Eis­blu­men im Februar

Eisblumen 1
Eis­blu­men 1

Ich woh­ne in einem Haus mit “Ber­li­ner Kas­ten­fens­tern”. Eisi­ge Näch­te, wie die letz­ten, las­sen auf den äuße­ren Fens­tern Eis­blu­men wach­sen. Dar­über freue ich mich jeden Win­ter, denn ich bin damit auf­ge­wach­sen. Auf dem Ver­an­da­fens­ter mei­nes Eltern­hau­ses wuch­sen im Win­ter näm­lich im unbe­heiz­ten Ver­an­daraum jede Men­ge Eis­blu­men, die je käl­ter und län­ger der Win­ter, eine rich­ti­ge Dicke errei­chen konn­ten und zuletzt drei Qua­drat­me­ter bedeckten.

Eisblumen 2
Eis­blu­men 2

Als Mäd­chen stand oft stau­nend davor und habe das Rät­sel der Eis­blu­men zu ent­schlüs­seln ver­sucht. Das ist mir bis heu­te nicht gelun­gen. Aller­dings möch­te ich auch gar kei­ne wis­sen­schaft­li­che Erklä­rung hören, das wür­de das Wun­der der Eis­blu­men ent­zau­bern. Statt des­sen möch­te ich lie­ber mei­ne leben­di­ge Erin­ne­rung behal­ten. Die­se Eis­blu­men sind gera­de­zu micke­rig, doch die Viel­falt der For­men ist in Ansät­zen gege­ben. Ich bin froh über die­se klei­ne Eis­moo­se. Vie­le Jah­re muss­te ich ohne sie aus­kom­men. Denn die Ther­m­ofens­ter heut­zu­ta­ge las­sen über­haupt kei­ne Eis­blu­men zu.

Eisblumen 3
Eis­blu­men 3

Die­ses Jahr hat es drei Wochen Käl­te gege­ben, die Krum­me Lan­ke, ein See in mei­ner Nähe, ist wie­der zuge­fro­ren. Doch fin­de ich, dass das Eis zu dünn ist. Die Men­schen, die Schlitt­schuh lie­fen, fand ich heu­te ziem­lich wage­mu­tig. Das war im letz­ten Win­ter mit sei­nen ein­ein­halb Wochen durch­gän­gi­ger Käl­te anders. Mal schau­en, wie sich das Wochen­en­de zeigt. Viel­leicht wage ich mich auch aufs Eis. Die Ver­su­chung ist groß!

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