Artischocke: Gesundes Gemüse

20. Januar 2015
Kleine Artischocken

Klei­ne Arti­scho­cken

Arti­scho­cken-Sor­ten gibt es ver­schie­de­ne. Sie wach­sen in unter­schied­li­chen Grö­ßen zu unter­schied­li­chen Zei­ten. Im Süden Frank­reichs wird sie zu jeder Jah­res­zeit ver­kauft. Arti­scho­cken sind gesund, weil sie Mine­ra­li­en (Kali­um, Kal­zi­um, Magne­si­um) oder Vit­ami­ne (Vit­amin C, E, Beta-Karo­tin oder Vit­ami­ne des B-Kom­ple­xes). Beim Tür­ken gibt es ein­ge­leg­te Arti­scho­cken-Her­zen in Öl, die ich mir häu­fi­ger kau­fe, um mir die Arbeit des doch rela­tiv auf­wän­di­gen Zube­rei­tens zu erspa­ren.

Die Arti­scho­cken-Her­zen sind zart im Geschmack, weich und köst­lich. Gour­mets ver­wen­den sie z.B. als aus­ge­ba­cke­ne Arti­scho­cken­her­zen, gefüllt, als fei­ne Sup­pe oder als Vor­spei­se wobei die Arti­scho­cken­blät­ter Stück für Stück ange­nom­men, das zar­te Fleisch in Sau­ce gedippt und abge­knap­pert wird bis zum Schluss das zar­te Arti­scho­cken­herz übrig­bleibt — eine Spei­se für Jene, die Zeit haben, dabei ger­ne reden und genie­ßen. Die­se Vor­spei­se ist nichts für Eili­ge.

Auch die Zube­rei­tung ist zeit­auf­wän­di­ger:

* zuerst die Arti­scho­cken 10 Minu­ten  in Salz­was­ser legen, so kom­men even­tu­el­le Insek­ten raus

* dann waschen und in Zitro­nen oder Essig­was­ser legen (5 Minu­ten) — zur Kon­ser­vie­rung des Geschmacks

* wenn nötig, die Arti­scho­cken begra­di­gen, damit sie gut im Topf ste­hen kön­nen

* har­te obe­re Blät­ter am Stil­an­satz oder sta­che­li­ge Spit­zen­blät­ter ent­fer­nen

* in einen Topf stel­len mit Was­ser bede­cken (sie­he Sud-Rezept)  und kochen las­sen (kei­nen Alu oder guss­ei­ser­nen Topf ver­wen­den)

Nor­mal brau­chen die Arti­scho­cken min. 50 Minu­ten um gar zu wer­den (je nach Grö­ße). Ein Druck­topf hilft die Zeit zu ver­kür­zen (20 Minu­ten).

* Gar­pro­be: Eine Arti­scho­cke her­aus­neh­men, mit spit­zem Mes­ser von unten in den Boden ste­chen. Ist das Herz weich — dann ist es gar.

Sud-Rezept: 2 Liter Was­ser, 4 Ess­löf­fel Essig, 1 Ess­löf­fel Oli­ven­öl, 20 Gramm Meer­salz. Die­ser Sud wird über die zu kochen­den Arti­scho­cken gegos­sen.

Arti­scho­cken-Dips gibt es je nach Geschmack eine unglaub­li­che Aus­wahl.

Arti­scho­cken haben auch eine medi­zi­ni­sche Wir­kung. Die Wirk­stof­fe sind aller­dings in den Blät­tern und Stän­geln der Pflan­ze ent­hal­ten. Sie wer­den zu Tro­cken­ex­trak­ten und Fer­tig­pro­duk­ten ver­ar­bei­tet, die dann in Reform­häu­ser oder in der Apo­the­ke ver­kauft wer­den. Sie wer­den bei Ver­dau­ungs­be­schwer­den genom­men.

Mehr:

Arti­scho­cke: Har­te Scha­le, wei­ches Herz

Arti­scho­cke: Natür­li­che Hil­fe bei Ver­dau­ungs­stö­run­gen

Mono­gra­phie Arti­scho­cken­blät­ter

 

 

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