Topinam­bur: Stär­ke­hal­tig und süß, eine Kar­tof­fel-Alter­na­ti­ve

Tom­pinam­bur (Heli­an­thus tube­ro­sus)

Topinam­bur (Heli­an­thus tube­ro­sus) ist eine stär­ke­hal­ti­ge Knol­len­pflan­ze. Kei­ne Heil­pflan­ze im Sin­ne die­ses Blocks, aber doch eine Erwäh­nung wert. Denn z.B. bei der Suche nach koh­len­hy­drat­ar­mer Ernäh­rung ist die Knol­len­wur­zel mit süß­li­chem Geschmack eine Alter­na­ti­ve zu Kar­tof­feln, Reis oder Nudeln. Sie ist aber auch als gute, bal­last­stoff­rei­che Bak­te­ri­en­nah­rung her­vor­ra­gend geeig­net.

Tom­pinam­bur (Heli­an­thus tube­ro­sus)

Genau­so wie Alant (Alantstärke=Inulin), Weg­war­te, Chi­co­rée, Arti­scho­cke oder Schwarz­wur­zel ist Topinam­bur eine Pflan­ze, die Stär­ke in ihren Wur­zeln ein­la­gert. Die­se Stär­ke — auch als Inu­lin ver­wen­det — ist ein aus­ge­zeich­ne­ter Bal­last­stoff für die Darm­bak­te­ri­en. Wie viel­leicht bekannt, benö­ti­gen unse­re Darm­bak­te­ri­en Bal­last­stof­fe. Bekom­men sie kei­ne, set­zen sie in ihrem Über­le­bens­me­cha­nis­mus Eini­ges in Gang: Sie sen­den z.B. Hun­ger­si­gna­le, die dann häu­fig mit bal­last­stoff­ar­mer Ernäh­rung wie Fast Food oder Zucker­hal­ti­gem gesät­tigt wer­den. Ein Teu­fels­kreis­lauf ent­steht, der nicht nur dick machen, son­dern auch Ver­dau­ungs­pro­ble­me aus­lö­sen kann und vie­les mehr. Denn: Die moder­ne, bal­last­stoff­ar­me Ernäh­rung erfüllt oft nicht die Bedürf­nis­se von Bak­te­ri­en, die uns seit Anbe­ginn der Mensch­heits­ge­schich­te beglei­ten. Die Men­schen frü­her haben sich näm­lich haupt­säch­lich von Wur­zeln, Nüs­sen, Pflan­zen (wenn ver­füg­bar Fleisch) ernährt — dar­an sind die Bak­te­ri­en gewöhnt. Des­halb ist es gesund­heits­för­der­lich, sie mit bal­last­stoff­hal­ti­ger Nah­rung (eben­so Obst, Gemü­se) zu unter­stüt­zen. Wie sich beim Human Geno­me Pro­jekt (ein Pro­jekt, wel­ches das Mikro­bi­om des Men­schen ent­schlüs­sel­te) her­aus­stell­te, über­neh­men Bak­te­ri­en für den Men­schen zahl­rei­che Auf­ga­ben: Sie neh­men nicht nur Ein­fluss auf die Ver­dau­ung, son­dern auch aufs Gehirn, die Gefüh­le, Ner­ven usw. Des­halb ist es wich­tig, die Bak­te­ri­en mit guter Bak­te­ri­en­nah­rung zu füt­tern, um sie zufrie­den zu stel­len, und damit sie ihre Auf­ga­ben erfül­len kön­nen. Ein umfang­rei­cher, grund­sätz­li­cher Arti­kel über die Darm­ge­sund­heit von mir fin­det sich hier: “Darm­ge­sund­heit: Super­or­ga­nis­mus Mensch”.

Mehr:

Weg­war­te: Schö­ne Weg­be­glei­te­rin

Arti­scho­cke: Gesun­des Gemü­se

Topinam­bur: Gesun­des Bak­te­ri­en­fut­ter für den Darm

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