Gundelrebe / Gundermann: Inhaltsreiches Wildkraut

1. April 2015
Gundelrebe - Gundermann

Gun­del­re­be — Gun­der­mann

Die Gun­del­re­be oder Gun­del­mann (Glecho­ma Heder­acea) blüht von März bis Juni. Das Wild­kraut wur­de frü­her wegen sei­nes Vit­min C-Gehalts und Mine­ral­stof­fe als ers­tes nahr­haf­tes Grü­nes ver­wen­det.

Neben Vit­amin C, Mine­ral­stof­fen ent­hält die Gun­del­re­be noch Bit­ter- und Gerb­stof­fe. Sie kann in ers­ten Früh­lings­sa­la­ten z.B. mit Bär­lauch, klei­nen Schaf­gar­ben­blätt­chen, frü­hem Löwen­zahn und Bir­ken­blät­ter geges­sen wer­den. Wer sich mit der Wild­kräu­ter­kü­che aus­ein­an­der setzt, soll­te ent­we­der die zahl­reich ange­bo­te­nen bota­ni­schen Füh­run­gen mit­ma­chen oder sich ein Bestim­mungs­buch kau­fen. Dann vor­sich­tig mit den Sala­ten begin­nen, aus­pro­bie­ren und schme­cken. Denn Wild­kräu­ter haben einen star­ken Eigen­ge­schmack. Wegen ihrer Bit­ter­stof­fe sind sie oft­mals nur in klei­nen Men­gen in einem grö­ße­ren Salat ver­träg­lich. Rasch wer­den sich Vor­lie­ben her­aus­bil­den.

Wegen ihrer Gerb­stof­fe, die einen zusam­men­zie­hen­den Cha­rak­ter haben, wur­de die Gun­del­re­be frü­her noch zur Wund­be­hand­lung ver­wen­det (sie­he Tee­re­zept). Die Gun­del­re­be kann zum Gur­geln bei Ent­zün­dun­gen im Mund- und Rachen­raum ver­wen­det wer­den.

Tee-Rezept: 1–2 Tee­löf­fel Gun­del­re­be mit 125 Mil­li­li­ter heis­sem Was­ser über­brü­hen, 5 Minu­ten abge­deckt zie­hen las­sen, durch ein Sieb geben. Warm oder kalt damit gur­geln.

Tee­re­zept Quel­le: Pahlow M: Das gro­ße Buch der Heil­pflan­zen. Grä­fe und Unzer Ver­lag, Mün­chen, 1993.

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