Verstopfung: Echtes Leiden!

14. Januar 2015
Sennesfrüchte, Fruchtkapsel sieht 'darmähnlich' aus

Signa­tu­ren­leh­re: Die Frucht­kap­sel der Sen­nes­früch­te sieht ‘dar­mähn­lich’ aus

Screa­ming Jay Haw­kins spricht wohl vie­len Men­schen aus dem Her­zen: Bei you­tube gibt es einen Bei­trag, in dem er sich aus­läßt dar­über, dass es so vie­le Lie­der gibt über Lie­be, gebro­che­ne Her­zen, Ein­sam­keit. Aber nie­mand wür­de etwas über ein Lei­den berich­ten, was rich­ti­ge Schmer­zen und Leid berei­ten: Ver­stop­fung! Des­halb wid­me er einen Song dem “real pain”, in dem er expres­siv und unglaub­lich unter­halt­sam sich genau mit die­sem Lei­den aus­ein­an­der setzt. Hier also der Con­sti­pa­ti­on blues (Ver­stop­fungs-Blues, der lei­der nicht mehr auf You­tube ver­füg­bar ist).

Die Erleich­te­rung ist dem Sän­ger am Ende anzu­mer­ken: Ein aus­ge­las­se­nes “I feel good”, been­det den Song. Ver­stop­fung hat wohl jeder Mensch schon mal gehabt: Kli­ma­wech­sel, geän­der­te Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten, ein­sei­ti­ges bal­last­stoff-armes Essen. Vor­rüber­ge­hen­de Ver­stop­fun­gen kön­nen mit man­cher­lei Mit­teln wie­der “in Fluss” gebracht wer­den: Lein­sa­men, Sen­nes­früch­te, Floh­sa­men, Rhi­zi­nus­öl, Wer­mut, die bit­te­re Schlei­fen­blu­me, Enzi­an — pflanz­li­che Mit­tel gibt es in die­sem Bereich wirk­lich vie­le. Es ist vor allem der Bit­ter­stoff (Ama­rum), der den Gal­len­fluss för­dert und auch die Leber wie­der in Schwung bringt. Oder im Fal­le von Lein­sa­men brin­gen die Schleim­stof­fe der Heil­pflan­ze den Darm auf Trapp. Wenn die Ver­stop­fun­gen län­ger andau­ern oder immer wie­der keh­ren soll­te ein Arzt auf­ge­sucht wer­den, denn eine lang­wäh­ren­de Ver­stop­fung, kann auch ein Hin­weis auf eine ernst­haf­te Erkran­kung sein!

Ein Ver­stop­fungs­tee-Rezept:

Küm­mel­früch­te (ange­sto­ßen) 25 Gramm, Fen­chel­früch­te (ange­sto­ßen) 25 Gramm, Pfef­fer­minz­blät­ter 25 Gramm, Sen­nes­blät­ter 25 Gramm. Das gan­ze in der Apo­the­ke mischen las­sen. Von der Mischung wer­den dann zwei Tee­löf­fel in eine gro­ße Tas­se gebe­gen, mit heis­sem Was­ser über­brüht, 15 Minu­ten abge­deckt zie­hen gelas­sen, abge­seiht und mor­gens und abends vor dem Schla­fen gehen getrun­ken. Ohne ärzt­li­chen Rat nicht län­ger als 2 wochen anwen­den. (Ange­sto­ßen bedeu­tet, dass die Küm­mel- und Fen­chen­früch­te mit einem Mör­ser zer­schla­gen wer­den müs­sen, so kann das heil­sa­me Öl aus­tre­ten).

Quel­le: Mey­er E: Tee-Rezep­tu­ren. Deut­scher Apo­the­ker Ver­lag (3. Ergän­zungs­lie­fe­rung 2004), Stutt­gart.

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