Heilpflanzen-Wald-Wiesensalat

12. April 2014
Knoblauchrauke

Knob­lauch­rau­ke

Die Heil­pflan­zen, Wald- und Wie­sen­kräu­ter sind in ihrem Wachs­tum schon weit in die­sem Jahr. Es macht nun Spaß in den Wie­sen, Wäl­dern her­um­zu­lau­fen und am Boden oder in den Bäu­men zu schau­en wie alles wächst und gedeiht. Auch die ver­schie­de­nen Wachs­tums­sta­di­en sind span­nend zu beob­ach­ten: Es lässt sich viel über die Pflan­zen, ihrem Cha­rak­ter oder ihre Wesen­haf­tig­keit ler­nen.

Die Brennnesseln sind schon bewehrt

Die Brenn­nes­seln sind schon bewehrt

Aus Heil­pflan­zen wie Brenn­nes­sel (Ach­tung: Brenn­haa­re sind aktiv — mit der Küchen­rol­le “ent­schär­fen”), Schaf­gar­be, Löwen­zahn, Spitz­we­ge­rich lässt sich nun aus den fri­schen und geschmack­lich (bis auf Löwen­zahn, der die­ses Jahr schon sehr weit ist) ein bun­ter, gesun­der Salat machen. Der Geschmack ist bei man­chen Pflan­zen gewöh­nungs­be­dürf­tig — schließ­lich sind wir eher Gemü­se und Pflan­zen gewöhnt, denen ihre Bit­ter­keit (z.B. Chi­co­ree) weg­ge­züch­tet wur­de. Doch es lohnt sich, in vie­ler­lei Hin­sicht, wie­der etwas wirk­lich natür­li­ches zu pro­bie­ren und zu essen. Zum Bei­spiel die Bit­ter­keit von Löwen­zahn hat ver­dau­ungs­för­dern­de Wir­kun­gen. Die Bit­ter­stof­fe regen den Gal­len­fluss und die Arbeit der Leber an und hel­fen bei bes­se­rer Ver­dau­ung. Somit sind die gan­zen soge­nann­ten künst­li­chen ver­dau­ungs­för­dern­den Mit­tel (Laxan­zi­en) gar nicht nötig, wir brau­chen “nur” unse­re Ernäh­rungs- und Geschmacks­ge­wohn­hei­ten umzu­stel­len.

Frische Lärchenblätter schmecken fein säuerlich

Fri­sche Lär­chen­blät­ter schme­cken fein säu­er­lich

Ein Wald- und Wie­sen­sa­lat lässt sich z.B. aus fri­schen Lär­chen­blät­tern (leicht säu­er­lich im Geschmack), Löwen­zahn (bit­ter), Knob­lauch­rau­ke (knob­lau­chig) ein fei­ner Salat her­stel­len. Wer sich erst noch an die ver­schie­de­nen cha­rak­te­ris­ti­schen Geschmacks­rich­tun­gen gewöh­nen möch­te, nimmt zur Ver­län­ge­rung zum Bei­spiel nor­ma­len, geschmack­lo­sen Eis­berg­sa­lat oder ande­re Gewächs­haus­sa­la­te. Sie fül­len denn die Salat­schüs­seln. Oben drü­ber oder dazu gemengt dann die Wild­kräu­ter, je nach Kennt­nis und Vor­lie­be.

Bit­te beach­ten: Bit­te nur die bekann­ten Wild­kräu­ter pflü­cken (Bestim­mungs­bü­cher hel­fen oder Kräu­ter­wan­de­run­gen)  und ver­wen­den. Nicht ein­fach abrup­fen und dann zuhau­se weg­wer­fen. Klei­ne Pro­ben tun es zum Aus­pro­bie­ren auch. Wild- und Heil­kräu­ter wer­den nur an unbe­denk­li­chen Orten gepflückt (ent­fernt von Hun­de­we­gen oder befah­re­nen Stra­ßen). Außer­dem soll­te beim Pflü­cken auch immer der Nach­hal­tig­keits­ge­dan­ke mit­schwin­gen

a) ande­re wol­len viel­leicht auch noch etwas haben

b) die Pflan­zen wer­den so gepflückt, dass die Wur­zeln nicht beschä­digt wer­den, die Pflan­zen also wie­der­kom­men kön­nen!

Es gibt gute Lexi­ka zu Wild­kräu­tern (Lese­tipp) oder Bücher, die bei den ers­ten Erfah­run­gen hel­fen kön­nen (Lese­tipp).

Mehr:

Schaf­gar­be bei Bauch­schmer­zen oder Akne­haut

Brenn­nes­sel: Das Super­kraut (Früh­jahrs­kur)

Brenn­nes­sel­tee selbst gemacht

Knob­lauch­rau­ke, Schaf­gar­be

Rezep­te mit Heilfplan­zen und Wild­kräu­tern

Löwen­zahn: Bit­ter und gesund

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1 Kommentar zu „Heilpflanzen-Wald-Wiesensalat“

  1. Lilly sagt:

    Das The­ma Heil­pflan­zen hat in der heu­ti­gen Zeit erneut deut­lich an Inter­es­se gewon­nen…

    Hier ein sehr inter­es­san­ter Arti­kel zum dem The­ma Heil­pflan­zen.

    Heil­pflan­zen als Zier-und Nutz­pflan­zen im eige­nen Gar­ten

    LG
    Lil­ly