Pfef­fer: Geschmack­vol­le Verdauungshilfe

Pfefferrispe
Pfef­fer­ris­pe

Der schwar­ze Pfef­fer (Piper nigrum) ist neben Salz das wich­tigs­te Gewürz welt­weit. Neben dem Geschmack bie­tet Pfef­fer noch eine Neben­wir­kung: Die Ver­dau­ungs­för­de­rung. Aus die­sem Grun­de wird Pfef­fer in der ayur­ve­di­schen (indi­schen) und auch euro­päi­schen Küche eingesetzt.

In der ayur­ve­di­schen Küche wird Pfef­fer als nicht nur zur Geschmacks­stei­ge­rung, son­dern wegen sei­nes anre­gen­den Ein­flus­ses auf Agni (Sans­krit: das Grund­ele­ment “Feu­er” des Lebens) geschätzt. Zu Agni gehö­ren nach der alt­in­di­schen Heil­kunst auch alle Stoff­wech­sel­vor­gän­ge im Kör­per (was unse­rer west­li­chen Vor­stel­lung von Sau­er­stoff­ver­bren­nung = Oxi­da­ti­on ähnelt). Schwar­zer Pfef­fer hilft also, das Ver­dau­ungs­feu­er zu ent­fa­chen. Somit kön­nen Ver­dau­ungs­säf­te ver­mehrt flie­ßen und even­tu­ell ent­stan­de­ne Schla­cke­stof­fe (Ama) bes­ser aus dem Kör­per beför­dert wer­den. Ayur­ve­di­sche The­ra­peu­ten setz­ten Pfef­fer als medi­zi­nia­les Mit­tel bei Beschwer­den wie Hämor­rhoi­den, Blä­hun­gen oder Appe­tit­man­gel ein.

West­li­che Wis­sen­schaft­ler haben her­aus­ge­fun­den, dass die ver­dau­ungs­för­dern­de Wir­kung mit dem Haupt­wirk­stoff  Pipe­rin zusam­men­hängt. Es  regt die Rezep­to­ren im Mund an, sodass Spei­chel- und Magen­saft­se­kre­ti­on geför­dert, und die Spei­sen dadurch leich­ter ver­daut wer­den. Nun soll­te des­we­gen Pfef­fer nicht ver­mehrt ein­ge­setzt wer­den. Ein zu pfeff­ri­ges Gericht schmeckt nicht mehr. Und nicht immer gilt die Regel: Viel hilft viel. Die Rezep­to­ren im Mund mögen kei­ne zu star­ke Rei­zung und füh­len sich auch bei gerin­gen Men­gen Pfef­fer angeregt.

Tipp: Wer fri­schen, geschmack­vol­len Pfef­fer haben möch­te, soll­te wie die Chef­kö­che Pfef­fer­kör­ner direkt vor der Ver­wen­dung in einer Pfef­fer­müh­le mah­len. Denn die äthe­ri­schen Öle des Pfef­fers kön­nen sich zum Bei­spiel bei gemah­le­nem Pfef­fer leicht ver­flüch­ti­gen und damit ihren Geschmack verlieren.

Mehr:

Pfef­fer-Kun­de

Pfef­fer: Die wil­de Form ist die ursprüngliche

Schi­nus mol­le: Fal­scher Pfeffer

2 Gedanken zu „Pfef­fer: Geschmack­vol­le Verdauungshilfe“

  1. hal­lo Sen­ja, roter Pfef­fer ist sehr sel­ten und teu­er. wahr­schein­lich meinst du den roten Pfef­fer, der zum Bei­spiel in den “bun­ten Pfef­fer­mischun­gen” drin ist. Das ist aber kein ech­ter Pfef­fer. Das sind rosa Bee­ren, die von einem süd­ame­ri­ka­ni­schen Strauch stam­men und kei­ne ech­te Pfef­fer­wir­kung haben. Die sind tat­säch­lich nur zur Deko da.

Kommentare sind geschlossen.