Sesam­öl: Gesund, mit volks­me­di­zi­ni­schen Anwen­dun­gen

Ein Löffel gefüllt mit Sesamöl
Sesam­öl

Sesam­öl (Sesa­mum indi­cum) gehört zu den ältes­ten Ölpflan­zen welt­weit. Es wird zwi­schen zwei Sesam­ölen unter­schie­den: Sesam­öl hat einen schar­fen Geschmack mit nus­si­gem Nach­ge­schmack. Sesam­öl aus gerös­te­ter Saat hat das cha­rak­te­ris­ti­sche, star­ke und ange­nehm “rös­ti­ges” Aro­ma. Letz­te­res Sesam­öl wird vor allem in der asia­ti­schen Küche ver­wen­det. Es ist leicht an sei­nem Geschmack und Aro­ma erkenn­bar und bringt leicht einen asia­ti­schen Touch in die Gerich­te.

Sesam­öl aus gerös­te­ter Saat hat einen Brenn­punkt von 160 Grad. Es wird z.B. in der chi­ne­si­schen Küche ger­ne und aus­gie­big ver­wen­det. Sesam­öl ist das Spei­se­öl zum Kochen, Fri­tie­ren, Rös­ten und kommr auch zum Räu­chern von Fisch, Gemü­sen und Soya­pro­duk­ten zum Ein­satz.

Sesam­öl, dass schon seit Jahr­tau­sen­den Ver­wen­dung fin­det [1], hat natür­lich auch volks­me­di­zi­ni­sche Anwen­dun­gen:

  • äußer­lich: als Mas­sa­ge­öl; zum Auf­tra­gen und spä­te­ren Abtra­gen von Schorf
  • äußer­lich: Ein­rei­be­mit­tel bei Rheu­ma und Schwin­del­zu­stän­den
  • äußer­lich: schützt die Haut vor Son­nen­strah­lung (Son­nen­schutz­fak­tor 2)
  • äußer­lich: Haut­pfle­ge­öl
  • inner­lich: Ner­ven­to­ni­kum
  • inner­lich: zur rek­ta­len Ein­füh­rung bei leich­ten Ver­stop­fun­gen

Eiweiß­stof­fe in Sesa­men kön­nen all­er­gi­sche Reak­tio­nen aus­lö­sen. Außer­dem sind Kreuz­re­ak­tio­nen mit Hasel­nüs­sen, Soya oder Erd­nüs­sen mög­lich.

Eine Pfanne mit Tomaten-Eiern mit Sesamöl
Toma­ten-Eier mit Sesam­öl

Ein ein­fa­ches Rezept mit Sesam­öl: Toma­ten-Eier (西红柿炒鸡蛋)

Zuta­ten für 1 Per­son: 5 klei­ne Toma­ten, 3 Eier, Sesam­öl, Pfef­fer, Salz (ersatz­wei­se hel­le Soya­sauce).

Anlei­tung: Sesam­öl in die Pfan­ne geben, leicht erwär­men. Die Toma­ten waschen, hal­bie­ren und ins Öl legen. Deckel auf die Pflan­ne legen. Ich habe noch zwei schar­fe Pep­pe­ro­nis mit rein­ge­ge­ben. Die Toma­ten und Pep­pe­ro­nis bra­ten bis sie leicht weich sind.  Sie geben ihren Saft ins Sesam­öl ab. Wäh­rend­des­sen wer­den die drei Eier gut ver­quirlt. Salz (oder Soya­sauce) nach Geschmack hin­zu­ge­ben, genau­so Pfef­fer. Wenn die Toma­ten weich sind, wer­den sie schön gleich­mä­ßig in der Pfan­ne ver­teilt, die Eier dar­über gege­ben. Bei klei­ner Hit­ze wer­den die Eier zu einer Art Rühr­ei gebra­ten. Dabei nur sanft hier und da die mit einem Brat­schie­ber in die Eier ste­chen. Zum Schluss noch­mal Sesam­sauce über die Toma­ten-Eier ver­tei­len. Die­ses ein­fa­che All­tags­ge­richt kann mit Reis geges­sen wer­den, schmeckt aber auch ohne. Das Gute: Das Gericht kann erwei­tert wer­den. Sons­ti­ge Gemü­se schme­cken auch gut wie Spi­nat, Zwie­beln, Knob­lauch, Papri­ka, Por­ree — alles was so da ist.

noch mal ein Schuss Sesam­öl drü­ber geben

[1] Quel­le: Quel­le: Krist, S.: Lexi­kon der pflanz­li­chen Fet­te und Öle. Sprin­ger-Ver­lag 2013, Wien.

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