Mariendistelblätter: Leber unterstützend

4. November 2009
Mariendistelblüte im Herbst (Cardui mariae)

Mari­en­dis­tel­blü­te im Herbst (Cardui mariae)

Von der Mari­en­dis­tel — das Foto zeigt eine im Herbst getrock­ne­te Blü­te — sind die Blät­ter und Früch­te medi­zi­nisch wert­voll. Sie sind ein gutes Leber­mit­tel. Die Leber ist das zweit­größ­te Organ des Men­schen (nach der Haut) und für den Stoff­wech­sel zustän­dig. Bei dem moder­nen Lebens­wan­del mit regel­mäs­si­gem Niko­tin- und Alko­hol­kon­sum muss die Leber manch­mal viel arbei­ten, um die schäd­li­chen Stoff­wech­sel­pro­duk­te aus dem Kör­per aus­zu­schei­den. Sie kann durch Blät­ter der Mari­en­dis­tel unter­stützt wer­den.

Die schö­nen, weiss geäder­ten Blät­ter der Mari­en­dis­tel wer­den wäh­rend der Blü­te­zeit der Pflan­ze geern­tet, getrock­net zu einem Arz­nei­mit­tel­tee ver­ar­bei­tet. Ihr Geschmack ist bit­ter. Vie­le bit­te­re Geschmacks­stof­fen — sie­he Wer­mut — regen die Leber und Gal­len­tä­tig­kei­ten an und för­dern damit auch Aus­schei­dung und Ver­dau­ung. In der Volks­heil­kun­de kam Mari­en­dis­tel­tee zur all­ge­mei­nen Gesund­erhal­tung zum Ein­satz, wur­de aber auch bei Stö­run­gen der Gal­le (Gal­len­ko­li­ken), Milz­lei­den oder Sei­ten­ste­chen getrun­ken.

Tee: Ein hal­ber Löf­fel fein geschnit­te­ne Mari­en­dis­tel­blät­ter wer­den in einem Becher mit sie­den­dem Was­ser über­gos­sen, zehn Minu­ten abge­deckt ste­hen gelas­sen und dann durch ein Sieb abge­seiht.

Die getro­ckenten Mari­en­dis­tel­blät­ter wer­den unter ande­rem in Kom­bi­na­ti­on mit Melis­sen­blät­tern, Küm­mel­früch­ten, Ange­li­ka­wur­zeln auch in erfolg­rei­chen Prä­pa­ra­ten ver­ar­bei­tet, um funk­tio­na­le Stö­run­gen des Magen-Darm-Trak­tes zu ver­bes­sern.

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2 Kommentare zu „Mariendistelblätter: Leber unterstützend“

  1. petra petzel sagt:

    hal­lo,
    ver­mut­lich wegen des wech­sels lei­de ich des öfte­ren an übel­keit.
    kön­nen sie mir sagen, ob dage­gen die mari­en­dis­tel hel­fen könn­te? im inter­net habe ich gele­sen, dass die leber durch die feh­len­de mens­trua­ti­on mehr arbei­ten muß!?

    lg

    petra pet­zel

  2. Marion Kaden sagt:

    die­se Vor­stel­lung beruht auf einem humo­ral­pa­tho­lo­gi­schen Ansatz, näm­lich dass die monat­li­che Blu­tung einer Frau auch durch­aus rei­ni­gen­de Wir­kung hat, ähn­lich einem Ader­lass. Durch die­se Rei­ni­gung kann sie vor­beu­gend geschützt sein und die Leber als zen­tra­les Organ des Stoff­wech­sels hat dann mehr zu tun wenn die Mens­trua­ti­on bei Frau­en im Wech­sel weg­fällt. Für natur­heil­kund­lich arbei­ten­de Ärz­te oder Heil­prak­ti­ker (die älte­ren sind damit durch­aus noch sozia­li­siert) ist das eine nach­voll­zieh­ba­re The­se.

    Die Mari­en­dis­tel hat mit ihren Wirk­stof­fen unter ande­rem dem Sily­ma­rin, Fähig­kei­ten die Rege­ne­ra­ti­ons­fä­hig­keit der Leber­zel­len zu för­dern.

    Bit­te bespre­chen Sie Ihre Beschwer­den mit Ihrer Frau­en­ärz­tin oder einem Frau­en­arzt. Sie kön­nen sich auch homöo­pa­thisch hel­fen las­sen oder ande­re natur­heil­kund­li­che The­ra­pi­en anwen­den. Beim Wech­sel kön­nen vie­le Ver­än­de­run­gen statt­fin­den, die von den betrof­fe­nen Frau­en sehr unter­schied­lich ver­ar­bei­tet wer­den. Man­che Frau­en emp­fin­den das “Los­wer­den” der Mens­trua­ti­on und den damit oft ver­bun­de­nen Beschwer­den als Erleich­te­rung und sind auch froh, sich nicht mehr um die Ver­hü­tungs­fra­gen küm­mern zu müs­sen. Ande­re sehen mit dem Ver­lust der Mens­trua­ti­on einen Ver­lust des “Frau­seins” oft auch ver­knüpft mit ver­lo­ren gegan­ge­ner Attrak­ti­vi­tät und natür­lich der Frucht­bar­keit und der Fähig­keit des Kin­der gebä­rens.

    Es gibt sehr gute Lite­ra­tur. Ein Arti­kel, der Mut macht ist hier
    http://www.heilpflanzen-welt.de/keine-angst-vor-den-wechseljahren/
    zum Bei­spiel.
    Las­sen Sie sich hel­fen und gehen vor allem erst­mal der Übel­keit auf den Grund. Alles Gute wünscht Ihnen Mari­on Kaden!