Heilpflanzen und ihre Früchte im Herbst

5. September 2014
Mönchspfeffer

Mönchs­pfef­fer

Der Alt­wei­ber­som­mer meint es noch ein­mal rich­tig gut. Tem­pe­ra­tu­ren um die 27 Grad locken die Ber­li­ner über­all nach drau­ßen. Weil ich die­ses Jahr noch kei­ne Zeit hat­te in den Bota­ni­schen Gar­ten zu gehen, wird es höchs­te Zeit, dies nach­zu­ho­len. Die meis­ten Heil­pflan­zen haben Früch­te ange­setzt, sind ver­trock­net oder klei­den sich noch ein­mal rich­tig bunt. Ein klei­ner Spa­zier­gang.

Schlehen

Schle­hen

Der Mönchs­pfef­fer hat rosa­ne Früch­te, genau wie sei­ne Blü­ten, bemer­ke ich erst­mals über­rascht. Die Schle­hen leuch­ten weit­hin, noch sind Blät­ter an den Schleh­dorn­bü­schen. Für die Schle­hen­ern­te ist es noch viel zu früh. Schle­hen brau­chen Frost, erst dann kön­nen sie ver­ar­bei­tet wer­den. Im Novem­ber, dann wenn längst alle Blät­ter gefal­len sind, wird es soweit sein (sie­he Schle­hen­früch­te: Der beson­de­re Geschmack).

Berberitzen

Ber­be­rit­zen

Die roten Ber­be­rit­zen gehö­ren eben­falls zu den gesun­den und gut zu ver­ar­bei­ten­den Bee­ren (sie­he Ber­be­rit­zen-Früch­te: Säu­er­lich und vit­amin­reich). Sie sind bei uns nur nicht so bekannt.

Rhizinus-Früchte

Rizi­nus-Früch­te

Von den Rizi­nus­früch­ten soll­ten Unwis­sen­de die Fin­ger las­sen. Auch das Rizi­nus­öl (sie­he: Rizi­nus­öl bei Ver­stop­fung), wel­ches ein dras­ti­sches Abführ­mit­tel ist, ist nur für jene geeig­net, die sich damit aus­ken­nen.

Johanniskraut-Früchte

Johan­nis­kraut-Früch­te

So man­che Johan­nis­kraut­blü­te leuch­tet noch. Sie geht jedoch schon ein wenig in den ver­trock­ne­ten Blät­tern unter. Die roten, hüt­chen­ar­ti­gen Kap­seln sind die Früch­te des Johan­nis­krauts (sie­he Johan­nis­kraut fängt die Son­ne ein).

Zwiebel-Samen

Zwie­bel-Samen

Die Zwie­bel­sa­men sit­zen noch in der sie umhül­len­den Häut­chen. Aller­dings sind die meis­ten schon auf­ge­bro­chen. Sie knis­tern ganz tro­cken und beim lei­ses­ten Wind­stoß fal­len die schwar­zen Samen auf die Erde (sie­he Zwie­bel: Küchen­ge­würz und Arz­nei).

Anis-Früchte

Anis-Früch­te

Ein paar Anis­früch­te sind noch an den ansons­ten schon kom­plett durch­ge­trock­ne­ten Dol­den. Die Anis-Früch­te sind sehr klein (sie­he Anis: Hus­ten­saft-Ersatz).

Koriander-Früchte

Kori­an­der-Früch­te

Die Kori­an­der­früch­te sind noch gut erhal­ten. Aller­dings hat ihnen der Regen zu schaf­fen gemacht. Wer Kori­an­der im Gar­ten hat, kann die Früch­te nach kom­plet­ter Aus­bil­dung recht­zei­tig abschnei­den und dann bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur lang­sam trock­nen. Dann wer­den sol­che unschö­nen Schwärzun­gen der Kap­seln ver­mie­den (sie­he Kori­an­der: Ent­kramp­fend, ent­blä­hend).

Sennesfrüchte

Sen­nes­früch­te

Die Sen­nes­früch­te gehö­ren zu den Abführ­mit­teln. Die Samen in die­sen Kap­seln sind sehr klein und rund. Die­ses Abführ­mit­tel ist wesent­lich mil­der und scho­nen­der als das Rhi­zi­nus­öl.

Kapseln des weissen Senfs

Kap­seln des weis­sen Senfs

Kap­seln des wei­ßen Senfs und gleich dar­un­ter, die des schar­zen Senfs (sie­he Senf: Scharf und gesund).

Kapseln des scharzen Senfs

Kap­seln des schar­zen Senfs

Die Früch­te und Samen zei­gen, dass der Som­mer bald vor­bei sein wird. Wie scha­de. Ein wenig Melan­cho­lie macht sich in mir breit.

Nachtkerzenblüten und -Früchte

Nacht­ker­zen­blü­ten und -Früch­te

Die Nacht­ker­ze zeigt sich noch in fri­schem Grün. Aus den Frucht­kap­seln wird das Nacht­ker­zen­öl gewon­nen (sie­he: Nacht­ker­zen­öl: Hil­fe bei Neu­ro­der­mi­tis). Um eine klei­ne Pau­se ein­zu­le­gen, gehe ich zu den Schau­häu­sern. Eini­ge Umbau­ten haben dafür gesorgt, dass das Cafe ver­legt wur­de. Es ist nicht beson­ders gemüt­lich gewor­den. Des­halb setz­te ich mich lie­ber nach drau­ßen, um die Son­ne noch in vol­len Zügen zu genie­ßen.

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