Kie­fer­na­del­öl: Heil­sa­mes aus den Nadelhölzern

Kiefern (Pinus sylvestris)
Kie­fern (Pinus sylvestris)

Kie­fern (Pinus syl­vestris) ragen in den alt­som­mer­li­chen Him­mel hin­ein. Aus ihren fri­schen Nadeln und Zweig­spit­zen wird durch Was­ser­dampf­de­stil­la­ti­on Kie­fer­na­del­öl (Pini aethe­ro­le­um) gewon­nen.

In der Kos­me­tik wer­den Kie­fer­na­del­öle Schaum­bä­dern oder Bade­sal­zen hin­zu­ge­setzt, bei denen Nadel­wald-Noten gewünscht sind. Medi­zi­nisch haben Kie­fer­na­del­öle ein brei­tes Spek­trum: Sie sind sekret- und Hus­ten för­dernd, Kei­me (anti­sep­tisch) und Mikro­or­ga­nis­men (anti­mi­kro­biell) hem­mend. Nicht zuletzt haben sie eine haut­rei­zen­de, durch­blu­tungs­för­dern­de Wir­kung.

Ach­tung: Anwen­dung nur durch Erwach­se­ne:

Inha­la­ti­on bei Hus­ten: In eine hit­ze­be­stän­di­ge Schüs­sel wird kochen­des Was­ser gege­ben, dar­auf wer­den 5–7 Trop­fen Kie­fer­na­del­öl getropft. Das Gesicht wird über den Was­ser­dampf mit den äthe­ri­schen Ölen gehal­ten, über den Kopf wird ein Hand­tuch gelegt. Lang­sam und tief durch die Nase ein­at­men, durch den Mund wie­der aus­at­men. Das Pro­ze­de­re dau­ert solan­ge wie sich genü­gend Was­ser­dampf ent­wi­ckelt. Bit­te Vor­sicht mit dem heis­sen Was­ser, damit durch unbe­dach­te Bewe­gun­gen kei­ne Ver­schüt­tun­gen oder Ver­bren­nun­gen passieren!

Medi­zi­ni­sche Bäder zur unter­stüt­zen­den Behand­lung bei Erkran­kun­gen des rheu­ma­ti­schen For­men­krei­ses (z.B. Gicht, Arthri­tis, Arthro­se) in nicht aktu­ten Sta­di­en. Medi­zi­ni­sche Bäder haben eine Was­ser­tem­pe­ra­tur zwi­schen 35 und maxi­mal 38 Grad. Dem Bade­was­ser wer­den 20–30 Trop­fen Kie­fer­na­del­öl hin­zu­ge­ge­ben. Die haut­rei­zen­de, durch­blu­tungs­för­dern­de Wir­kung wird als wohl­tu­end emp­fun­den. Das Bad dau­ert 10 bis maxi­mal 15 Minu­ten, danach abtrock­nen und ruhen. Die nach­fol­gen­de Wär­me und gute Durch­blu­tung des gan­zen Kör­pers erfor­dert Ruhe. Eine ein­stün­di­ge Bett­ru­he oder ein Ein­hül­len in meh­re­re Decken und Lie­gen auf dem Sofa sind emp­feh­lens­wert. Und: Fern­se­hen oder das Lesen von span­nen­den Büchern ist auch nicht ange­sagt. Auch wenn man­che das “Abhän­gen vor dem Fern­se­hen” als ulti­ma­ti­ve Ent­span­nung betrach­ten: Das ist es nicht wirk­lich! Nach dem medi­zi­ni­schen Bad also nur der woh­li­gen Wär­me nach­spü­ren, dösen oder träu­men — so kann sich auch mal die See­le entspannen.

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