Meerrettich gerieben, lecker und verdauungsfördernd

12. November 2012

Meer­ret­tich­wur­zel

Im Herbst gibt es wie­der fri­sche Meer­ret­tich­wur­zeln (Armo­r­a­ciae radix) auf Märk­ten zu kau­fen. Die Pfahl­wur­zeln sehen völ­lig unspek­ta­ku­lär aus. Weiss­lich-grau-grün­lich, oft wer­den sie stück­chen­wei­se ver­kauft. Doch frisch gerie­ben, hat der Meer­ret­tich es in sich. Man­che lokal ver­ge­be­ne Namen des Meer­ret­tichs wei­sen auf sei­ne extre­me Schär­fe hin. So wird die Heil­pflan­ze auch Grein-, Beiss- oder Scharf­wur­zel genannt.

Was einem da so die Trä­nen in die Augen treibt, ist das Allyl­senf­öl. Es ent­steht erst, wenn es geschnit­ten oder geras­pelt wird. Um die Schär­fen­bil­dung zu stop­pen, besteht die Mög­lich­keit mit Zitro­ne oder Essig die wei­te­re Ent­wick­lung der schwe­fe­li­gen Senf­öle zu ver­hin­dern. Frisch geras­pel­ter Meer­ret­tich hält sich nur ein paar Tage. Des­halb soll­te Meer­ret­tich immer nur für den jewei­li­gen Bedarf gerie­ben wer­den.

frisch gerie­be­ner Meer­ret­tich

Es gibt tra­di­tio­nel­le Gerich­te, die ohne die Mee­ret­tich undenk­bar sind: Tafel­spitz oder Karp­fen blau bei­spiels­wei­se. Wer Meer­ret­tich mag, wird ihn in allen mög­li­chen Vari­an­ten schät­zen. Geras­pel­ter Meer­ret­tich schmeckt zu kal­tem Koch- oder geräu­cher­tem Fisch und gibt so man­chem Wurst­brot den nöti­gen Pepp. Mee­ret­tich kann zu gekoch­ten Eiern, zu Gegrill­tem oder in Sau­cen ver­ar­bei­tet wer­den. Es bringt in jedem Fall eine schar­fe, sehr wür­zi­ge Note ins Essen.

Bei der Rei­be wird die mög­lichst feins­te Sei­te genom­men. Beim Rei­ben steigt einem schon die Schär­fe in die Augen. Meer­ret­tich passt auch zu Wurst. Es soll­te nicht gera­de Wurst sein, die sel­ber einen eige­nen star­ken Geschmack hat, aber der rela­tiv geschmacks­neu­tra­len Fleisch­wurst ist Meer­ret­tich super. Vor­her am bes­ten mit wenig Meer­ret­tich aus­pro­bie­ren, dann mehr neh­men, wenn’s bekommt.

Meer­ret­tich auf einem Wurst­brot

Und: Natür­lich ist Mee­ret­tich ver­dau­ungs­för­derd, wes­halb die Heil­pflan­ze bei fet­ten Fischen oder Fleisch­ar­ten qua­si zur Ver­dau­ungs­för­de­rung mit auf­ge­tischt. Außer­dem wirkt sie anti­bak­te­ri­ell.

Tages­do­sis pro Per­son soll­te 20 Gramm fri­sche Meer­ret­tich­wur­zel nicht über­schrei­ten, denn zu hohe Men­gen kön­nen durch­aus auch zu Magen- und Darm­be­schwer­den (rei­zend) füh­ren.

Für Men­schen, die gegen Senf­öle oder auch Über­emp­find­lich­kei­ten gegen­über Schär­fe haben, ist die schar­fe Pfahl­wur­zel nichts.

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