Eng­li­scher Senf: Sel­ber machen, ein Rezept

Senfmehl plus Wasser = Englischer Senf
Senf­mehl plus Was­ser = Eng­li­scher Senf

Eng­li­scher Senf hat den Ruf, beson­ders scharf zu sein. Ich hat­te kei­nen Senf mehr im Haus, aber Senf­mehl. Nun habe ich ent­deckt, dass sich Eng­li­scher Senf ganz leicht sel­ber machen lässt — inner­halb von zwei Minu­ten!

Senfmehl mit Wasser verrührt
Senf­mehl mit Was­ser ver­rührt

Grund­la­ge ist Senf­mehl. Davon habe ich zwei Ess­löf­fel in eine Scha­le gege­ben. Mehr brau­che ich nicht für mei­ne Vin­ai­gret­te. Dann etwas Was­ser über das Senf­mehl geben und mit einem Schnee­be­sen ver­rührt. Schon beim Anrüh­ren wird etwas von der Schär­fe ver­mit­telt: Es wer­den äthe­ri­sche Senf­öle frei, die in der Nase bren­nen.

Die­ser eng­li­sche Senf bedarf kei­ner wei­te­ren Behand­lung. Er muss nur min­des­tens 10 Minu­ten ste­hen blei­ben, damit sich der Geschmack ent­wi­ckeln kann — und schon ist der haus­ei­ge­ne Senf fer­tig! Gran­di­os. Das kann wirk­lich jeder Mensch. Super fin­de ich, dass abso­lut kei­ne Kon­ser­vie­rungs­stof­fe dabei sind. Und: Die Schär­fe ist beach­tens­wert. Also für mei­ne Vin­ai­gret­te nur einen hal­ben Tee­löf­fel. Eben weil kei­ne Kon­ser­vie­rungs­stof­fe drin sind, muss die­ser Senf schnell ver­braucht wer­den. Denn durch Ver­bin­dun­gen mit dem Sauer­stoff aus der Luft wird der haus­ei­ge­ne Senf schnell unan­sehn­lich. Er hält in die­ser Form selbst im Kühl­schrank nicht.

Senfmehl
Immer im Haus: Senf­mehl

Frü­her sol­len die Eng­län­de­rin­nen ihren Senf immer selbst gemacht haben. Ein Zusatz, der bei den Insel­be­woh­ne­rin­nen noch dazu kam: Kur­ku­ma. Das färbt den Senf in dem inten­si­ven Gelb, so wie wir das eigent­lich ken­nen. Doch für die Vin­ai­gret­te brau­che ich kein Kur­ku­ma, es geht mir um die Senf­schär­fe. Mit den ande­ren Zuta­ten, Oli­ven­öl und Bal­sa­miko ist eine Gelb­fär­bung nicht wirk­lich nötig.

Soweit zum selbst­ge­mach­ten Eng­li­schen Senf. Die Viel­zahl der Senf­sor­ten, die es zu kau­fen gibt, zeigt, dass Senf sehr vari­an­ten­reich sein kann.

Dijon-Senf: Brau­ne Senf­kör­ner, Was­ser, Weiss­wein, Salz, Gewür­ze

Beau­jo­lais-Senf: Grob gemah­le­ne Senf­kör­ner mit Rot­wein

Roter Senf: Gan­ze Senf­kör­ner und Chi­li­pfef­fer. Sehr scharf!

Honig-Senf: Gemah­le­ne Senf­kör­ner, Honig, Roh­zu­cker, Essig, Salz, Pfef­fer (schmeck süß)

Men­schen, die ihren Senf her­stel­len, haben mitt­ler­wei­le ihre Geheim­re­zep­te erar­bei­tet. Dem Senf kön­nen natür­lich auch noch fri­sche Kräu­ter nach Wahl hin­zu­ge­ge­ben wer­den, Weiss­wein, Rot­wein — der Fan­ta­sie sind kei­ne Gren­zen gesetzt. Natür­lich kann auch mal was nicht gelin­gen, wenn die Mischun­gen bei­spiels­wei­se zu fan­ta­sie­reich sind. Man­che Kom­bi­na­tio­nen schme­cken ein­fach nicht, doch das stellt sich ziem­lich schnell raus.

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2 Gedanken zu „Eng­li­scher Senf: Sel­ber machen, ein Rezept“

  1. Wer­te Sei­ten­be­trei­ber,
    gern hät­te ich Ihre wert­vol­le Heil­pflanzen­sei­te auf mei­nem gut besuch­ten Blog in Form eines Gad­get hin­ter­legt. Lei­der funk­tio­niert der HTML-Text-Link nicht. Ich kann ihn zwar kopie­ren aber nicht auf mei­nem Blog ein­fü­gen. Das ist sehr scha­de. Ob Sie wohl dazu mal recher­chie­ren könn­ten, war­um das nicht funk­tio­niert? Ich erlau­be mir, wenn es Ihnen recht ist, in der Zwi­schen­zeit einen ein­fa­chen Link auf mei­ner Sei­te zu hin­ter­le­gen.

    Lie­be Grü­ße
    Petra K.
    https://auf-dem-weg-in-die-freiheit.blogspot.com/

    Antworten
  2. Guten Mor­gen Petra,
    ich habe den Link aus­pro­biert und bei mir geht er ein­wand­frei. Viel­leicht unter­drückt Ihr Blog-Sys­tem sol­che Links? Und wenn Sie den Link im “Text”-Modus ein­fü­gen, viel­leicht geht er dann? Lei­der kann ich da kei­ne wei­te­ren Tipps geben.

    Vie­len Dank für die ein­fa­che Hin­ter­le­gung des Heil­pflan­zen-Blog-Links! Ich schaue mir Ihre Sei­te mal in Ruhe an. Eins ist sicher, dass Sel­ber­ma­chen zwar Zeit kos­tet, aber auch Geld spa­ren kann. Und im Fal­le der Heil­pflan­zen und vie­len Bee­ren, die momen­tan trotz des hei­ßen Som­mers wach­sen zu gut schme­cken­den und gut tuen­den Mar­me­la­den, Säf­ten und Chut­neys ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Ich wer­de mich dem­nächst wie­der an die Flie­der­bee­ren wagen. Die Küche sind dann aus, als hät­te ich geschlach­tet. Doch schät­ze ich den Flie­der­beer­saft im Win­ter als heil­sa­mes Getränk gegen Erkäl­tun­gen ein­fach zu sehr. Außer­dem ist er super lecker. Ach, und Sand­dorn ist auch gera­de reif…
    Dan­ke und herz­li­che Grü­ße
    Mari­on

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