Heil­pflan­zen­saft: Die gan­ze Kraft einer Heil­pflan­ze

Heilpflanzen-Frischsäfte
Heil­pflan­zen-Frisch­pflan­zen­press-Säf­te

Heil­pflan­zen wer­den in ver­schie­de­ner­lei Form ver­ab­reicht: Frisch als Tee mit den fri­schen Blät­tern z.B. von Brenn­nes­seln, getrock­net als Tee oder zum Inha­lie­ren (Kamil­le), in Tablet­ten, Kap­seln, Gelen, Ölen, Extrak­ten — es gibt auch Heil­pflan­zen­press-Säf­te. Sie wer­den von fri­schen Heil­pflan­zen, her­ge­stellt, die zer­klei­nert wur­den und anschlie­ßend gepresst. Die­ser soge­nann­te Frisch­pflan­zen­press-Saft kann selbst her­ge­stellt wer­den, z.B. von der Brenn­nes­sel, die zahl­reich wächst. Die­ser selbst­ge­mach­te Frisch­pflan­zen­saft ist nur für den sofor­ti­gen Ver­zehr geeig­net, denn mit der Ver­bin­dung des Sauer­stof­fes oxi­diert er schnell und ver­liert schon nach ein paar Stun­den sei­ne Wir­kung.

Frisch­pflan­zen­press-Säf­te gibt es auch in Apo­the­ken, Reform­häu­sern oder Bio­lä­den zu kau­fen. Ihnen gemein­sam ist, dass sie von Heil­pflan­zen aus kon­trol­lier­tem Anbau stam­men, mas­sen­wei­se maschi­nell geern­tet und eben­so wei­ter­ver­ar­bei­tet wur­den. Die Fri­sche spielt auch hier eine wesent­li­che Rol­le, um die Wirk­stof­fe der Heil­pflan­zen zu erhal­ten.  Ein wich­ti­ger Unter­schied: Er wird kurz­zei­tig erhitzt, um ihn keim­frei zu machen. Kon­ser­vie­rungs­stof­fe oder Sta­bi­li­sa­to­ren wer­den bei der Ware in Apo­the­ken und Reform­häu­sern nicht ver­wen­det. Auch Frisch­pflan­zen­press-Säf­te haben, wenn die Fla­schen geöff­net sind, nur eine begrenz­te Halt­bar­keit und müs­sen rela­tiv schnell ver­braucht wer­den (Hin­wei­se beach­ten).

Ent­spre­chend der Wirk­sam­keit der Heil­pflan­zen wer­den Frisch­pflan­zen­press-Säf­te ver­wen­det: Spitz­we­ge­rich- (Plant­ago lan­ceo­lata) Frisch­pflan­zen­press-Saft bei Hus­ten­er­kran­kun­gen. Er ist reiz­mil­dernd, anti­bak­te­ri­ell, ent­zün­dungs­hem­mend und läßt sich wegen sei­ner guten Ver­ab­rei­chung vor allem auch in der Kin­der­heil­kun­de gut ein­set­zen. Press­saft aus Rotem Son­nen­hut (Echi­nae­ca) wirkt immun­mo­du­lie­rend und stärkt die Abwehr­kräf­te. Schwarz­ret­tich (Papha­nus sati­vus) wird eben­falls bei Hus­ten oder Ver­schlei­mung der Bron­chi­en oder auch zur Vor­beu­gung von Gal­len­stei­nen kur­wei­se getrun­ken. Der Frisch­pflan­zen­press-Saft aus Gän­se­fin­ger­kraut (Poten­il­la anse­ri­na) hilft bei star­ken Regel­blu­tun­gen, bei denen auch star­ke krampf­ar­ti­ge Beschwer­den vor­han­den sind. Es gibt eine gan­ze Palet­te von Frisch­pflan­zen­press-Säf­ten ent­spre­chend des Ein­sat­zes der Heil­pflan­zen.

Heil­pflan­zen-Press-Säf­te wer­den häu­fig kur­wei­se also über einen Zeit­raum von 2 bis 4 Wochen ange­wandt. So z.B. im Früh­jahr als Unter­stüt­zung des Stoff­wech­sel­ge­sche­hens im All­ge­mei­nen oder des Fas­tens im Beson­de­ren. Es gibt aber auch eine Rei­he von Säf­ten wie Mohr­rü­ben (Beta Caro­tin) — oder Sauer­kraut­saft (zur Anre­gung und Ver­bes­se­rung der Darm­flo­ra und damit des Immun­sys­tems), Toma­ten­saft (ver­dau­ungs­re­gu­lie­rend) , die häu­fi­ger und all­täg­li­cher ver­wen­det wer­den kön­nen. Wer sich dafür inter­es­siert, wird eine brei­te Aus­wahl fin­den und für jede Lebens­si­tua­ti­on etwas Unter­stüt­zen­des oder Heil­sa­mes.

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