Yogi-Tee: Für “Fül­le und Beha­gen”

Yogi-Tee mit Milch
“Aus­ge­koch­ter” Yogi-Tee mit Milch

Yogi-Tee besteht aus einer Mischung von Zimt, Kar­da­mom, Ing­wer, Nel­ken und schwar­zem Pfef­fer. Das sind alle­samt Gewür­ze der ayur­ve­disch-indi­schen Küche, die wich­ti­ge Eigen­schaf­ten zum Aus­gleich der “Doshas” mit sich brin­gen. Ein Tee, der etwas in Ver­ges­sen­heit gera­ten scheint, doch immer noch auf­weckt und mit sei­nem scharf-wür­zi­gen Geschmack für Fül­le und Beha­gen sorgt.

Doshas sind “ein fei­nes Zusam­men­spiel von fünf Grund­ele­men­ten und drei Grund­prin­zi­pi­en (Doshas), die Ent­ste­hen, Sein und Ver­ge­hen bestim­men. Ob Kos­mos, Tier- und Pflan­zen­welt oder unbe­leb­te Din­ge — alles ist von den Ele­men­ten und Doshas durch­drun­gen. Die Grund­ele­men­te sind ‘Luft’, ‘Feu­er’, ‘Was­ser’, ‘Erde’ und ‘Äther’. Die drei Grund­prin­zi­pi­en wer­den als ‘Vata’, ‘Pit­ta’ und ‘Kapha’ bezeichnet”.[1]

Yogi-Tee mit aus­ge­koch­ten Gewür­zen im Topf

Die genann­ten Küchen­zu­ta­ten sind in der indi­schen Küche sehr gebräuch­lich. Allein Ing­wer, Kar­da­mom und Zimt gehö­ren zu den Gewür­zen, die das Agni, das Ver­dau­ungs­feu­er, anhei­zen.

Gewürz­mi­schung zum Aus­ko­chen

Nun ist Yogi-Tee nicht gleich Yogi-Tee. Sogar in den Bio­lä­den haben sich Yogi-Tee-Ange­bo­te in Tee­beu­teln ein­ge­bür­gert. Die­se wer­den dann in ein Glas gesteckt, auf­ge­brüht — angeb­lich fer­tig. Doch die­ser Yogi-Tee hat nicht den rich­ti­gen tie­fen, sat­ten, feu­ri­gen Geschmack, der ihn eigent­lich aus­zeich­net. Denn die getrock­ne­ten genann­ten Gewür­ze müs­sen “aus­ge­kocht” wer­den. Das heisst 2 Tee­löf­fel der Gewürz­mi­schung * wer­den in einen Liter Was­ser gege­ben, kurz auf­ge­kocht und min­des­tens 20–30 Minu­ten auf klei­ner Flam­me abge­deckt wei­ter gekö­chelt. Auf die­se Wei­se erst gelan­gen die wohl­tu­en­den Wirk­stof­fe der Heil­pflan­zen in das Was­ser und über­ge­ben ihm den wür­zig-kräf­ti­gen-feu­ri­gen Geschmack — und Duft! Denn die kräf­ti­gen Gewür­ze Nel­ken, Pfef­fer, Ing­wer wett­ei­fern sowohl in Geschmack als auch Duft um die Wet­te. Zur Abmil­de­rung, und weil die Nut­zung von Milch in Indi­en häu­fig ist wird dem abge­seih­ten Tee noch Milch, je nach Geschmack dazu­ge­ge­ben und ein Tee­löf­fel Honig.

Mehr:

[1] Ayur­ve­da: Ein indi­sches Medi­zin-Sys­tem con­tra west­li­che Schul­me­di­zin

Lese­tipp: Mole­ku­la­re, ayur­ve­di­sche Küche: Der Koch

Ing­wer: Scharf und gesund

Ing­wer Mono­gra­phie

Ing­wer: Bei Übel­keitkeit und Rei­se­krank­heit

Pfef­fer­kun­de

Pfef­fer: Geschmack­vol­le Ver­dau­ungs­hil­fe

* Yogi Tea, Clas­sic Chai, LOSER TEE, Bio­wa­re.

 

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