Salicornia oder Queller: Gesundes aus der Nordsee

13. September 2011
Salicornia - Queller

Sali­cor­nia — Quel­ler

Man­che mögen ger­ne Sushi oder Mee­resal­gen. Die japa­ni­sche Küche ist wegen der gesun­den Eiweis­se, Ome­ga-3-Fett­säu­ren und dem nied­ri­gen Koh­len­hy­drat-Anteil beliebt. Es kann auch auf die ver­kürz­te For­mel gebracht wer­den: Alles was aus dem Meer kommt, ist gesund. Seit Fuku­shi­ma sind japa­ni­sche Lebens­mit­tel jedoch in Ver­ruf gera­ten. Wer nun auf Mee­resal­gen nicht ver­zich­ten möch­te, kann etwas aus den hei­mi­schen Gewäs­sern pro­bie­ren: Der Quel­ler (Sali­cor­nia) ist kna­ckig, schmack­haft und kommt aus der Nord­see.

Der Quel­ler gehört zu den Salz­pflan­zen (Halo­phy­ten). Die Pflan­ze wächst am Ran­de der Nord­see in den Salz­wie­sen. Sie hilft den Schlick des Wat­ten­mee­res in Land­nä­he zu befes­ti­gen. Wer die Nord­see oder das Wat­ten­meer ken­nen gelernt hat, weiss, wel­chen Kräf­ten der Quel­ler aus­ge­setzt ist. Die unschein­ba­re Pflan­ze trotzt den Gezei­ten und dem stür­misch, rau­en Kli­ma. Und: Sie eine der weni­gen Pflan­zen, die Salz benö­tigt, um über­le­ben zu kön­nen. Sie nimmt Sal­zio­nen und auch ver­schie­de­ne Mine­ra­li­en aus dem Mee­res­bo­den auf.

 

St. Peter-Ording, Südstrand bei Ebbe.

St. Peter-Ord­ing, Süd­strand bei Ebbe.

Des­halb ist sie gesund. Sali­cor­nia ist kna­ckig und wohl­schme­ckend. Sie kann sowohl roh, wie auch kurz ange­düns­tet oder gebra­ten geges­sen wer­den. Ken­ner mögen sie als Gemü­se zum Fisch, ande­re geben sie auch in den Salat. Gute Fisch­ge­schäf­te bie­ten die Pflan­ze als Sali­cor­nia oder Quel­ler an. Man­che Fisch­händ­ler sagen auch Mee­resal­ge. Doch dahin­ter mag wegen der Beliebt­heit von Mee­resal­gen eine Ver­mark­tungs­stra­te­gie ste­cken. Denn Sali­cor­nia ist kei­ne Mee­resal­ge.

 

Salicornia roh, knackig und schmackhaft.

Sali­cor­nia roh, kna­ckig und schmack­haft.

 

Salicornia als Beilage, gedünstet mit Zwiebel und Öl, dazu Lachs.

Sali­cor­nia als Bei­la­ge, gedüns­tet mit Zwie­bel und Öl, dazu Lachs.

Wenn die Fisch­händ­ler kei­ne Sali­cor­nia anbie­ten, ein­fach mal nach­fra­gen. Mit wach­sen­dem Bedarf könn­te die­se Pflan­ze bei uns wie­der bekann­ter wer­den.

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2 Kommentare zu „Salicornia oder Queller: Gesundes aus der Nordsee“

  1. Wolfgang Krohn sagt:

    Ich bin von die­sem Heil­kraut hell­auf begeis­tert. Ich bekom­men es der­zeit auf dem Gemü­se­mark in Volks­dorf. Wel­che Heil­wir­kung hat die­ses Salz­gras? Für eine Info oder einen Ling wäre ich dank­bar.
    Wolf­gang Krohn

  2. Marion Kaden sagt:

    Hal­lo Herr Krohn, ich nut­ze Sali­cor­nia ger­ne so wie oben beschrie­ben. Ich esse es auch ger­ne roh. Aber das ist Geschmack­sa­che. Mir gefällt es, weil es mich an mei­ne alte Hei­mat erin­nert.

    Ich ken­ne nur einen Her­stel­ler, der etwas aus Sali­cor­nia macht. Hier der Link:
    http://www.pandalis.de/de/pflanzen/salicornia/

    Dann noch schö­ne Grü­ße an den schö­nen Ham­bur­ger Nor­den. Unser Jour­na­lis­ten­bü­ro war — lang ists her — in Volks­dorf ansäs­sig.