Orange gespickt mit Nelken — welch ein Duft!

15. Dezember 2012

Oran­ge gespickt mit Nel­ken

Mal was Weih­nacht­li­ches zur Abwechs­lung: Eine fri­sche Oran­ge gespickt mit fri­schen Nel­ken ver­brei­tet zar­ten Weih­nachts­duft. Das Gute: Die nöti­gen Zuta­ten kön­nen zur Zeit rela­tiv bil­lig  und leicht gekauft wer­den. Der Duft ist natür­lich und kann den Sin­nen gut­tun, im Gegen­satz zu den vie­len unna­tür­li­chen Aro­men, die zu Weih­nach­ten auch ger­ne ver­wen­det wer­den.

Prak­tisch ist das eine klei­ne Anwen­dung der Aro­ma­the­ra­pie. Nur eben nicht mit Essen­zen und teu­ren Ölen, son­dern duf­ten­den Natur­pro­duk­ten. Fri­sche Nel­ken (sie­he medi­zi­ni­sche Anwen­dung) ver­brei­ten wegen ihrer kräf­tig aus­ge­präg­ten, äthe­ri­schen Öle ohne­hin schon einen unwi­der­steh­lich weih­nacht­li­chen Duft. Die Oran­ge spen­det dazu die fruch­ti­ge, appe­tit­li­che Note (sie­he Oran­gen gegen Erkäl­tun­gen).

Wer es ger­ne etwas kräf­ti­ger hat, kann sich Oran­gen­öle kau­fen. Wich­tig wie bei allen Ölen und Essen­zen sind gute Qua­li­tät, die sich durch die Aus­wahl aus­schließ­lich natür­li­cher Roh­stof­fe aus­zeich­net. Künst­li­che Aro­men oder Öle kön­nen leicht Kopf­schmer­zen, Übel­keits­ge­füh­le aus­lö­sen — also das Gegen­teil von Wohl­be­fin­den. Oran­gen­bäu­me sind die Trä­ger von drei ver­schie­de­nen Ölen, die auf­grund ihrer belieb­ten Zitrus­grund­la­ge häu­fig Ver­wen­dung fin­den:

* Oran­gen­öl wird aus gepress­ten Oran­gen­scha­len (Citrus sinen­sis) gewon­nen. Weil die Oran­gen­scha­len nicht mehr so vie­le äthe­ri­sche Öle ent­hal­ten hat das gewon­ne­ne Oran­gen­öl einen wei­chen, mil­den Duft. Wie alle Zitrus­öle wird es ger­ne stim­mungs­auf­hel­lend ein­ge­setzt und dient der Ent­span­nung zum Bei­spiel auch für die Bade­wan­ne (zwei-drei Trop­fen rei­chen).

* Nero­li­öl wird aus Oran­gen­blü­ten (Citrus auran­ti­um) her­ge­stellt. Wer ein Oran­gen­bäum­chen zu Haus hat, eine Oran­gen­blü­te ein­mal zwi­schen den Fin­gern zer­reibt, bekommt einen Ein­druck von der Stär­ke und Inten­si­tät des äthe­ri­schen Öls, wel­ches aus kilo­wei­se gepflück­ten Oran­gen­blü­ten her­ge­stellt wird. Natur­ge­mäß ist die Blü­te dazu da, Früch­te zu bil­den. Das ech­te Nero­li­öl wird nur in ganz klei­nen Fläs­chen ver­kauft, ist teu­er und kost­bar. Nero­li­öl duf­tet inten­siv, blu­mig. Es wirkt anti­de­pres­siv und beru­hi­gend.

* Aus den jun­gen Blät­tern und Zwei­gen ver­schie­de­ner Zitrus­bäu­me wird Petit Grain-Öl her­ge­stellt. Es riecht hol­zig auf­grund des ver­wen­de­ten Roh­stof­fes, den­noch ist der blu­mig-fri­sche Oran­gen­duft unver­kenn­bar ent­hal­ten. Petit-Grain wirkt eben­falls ent­span­nend.

Der Kauf der vor­ge­stell­ten Öle hängt vom Geld­beu­tel und von den geruch­li­chen Vor­lie­ben ab. Wem das Nero­li­öl zu blu­mig ist und lie­ber den hol­zi­gen Grund­ton des Petit-Grain vor­zieht, soll­te sich ruhig von sei­ner Nase und dem Gefühl lei­ten las­sen. Auch wenn Nero­li teu­rer ist — also viel­leicht ein als kost­ba­re­res Geschenk erscheint — so soll­te für den Eigen­be­darf die eige­ne Nase als Bera­ter gel­ten.

Tipp: Wer ger­ne Aro­ma­öle ver­schen­ken möch­te, was ein Super­ge­schenk ist, soll­te einen Gut­schein schen­ken. Die Aus­wahl des Öls soll­te der beschenk­ten Per­son über­las­sen blei­ben. Grund: Mit Düf­ten und Gerü­chen wird das lim­bi­sche Sys­tem im Gehirn eines Men­schen ange­spro­chen. Düf­te kön­nen Erin­ne­run­gen und Gefüh­le aus­lö­sen und die­se sind bekannt­lich höchst per­sön­lich. Was für den einen mit einem posi­ti­ven Kind­heits­er­leb­nis ver­bun­den sein mag, kann bei einem ande­ren etwas kom­plett Gegen­tei­li­ges aus­lö­sen.

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