Som­mer­hit­ze ange­neh­men Schat­ten. Der Auf­stieg zum ers­ten Was­ser­fall ist dadurch leicht. Auch wenn die meis­ten Tou­ris­ten mit Slip­pers über Stock und Stein rut­schen, ist fes­tes Schuh­werk bei der Erkun­dung gene­rell emp­feh­lens­wert. Teil­wei­se ist der Weg doch recht unzu­gäng­lich, führt über run­de Fel­sen oder durch Fel­sen hin­durch. Auch das Wur­zel­werk der Bäu­me, dass bizar­re Kunst­wer­ke bil­det, kann leicht zu ver­stauch­ten Gelen­ken füh­ren.

Baum-Kunstwerke
Baum-Kunst­wer­ke

Fas­zi­nie­rend sind die Pla­ta­nen in ihrer urtüm­li­chen Aus­ge­stal­tung. In vie­le Bäu­me sind Blit­ze ein­ge­schla­gen. Die Blit­ze sind am unte­ren Ende des Bau­mes ent­wi­chen und haben für gro­ße Brand­stel­len gesorgt. Die­se zer­fal­len dann im Lau­fe der Jah­re und höh­len den Baum an sei­nem Fuße aus. Die Bäu­me leben zum Teil mit einer beacht­lich gro­ßen Höh­len wei­ter, die Platz für zwei oder drei Zie­gen bie­tet. Zie­gen nut­zen die­se beson­de­ren Gebil­de ger­ne als ange­neh­men Unter­stand.

Zauberwald
Zau­ber­wald

Manch­mal ist es schwie­rig auf dem Pfad wei­ter zu kom­men. Denn prak­tisch jede Pla­ta­ne hat ein eige­nes Gesicht, hat über die Jahr­zehn­te die kunst­volls­ten For­men ent­wi­ckelt. Jeder Baum prä­sen­tiert sich als eigen­stän­di­ge Per­sön­lich­keit, da gibt es viel zu foto­gra­fie­ren.

Baum_Stein
Baum & Stein

Der Pfad führt also über Stock und Stein, am Bach ent­lang, manch­mal muss auch über Anhö­hen geklet­tert wer­den. Immer wie­der ist nicht klar, wo der Pfad ent­lang­läuft, klei­ne Umwe­ge müs­sen manch­mal in Kauf genom­men wer­den. Doch ein Ver­lau­fen ist nicht mög­lich, weil der Bach mit sei­nem Geplät­scher immer die Rich­tung vor­gibt.

Nach etwa einer hal­ben bis drei­vier­tel Stun­de sind gro­ße Stei­ne und eine Fel­sen­schlucht sicht­bar. Der ers­te Was­ser­fall ist erreicht. Ein klei­ner See lädt zum Baden ein. Es ist ein äußerst erfri­schen­des Ver­gnü­gen, denn das Was­ser ist eis­kalt und glas­klar. Was­ser wird auf Samo­thra­ke wegen des Was­ser­reich­tums über­all umsonst ange­bo­ten. Es gibt Brun­nen oder Was­ser­spen­der für das köst­li­che Nass. Ich habe schon sehr lan­ge kein so gutes und geschmack­vol­les Was­ser getrun­ken.

Der gan­ze Tag kann leicht am Was­ser­fall ver­bracht wer­den. In der Vor­sai­son sind nur ein paar wei­te­re Besu­cher da. Doch wegen der Weit­läu­fig­keit des Gelän­des kein Pro­blem. Der Was­ser­fall und Wind rauscht, bei­de brin­gen ange­neh­me Küh­le — wun­der­bar, so lässt es sich gut leben im Land des Odys­seus.

Bach versandet am Strand, Fonias-Turm
Bach ver­san­det am Strand, Foni­as-Turm

Der zwei­te, nach­fol­gen­de Was­ser­fall liegt ein­sa­mer. Er ist aller­dings nur mit guter Aus­rüs­tung erreich­bar.

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