Wildkräuter: Verkauf auch auf dem Markt

23. Mai 2010
Wildkräuter vom Markt

Wild­kräu­ter vom Markt

Wild­kräu­ter sind beliebt. Nicht nur Gour­mets haben sie ent­deckt: Giersch, Brenn­nes­sel und Gän­se­blüm­chen kön­nen mit ihren inten­si­ven Geschmacks­rich­tun­gen auch die all­täg­li­che Küche berei­chern. Die Nach­fra­ge muss gestie­gen sein. Denn Städ­ter brau­chen nicht mehr ins Umland fah­ren, son­dern kön­nen ganz bequem eine Aus­wahl auf Wochen­märk­ten kau­fen. Man­che Bio-Anbie­ter lie­fern ein klei­nes Sor­ti­ment. Die Vor­tei­le von Wild­kräu­tern: Sie sind nicht nur schmack­haf­ter als ihre über­züch­te­ten Art­ge­nos­sen, sie haben auch wesent­lich mehr Inhalts­stof­fe. Kurz: Sie sind gesund.

Bei Wild­kräu­ter­füh­run­gen wer­den manch­mal Lis­ten her­um­ge­reicht, auf denen die Inhalts­stof­fe auf­ge­führt sind. Hier ein klei­nes Bei­spiel:

Bär­lauch hat  380 Micro­gramm Vit­amin A,  270 Micro­gramm Vit­amin C,  480 Mil­li­gramm Kali­um,  240 Mil­li­gramm Cal­ci­um, 4, 7 Mil­li­gramm Eisen.

Giersch hat 410 Micro­gramm Vit­amin A, 201 Micro­gramm Vit­amin C, 510 Mil­li­gramm Kali­um, 230 Mil­li­gramm Cal­ci­um, 4,3 Mil­li­gramm Eisen.

Sauer­klee hat 930 Micro­gramm Vit­amin A, 87 Micro­gramm Vit­amin C, 450 Mill­gramm Kali­um,  390 Mil­li­gramm Cal­ci­um, 4,7 Mil­li­gramm Eisen.

Oft lie­gen die Wer­te bei den Mine­ral­stof­fen um ein drei­fa­ches höher als bei den gezüch­te­ten Kräu­tern. Des­halb sind auch Brenn­nes­seln um ein Viel­fa­ches inhalts­rei­cher als Spi­nat (Link.) Kein Wun­der also, dass sich immer mehr Men­schen für Wild­kräu­ter inter­es­sie­ren. Für Gar­ten­be­sit­zer eröff­nen sich noch ande­re Mög­lich­kei­ten: Sie kön­nen die unge­lieb­ten “Unkräu­ter” nun essen, anstatt die­se mit gif­ti­gen Unkraut­ver­nich­tungs­mit­teln um die Ecke zu brin­gen. Ein wei­te­rer Vor­teil ist, dass Gar­ten­be­sit­zer im Gegen­satz zu Städ­tern wis­sen, wo ihre Ern­te her­kommt. Städ­tern bleibt ent­we­der nur, sich selbst auf den Weg zu machen. Oder dem Bio­händ­ler zu glau­ben, dass die Wild­kräu­ter garan­tiert von unge­spritz­ten, unge­düng­ten oder sonst­wie ver­un­rei­nig­ten Gebie­ten stam­men.

Bit­te beach­ten: Grund­sätz­lich schme­cken jun­ge, klei­ne Blät­ter und Stän­gel bes­ser als alte. Sie haben einen fei­ne­ren Geschmack. Alte Blät­ter und Stän­gel schme­cken oft­mals zu inten­siv. Wer mit alten Wild­kräu­tern anfängt, wird sich mög­li­cher­wei­se gleich abwen­den — und das muss eigent­lich nicht sein, weil es im Lau­fe des Jah­res über­all genü­gend jun­ge Pflan­zen gibt.  Alle gekauf­ten wie selbst gesam­mel­ten Wild­kräu­ter müs­sen gründ­lich mehr­mals gewa­schen wer­den. Die har­ten Stän­gel las­sen sich nicht gebrau­chen und gehö­ren gleich aus­sor­tiert. Anschlie­ßend wer­den die Wild­kräu­ter einem schar­fen Mes­ser sehr klein gehackt.

Rezept für eine Wild­kräu­ter­sup­pe: Je nach Ver­füg­bar­keit kön­nen Wild­pflan­zen ver­ar­bei­tet wer­den: Bär­lauch, Brenn­nes­sel, Giersch, Brun­nen­kres­se, Knob­lauch­kres­se, Spitz­we­ge­rich, Gän­se­blüm­chen, Gun­der­mann, Mel­den­kraut; Bein­well und so wei­ter. Anga­ben pro Per­son: 2 Kar­tof­fel und eine Hand­voll Wild­käu­ter, hal­be Zwie­bel, hal­be Knoch­blauch­ze­he, 1/2 Liter Gemü­se­brü­he, 1/8 süs­se Sah­ne

Zube­rei­tung: Die Wild­kräu­ter  wer­den gut (meh­re­re Male) gewa­schen, damit der Sand raus­geht. Die Kar­tof­feln schä­len, klein­schnei­den. Die Zwie­bel und Knob­lauch­ze­he in Son­nen­blu­men­öl andüns­ten, bis sie gla­sig sind. Die Kar­tof­feln dazu­ge­ben anbra­ten, anschlie­ßend mit Gemü­se­brü­he auf­fül­len. Köcheln bis die Kar­tof­feln weich sind. Zuletzt die Wild­kräu­ter dazu­ge­ben, fünf Minu­ten wei­ter­kö­cheln. Alles durch­pür­rie­ren. Die pür­rier­te Sup­pe mit der Sah­ne oder Schmand ver­fei­nern. Salz, Pfef­fer nach Geschmack.

Wildkräutersuppe bestehend aus:Bärlauch, Löwenzahnblätter, Brennesseln, Brunnenkresse

Wild­kräu­ter­sup­pe bestehend aus:Bärlauch, Löwen­zahn­blät­ter, Bren­nes­seln, Brun­nen­kres­se

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