Brennnessel-Tee selbstgemacht

11. Juni 2011
Frischer Brennnessel-Tee

Fri­scher Brenn­nes­sel-Tee

Brenn­nes­sel-Tee ist gesund.  Des­halb kommt er auch in vie­len Tee­mi­schun­gen aus der Apo­the­ke vor. Die Brenn­nes­sel (Urti­ca Dioi­ca) ist eine vita­le Pfan­ze. Sie wächst vom April bis spät in den Herbst hin­ein. Die Pflan­ze ist prak­tisch über­all zuhau­se und im Über­ma­ße zu haben. Bren­nes­sel-Tee läßt sich also ganz leicht selbst machen.

Eine Hand voll junger Brennnesselblätter

Eine Hand voll jun­ger Brenn­nes­sel­blät­ter

Eine Hand voll Brenn­nes­sel­blät­ter sind schnell gepflückt. Klar ist: Brenn­nes­sel­blät­ter für den eige­nen Bedarf wer­den nur dort gepflückt, wo es unbe­denk­lich ist. Also fern ab von viel befah­re­nen Stra­ßen oder Spa­zier­we­gen, wo sich Hun­de auf­hal­ten. Auch Brenn­nes­seln, die in der Nähe von inten­siv betrie­be­ner Land­wirt­schaft wach­sen, sind tabu. Denn die­se Pflan­zen sind nicht gesund, wenn sie Gül­le oder Pes­ti­zi­de abbe­kom­men kön­nen. Des­halb Augen auf beim Pflü­cken!

Die oberen Blätter sind frisch und hellgrün

Die obe­ren Blät­ter sind frisch und hell­grün

Wer sich vor den Brenn­nes­sel-Haa­ren schüt­zen möch­te, zieht ent­we­der fei­ne Gum­mi- oder Gar­ten­hand­schu­he an. Gepflückt wer­den nur jun­ge Blät­ter. Das sind die hell­grü­nen, noch zar­ten Blät­ter, die an der obe­ren Pflan­ze wach­sen. Beim Pflü­cken wer­den außer­dem nur ein­wand­freie Blät­ter aus­ge­wählt, kei­ne die schon Fraß­lö­cher von Rau­pen oder ande­ren Insek­ten haben. Zuhau­se wer­den die Blät­ter gewa­schen und kom­men in einen klei­nen Topf.

Kurz aufkochen

Kurz auf­ko­chen

Hin­zu kom­men dann noch 300 Mil­li­li­ter Was­ser (abmes­sen). Blät­ter und Was­ser wer­den kurz auf­ge­kocht, dann her­un­ter gedreht und noch wei­te­re fünf Minu­ten wei­ter gekö­chelt. Der Tee wird ohne Blät­ter in eine Tas­se gegos­sen und am bes­ten warm getrun­ken. Der Tee in die­ser Dosie­rung hat kei­nen beson­de­ren Eigen­ge­schmack.

Brenn­nes­sel­blät­ter sind in den Apo­the­ken Bestand­teil von Tee­mi­schun­gen bei Rheu­ma, Gicht oder zur Stoff­wech­sel­an­re­gung (Blut­rei­ni­gung).

Män­ner mit Beschwer­den beim Was­ser­las­sen (Mikti­ons­be­schwer­den), bei gut­ar­ti­ger Pro­sta­ta­ver­grö­ße­rung (Pro­sta­ta Ade­nom Sta­di­um I und II) bekom­men Prä­pa­ra­te aus Brenn­nes­sel­wur­zel-Extrak­ten ver­ord­net. Es kön­nen auch Tees aus Brenn­nes­sel-Wur­zel berei­tet wer­den, doch muss genau auf die Tages­do­sis geach­tet wer­den, damit auch genü­gend arz­nei­li­che Wir­kung vor­han­den ist (sie­he Mono­gra­phie).

Tipp: Selbst­ge­mach­ter Brenn­nes­sel­tee kann auch äußer­lich ver­wen­det wer­den: Als Haar­kur, es kräf­tigt und ver­schö­nert die Haa­re.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur gesun­den Brenn­nes­sel:

Brenn­nes­sel gesün­der als Spi­nat

Brenn­nes­sel für eine gut durch­blu­te­te Haut

Brenn­nes­sel­kraut zur äuße­ren Anwen­dung bei Rheu­ma (Mono­gra­phie)

Lecker: Rezept Brenn­nes­sel-Pfann­ku­chen

Arti­kel: Wehr­haft und majes­tä­tisch: Die Brenn­nes­sel

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10 Kommentare zu „Brennnessel-Tee selbstgemacht“

  1. Hanne aus Karlsruhe sagt:

    super Hin­weis! Bei mir hat sich Brenn­nes­sel sogar in den Kübeln auf mei­nem Bal­kon selbst ange­säht. Ich neh­me an, dass ich ihn unbe­denk­lich ver­wen­den darf? Bei mir ist weit und breit nichts schäd­li­ches, mei­ne Woh­nung ist auch weit­ab von Stra­ßen. Ich wer­de mir dann mal einen Bren­nes­sel­tee zur Anre­gung mei­nes Stoff­wech­sels aus eige­nem Kübel zu Gemü­te füh­ren!

  2. Marion sagt:

    hal­lo Han­ne, wenn du dei­ne Kübel nicht düngst, kannst du die Brenn­nes­seln benut­zen. Wenn du sie düngst, was du wahr­schein­lich tun musst, um den Pflan­zen Nah­rung zu geben, wür­de ich das lie­ber las­sen. Du weisst nicht, wie sich der Dün­ger auf dich aus­wir­ken kann und was da so alles drin ist…

  3. strutzi sagt:

    Bren­nes­sel­tee ist sehr lecker, schnell gemacht und gesund.
    Auf Hand­schu­he kann man ver­zich­ten, wenn man den rich­ti­gen Umgang mit der Pflan­ze kennt.
    Wenn man die Blät­ter vor­sich­tig pflückt, der Län­ge nach in der Mit­te knickt und vom Stän­gel­an­satz zur Blatt­spit­ze mehr­mals rüber­streicht wer­den die Nädel­chen zer­stört, danach kann man das frisch gepflück­te Blatt pro­blem­los wei­ter­ver­ar­bei­ten, es sogar direkt essen (vor­her abspü­len!) und z.B. in Sala­ten ver­wen­den.

  4. Petra sagt:

    Brenn­nes­sel an sich ist sehr gesund, schmeckt auch sehr lecker und ist ein All­roun­der unter den Kräu­tern. Wird in vie­len Lebens­be­rei­chen ein­ge­setzt. Bei all die­ser Viel­sei­tig­keit wun­dert es dann doch, dass die Brenn­nes­sel von vie­len Men­schen so eisern bekämpft wird und vie­le gegen der Pflan­ze zu Hacke und ande­ren che­mi­schen Mit­teln zu lei­be. Ich trin­ke Brenn­nes­sel­tee, um den Krampf­adern unter Kon­trol­le zu hal­ten.

    Petra

  5. Marion Kaden sagt:

    alles rund um Brenn­nes­sel das Super­kraut gibt es auch in einem Buch, wel­ches Smoot­hies, Rezep­te, Haar­ku­ren, Sel­ber­ma­chen von Haar­sham­poo beschreibt. Hier ein Buch­tipp:
    http://www.heilpflanzen-welt.de/2017–03-Lesetipp-Brennnessel-Rezepte-fuer-Vitalitaet-Schoenheit-und-Genuss/

  6. Christian sagt:

    Hal­lo zusam­men. Ist es unbe­denk­lich, wenn ich mei­ne Bren­nes­sel aus einem sehr klei­nen also Mini­wäld­chen hole das von zwei Sei­ten von einem Feld umge­ben wird das land­wirt­schaft­lich genütz
    bzw mit Gül­le gedüngt wird, dan­ke schon mal und lie­be Grü­ße.

  7. Marion Kaden sagt:

    was hast du denn für ein Gefühl? Ich fin­de, es kommt auf die Abstän­de an. Wenn die Gülle­fel­der weit weg genug sind, dann ja. Aber sonst eher weni­ger. Viel­leicht trinkst du den Tee aus ent­schla­cken­den Grün­den?? Zu wis­sen, dass die Gülle­fel­der nicht weit sind, ver­mit­telt doch nichts Gutes. Ich wür­de ver­su­chen, Bren­nes­seln wei­ter weg zu fin­den. Auf Spa­zier­gän­gen Aus­schau hal­ten, um weni­ger “ver­seuch­te” Ecken zu fin­den.

  8. Nicola Monville sagt:

    Hal­lo,
    kann ich die Bren­nes­sel au trock­nen und
    dann als Tee Brü­hen ?
    Dan­ke für Ant­wort

  9. Sascha sagt:

    Hal­lo Nico­la,
    ich fan­ge gra­de erst an, mich mit dem The­ma Bren­nes­sel zu beschäf­ti­gen. Hab grad in einem unkom­men­tier­ten Video gese­hen wie jemand Bren­nes­sel­tee gemacht hat. Die Blät­ter wur­den in der Son­ne getrock­net (es gibt dafür auch so “Dörr­au­to­ma­ten”), dann ein­fach zwi­schen den Hän­den zer­rie­ben und in ein Glas zum auf­be­wah­ren abge­füllt. Dann wur­den so 2 gute Ess­löf­fel davon in ein Fil­ter­tüt­chen gefüllt, mit einer Klam­mer ver­schlos­sen, in Tas­se und heiss Was­ser drü­ber. Kurz: ja

  10. Marion Kaden sagt:

    die Brenn­nes­seln kön­nen im gan­zen Stän­gel abge­schnit­ten und als Bün­del kopf­über im SCHATTEN drau­ßen getrock­net wer­den. Oder was noch bes­ser ist, in einem gut belüf­te­ten Zim­mer wie auch sau­be­ren Dach­bo­den. Das Trock­nen drau­ßen erfor­dert, dass die Brenn­nes­seln abends rein­ge­holt wer­den müs­sen. Denn abends wird es feucht. Die Feuch­tig­keit unter­bricht den Trock­nungs­pro­zess, was nicht gut ist (Schim­mel­pilz­bil­dung). Wenn die Brenn­nes­sel­blät­ter so getrock­net sind, dass sie knis­ternd beim Zer­rei­ben zwi­schen den Fin­gern zer­fal­len sind sie fer­tig. Dann wer­den die Blät­ter von den Stän­geln in einem Rutsch abge­zo­gen und in ein sau­be­res Glas gefüllt. Die Stän­gel kön­nen mit einer Sche­re klein geschnit­ten und auch ver­wen­det wer­den.

    Der Tee aus Blät­tern und Stän­geln kann in einen Tee­beu­tel gefüllt wer­den zum Auf­brü­hen. Das ist beque­mer. Muss aber nicht. Die Blät­ter kön­nen auch z.B. in ein Tee­sieb oder ganz ohne ver­wen­det wer­den. Letz­te­res ist mir lie­ber, denn ich weiss nicht, was in den Tee­beu­teln so alles drin ist. Sor­ry für die spä­te Ant­wort!